Aktuelles

Die Art, wie unsere Gesellschaften mit Julian Assange umgehen, ist ein Abbild von unserer Situation.

Ihn dafür zu bestrafen, dass er uns mit der Wahrheit vertraut gemacht hat.

Wenn das Schule macht, dann kommen wirklich schlimme Zeiten auf uns zu.
Diejenigen, die uns die Wahrheit verkünden werden abgestraft, bekommen keine Solidarität und keine Hilfe.
Die Kriminellen, die von den Whistleblowern überführt wurden, dürfen vollkommen unbelastet weiter agieren.

Insofern ist es wirklich ein Gebot der Stunde hier für Solidarität zu sorgen und ihm zu helfen.
Wenn das nicht passiert, können wir nicht erwarten, dass sich noch einmal irgendeiner traut, uns die Wahrheit zu sagen.

youtu.be/Wmx9Y7QdPzk

#FreeAssange
... See MoreSee Less

View on Facebook

Die wertvolle Behandlungsmethode mit Eigenblut, die ich von einem Heilpraktiker lernte und 30 Jahre anwandte, wird nun den Heilpraktikern untersagt.
Das ist Ausdruck einer beschämenden Gesundheitspolitik.

Hier der Nachruf von der Anme:

Handstreichartig wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. August im deutschen Bundestag im Namen der Arzneimittelsicherheit die Behandlung mit Eigenblut als Injektion oder Infusion der Verschreibungspflicht unterstellt (nur die homöopathische D4-Version ist ausgenommen). Im Vorfeld hatten sich engagierte VertreterInnen von Heilpraktikerverbänden im April und im Juni bei Anhörungen dagegen gewandt- vergeblich. Diese über jahrzehntelange traditionell angewandte Immunbehandlung steht den Patienten in deutschen Heilpraktikerpraxen nun nicht mehr zu Verfügung.

Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) folgt in diesem Zusammenhang dem Wunsch einer Initiative, die darauf abzielt dem deutschen Heilpraktikerberuf zu schaden. Die gesundheitspolitische Zielrichtung dieses berufspolitisch motivierten Therapieverbotes scheint klar: Eine bewährte individuell ausgerichtete Immunbehandlung im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes ist nicht länger erwünscht! Patienten, die gezielt im Rahmen einer pluralistischen Medizin eine Alternative wünschen, werden verstärkt zu nur noch rudimentär vorhandenen ärztlichen Angeboten verwiesen.

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern wird hiermit nicht-ärztlichen Anwendern erneut ein Handwerkzeug weggenommen. Gerade diese AnwenderInnen bewahren und entwickeln das kulturelle Erbe der Traditionellen Heilkunde und Medizin zum Wohl der Allgemeinheit– und genau dagegen scheint es mit diesem Verbot zu gehen. In unserer Satzung steht der Erhalt von Therapien und Heilmitteln an oberster Stelle – es ist eine traurige Nachricht!

Die Beisetzung findet täglich und deutschlandweit statt. Wir bitten die betroffenen PatientInnen und AnwenderInnen darum auf Blumengestecke und ähnliche Trauergesten zu verzichten. Unterstützen Sie jedoch Ihren Heilpraktikerverband finanziell bei möglichen gesetzlichen Schritten.
Nora Laubstein
President/Vorsitzende
... See MoreSee Less

View on Facebook

Hilferuf an alle!

Dieses Mail erreichte mich gerade und ich möchte es gern weiterleiten – ohne die Spendenaufrufe. Fangen wir doch erstmal damit an, uns mit unserer Jugend zu solidarisieren – ihnen, uns und unserer Erde zu Liebe…

Hier das berührende Mail:
Hallo Ruediger Dahlke,
wahrscheinlich werden Sie sich über diese Mail wundern. Heute schreibt hier nämlich nicht Campact, sondern ich: Clara Mayer. Ich bin 18 Jahre alt, komme aus Berlin und mache bei „Fridays for Future“ mit.
Bei meinem ersten Streik fürs Klima waren wir nur ein paar Hundert Leute, kaum jemand hat uns beachtet. Aber beim letzten großen Aktionstag waren wir 300.000 Menschen deutschlandweit. In Berlin war es so voll, überall Leute. Es war krass! Aber es ist auch frustrierend. Denn wir streiken jetzt seit einem halben Jahr. Und die Bundesregierung tut nichts. Sie redet nur. Wir Jugendlichen müssen weiter zuschauen, wie Erwachsene unsere Erde verheizen. Und unsere Zukunft.
Wenn die Regierung auf uns alleine nicht hört, dann müssen jetzt auch die anderen Generationen dabei sein. Deswegen hat Greta Thunberg zum größten Streik der Erde aufgerufen. Am Freitag, den 20. September streiken wir weltweit – und diesmal brauchen wir auch Euch, die Erwachsenen! An diesem Tag entscheidet das Klimakabinett der Regierung über die neuen Klimagesetze.
Überall in Deutschland soll es Demos und Kundgebungen und Aktionen geben. Das schaffen wir nicht allein.
Campact will uns mit Hunderttausenden Plakaten und Flyern unterstützen, mit Videos für den Streiktag und jeder Menge Hilfe bei den Bühnen und Lautsprechern. So könnte das wirklich klappen mit dem größten Streik der Welt! Aber der September ist schon bald, also müssen wir gleich loslegen. Deswegen bitte ich Sie: Unterstützen Sie uns Schüler*innen.

Eigentlich war ich im Winter ja total mit meinem Abi beschäftigt. Aber Umweltschutz war mir eben immer wichtig. Ich habe zum Beispiel versucht, plastikfrei zu leben. Dabei habe ich gedacht: Ich müsste doch noch mehr tun können. Die Klimakrise bewältigen wir nicht, indem wir nur anders einkaufen. Wir müssen das Problem politisch lösen! Als ich eine Einladung zu einem Treffen von Fridays for Future gesehen habe, bin ich direkt hin. Mittlerweile engagiere ich mich jeden Tag mehrere Stunden: Ich bin im Presseteam unserer Ortsgruppe und helfe beim Instagram-Account mit.
Jetzt planen wir alle schon für den 20. September. Wir haben ja schon mehrere große Streiks gemacht. Aber dieses Mal ist es auch für uns anders. Dieses Mal muss die Regierung sehen, dass nicht nur die Jugendlichen demonstrieren – sondern alle!Ich bin sicher, dass das unsere große Chance ist. Nur, wenn wir alle gemeinsam aufstehen, können wir die Bundesregierung zwingen, endlich wirklich was gegen die Klimakrise zu tun.
Bis jetzt reden sie einfach nur: Die Regierung hat zwar ein „Klimakabinett“ gegründet – aber da haben sie die Entscheidungen immer wieder verschoben. Am 20. September soll es endlich soweit sein. Dann entscheiden sie im Klimakabinett über das Klimaschutzgesetz. Kurz darauf treffen sich in New York die Staats- und Regierungschefs beim UN-Klimagipfel. Genau dann wollen wir ihnen mit Hunderttausenden Menschen zeigen: Hört auf zu reden – handelt endlich!
Wir tun jetzt alles, was wir können, um aus dem 20. September einen gigantischen Streiktag fürs Klima zu machen.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Ihre Clara Mayer

PS: Ich weiß nicht, was für Sie das Leben schön macht. Vielleicht ist es Ihr Garten, oder es sind Ausflüge in die Natur oder Ihre Familie. Für mich ist das nicht selbstverständlich. Ich muss annehmen, solche ungetrübten Ausflüge ins Grüne im Alter nicht mehr zu erleben. Und es ist nicht einmal meine größte Sorge. Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände: Meine Generation hat Angst. Deswegen handeln wir jetzt – bitte lassen Sie uns damit nicht allein.

Mein Beitrag dazu ist mein jüngstes E-Book „Future 4 U“, eine Einladung an Jung und Alt, die Fehler der Hippies zu vermeiden, die Spielregeln des Lebens anzuwenden und bei sich anzufangen und das Thema Klima auf alle Ebenen und auf die ganze Mit- und Umwelt auszudehnen. Ihr bekommt es für 7,77 bei Kindle oder bei www.dahlke at oder bei www. LebensWandelSchule.com – für jedes E-Book wird via Green Äthiopia ein Baum gepflanzt und jede(r) LeserIn bekommt eine gratis Online-Detox Woche diesen Herbst.
... See MoreSee Less

View on Facebook

Ich freu mich auf diesen Kongress:

www.facebook.com/watch/?v=390922538194886
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Woche alt

Dr. Ruediger Dahlke

Wikipedia als Hetzorganisation überführt

Was mir an der Berichterstattung über meine eigene Person rasch aufgefallen ist und sich anschließend an anderen zeigte, ist jetzt für alle nachvollziebar entlarvt: Wikipedia berichtet absichtlich und vorsätzlich tendenziös, falsch und vielfach hetzerisch.
Während große Teile der Berichterstatttung fair ist, etwa im Bereich der Naturwissenschaften, ist das nicht der Fall, wenn es um Vertreter der Komplementär-Medizin und um Spirituelles geht. Dort wird selbst mehrfach richtig gestelltes, immer wieder absichtlich verunglimpfend dargestellt.
Was im politischen Bereich nicht der auch sonst üblichen Nato-Hofbericht-Erstattung entspricht wird diskriminiert wie in diesem Film am Beispiel von Dr. Daniele Ganser überzeugend dargestellt.

www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA&fbclid=IwAR2J9lsbaxQaDxAkQkCzHGuIsltbxCgF7mirdesfxe35Iegsx_jm...
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Woche alt

Dr. Ruediger Dahlke

Deutschland diskutiert die «Fleisch-Steuer»

Dass über die Verteuerung von Flesch überhaupt in der NZZ diskutiert wird, halte ich schon mal für sehr gut.

Es macht tatsächlich, dass ein selbst von der WHO als krebserregend eingestuftes Nahrungsmittel steherbegünstigt ist, macht natürlich keinen Sinn. Das gleiche gilt für Milch, das nach Prof. Colin Campbell gefährlichste, weil verbreitetste Kanzerogen auf diesem Planteten.
Fleisch- und Milchkonsum gehören jedenfalls der allgemeinen Gesundheit zu Liebe reduziert, wie ich in Peacefood und den folgenden Büchern der Peacefood-Reihe seit vielen Jahren vorschlage.

Aber ob eine Fleischsteuer den Tieren wirklich nutzt ist tatsächlich kontrovers. Ideal wäre, wenn das Bewußtsein der Bevölkerung in dieser Hinsicht weiter wachsen würde.

Hier nun aus der NZZ:

Wenig spricht dafür, dass die Verteuerung des Fleisches ein wirksamer Beitrag zum Tier- und Umweltschutz ist

Stephanie Lahrtz, München

Mehr Tierwohl, mehr Umweltschutz, wer könnte dagegen sein? Da klingt ein Vorschlag des Deutschen Tierschutzbundes gar nicht so schlecht: eine Steuer auf Fleisch. Höhere Kosten gleich weniger Konsum gleich mehr Umwelt- und Tierschutz, so die Rechnung. Agrarpolitiker der Grünen wie der SPD brachten umgehend eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Fleisch ins Spiel.

Kritik am Vorschlag

Derzeit bezahlen Konsumenten in Deutschland bei Fleisch und anderen Grundnahrungsmitteln einen reduzierten Steuersatz von sieben statt regulär neunzehn Prozent. Die zusätzlichen Einnahmen sollten dann für eine bessere Tierhaltung ausgegeben werden, so die Forderung. Zwar zeigen auch christlichdemokratische Politiker Verständnis für den Vorschlag. Doch es kam auch umgehend Kritik. Sozialpolitiker wenden ein, dass höhere Preise für Lebensmittel Geringverdiener überproportional belasteten. Dem Grünen-Chef Robert Habeck geht der Vorschlag nicht weit genug. Eine isolierte Betrachtung von Einzelsteuersätzen sei nicht sinnvoll, sagte er. Vertreter des Umwelt- wie auch des Landwirtschaftsministeriums haben Skepsis bezüglich der Wirksamkeit geäussert. Und tatsächlich: Der Vorschlag taugt nicht. Erstens ist die Mehrwertsteuer nicht zweckgebunden. Der Staat kann die Tranche, die von einer Erhöhung dieser Steuer auf Fleisch in die Kassen flösse, nicht an die Produzenten weiterreichen, um bessere Haltungsbedingungen zu fördern.

Zweitens würde die Erhöhung einer alle Fleischprodukte gleich betreffenden Steuer das Tierwohl und den Umweltschutz eher mindern. Denn dadurch würde Biofleisch, das mehr kostet als das Schnitzel aus der Massentierhaltung, noch teurer. Das könnte Verbraucher zu den billigeren, konventionell produzierten Produkten greifen lassen.

Verstoss gegen EU-Vorgaben

Die Erfahrung lehrt auch, dass die Einzelhandelsriesen bei Preiserhöhungen von Lebensmitteln jeweils vehement versuchen, die Preise der Erzeuger zu drücken. Das hätte zur Folge, dass viele noch billiger und somit belastender für Tier und Umwelt produzierten. Um Tierwohl und Umweltschutz zu verbessern, gibt es andere Hebel. So könnten Vorschriften der Tierhaltung verschärft werden. Derzeit hat ein Mastschwein laut Gesetz Anspruch auf mindestens einen Quadratmeter Lebensraum. Ein schlachtreifes, 100 Kilogramm schweres Schwein kann allerdings mehr als anderthalb Meter lang und fast einen Meter hoch werden. Mehr Platz, mehr Gruppenhaltung und dann höhere Preise wären ein echter Beitrag zum Tierwohl. Ein weiteres Druckmittel, um die Tierbestände zu reduzieren, wäre die Reduktion der auf die Felder ausgebrachten Güllenmengen. Deutschland verstösst seit Jahren gegen die EU-Vorgaben für die Grundwasserbelastungen. Mittlerweile sind mehr als ein Viertel der Grundwasserkörper mit zu viel Nitrat belastet. Der Bundesrepublik drohen daher ab dem kommenden Jahr tägliche Bussgeldzahlungen in der Höhe von 857 000 Euro pro Tag.

Richtig am Vorschlag einer Fleischsteuer ist aber das Ziel: Deutschland muss den Fleischkonsum minimieren. Das zeigt auch der Bericht zur Landnutzung des Intergovernmental Panel on Climate Change.

Meine Meinung zum letzten Punkt: Leider zahlt Deutschland - in diesem Punkt der Pharmaindustrie ähnlich - lieber hohe Strafen, als sinnvolle EU-Gesetze einzuhalten.
Ich finde das beschämend deutlich in Bezug auf die Geisteshaltung der herrschenden Politiker.

Aus dem NZZ-E-Paper vom 09.08.2019
--
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Woche alt

Dr. Ruediger Dahlke

Die Erfolgsgeschichte von Beyond Meat:

inter?utm_source=nl19-33-34&utm_medium=email&utm_campaign=w-nl
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Woche alt

Dr. Ruediger Dahlke

Signale des Körpers:

Dazu ein Beitrag auf youtube:
www.youtube.com/watch?v=EywcNuYv6s4
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Die Macht der Lobbyisten wird selbst in der Süddeutschen zum Titel-Thema

Wenn wir eine gesunde Zukunft wollen, muss die Macht der Konzerne und der von ihnen beauftragten Lobbyisten gebrochen werden.
Wo wir gelandet sind, sehen wir an Umwelt, Gesundheit und Klima. Die Politik ist gekauft, die Jugend wenigstens auf der Straße.
In "Future 4 U" mache ich ihr Mut, dort solange zu bleiben bis der diese Pestbeule aufgestochen und Lobbyisten-Kaderschmieden wie CDU/CSU und FDP entlarvt und wenn sie weiterhin in sturer unnstarrer Engstirnigiet verharren, entsorgt sind.

Die SZ rekapituliert STreit um Glyphosat als Lehrstück:

7. August 2019, 04:50 Uhr
Streit um Glyphosat-Zulassung
Wie Lobbyisten Ministerien und Kanzleramt bearbeiteten
Landwirtschaft in der EU

Spuren hinterlassen: Ein Landwirt sprüht Pestizide auf sein Feld im brandenburgischen Prenzlau. (Foto: Sean Gallup/Getty)

Feedback

Ende 2017 winkte Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) die EU-weite Verlängerung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat als Vertreter Deutschlands durch.
Seine Kollegin aus dem Umweltministerium, Hendricks (SPD), war dagegen. Deutschland hätte sich wegen des Streits in der Regierung eigentlich enthalten müssen.
Akten aus beiden Ministerien geben einen tiefen Einblick, wie Lobbygruppen den Streit um Glyphosat zu beeinflussen versuchten.

Von Markus Balser und Michael Bauchmüller, Berlin

Dem Ansehen von Glyphosat drohte Schlimmes. Als die SPD in ihrer Parteizentrale im Herbst 2017 eine Fotoausstellung ankündigte, schrillten bei Lobbyisten in Berlin die Alarmglocken. Bilder des Fotografen Pablo E. Piovano sollten Folgen des Pestizids in Argentinien dokumentieren. Zu sehen: Missbildungen, kranke Körper von Landarbeitern und Kindern. Ihr Leid wurde auch Glyphosat zugeschrieben.

Der Deutsche Bauernverband reagierte giftig. Die Umweltministerin sollte auch noch die Eröffnungsrede zur Ausstellung "Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen" halten. Mit Interesse, aber "auch mit etwas Verwunderung" habe man die Ankündigung gelesen, schrieb Vizegeneralsekretär Udo Hemmerling an die Veranstalter. Argentinien sei nicht Europa. Hemmerling verlangte ein klärendes Gespräch - und zwar vor der Eröffnung.

Dass sich der Deutsche Bauernverband so intensiv um Kunstausstellungen im Willy-Brandt-Haus kümmert, kommt selten vor. Aber so ist die Stimmung im Herbst 2017. Konzerne, Verbände und Lobbyfirmen fühlen sich in der Defensive. Der öffentliche Druck gegen den Stoff, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen, wächst. Die Süddeutsche Zeitung hat Einblick in die Akten der Ministerien genommen, die sich seinerzeit über Glyphosat stritten, im Umweltministerium von Barbara Hendricks (SPD), aber auch beim Landwirtschaftsministerium von CSU-Mann Christian Schmidt und im Kanzleramt. Es sind Einblicke in die Lobbyarbeit im Zentrum der Macht. Denn in der Causa Glyphosat geht es um viel: um einen Milliardenmarkt, aber auch um die künftige Ausrichtung der Landwirtschaft. Und um die Frage, wer stärker ist: die Industrie oder die Umweltbewegung.
Landwirtschaft Wie Monsanto versuchte, deutsche Politiker zu beeinflussen
Lobbyismus
Wie Monsanto versuchte, deutsche Politiker zu beeinflussen

Eine PR-Agentur hat offenbar eine Art Ampel-Farbschema entworfen, in das sie für das Agrarchemie-Unternehmen Politiker eingeteilt hat. Darunter auch die ehemalige Bundesumweltministerin. Von Michael Bauchmüller
Berlin wird zum zentralen Schauplatz des Streits

Kern der Auseinandersetzung ist die erneute Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat. Die EU-Kommission ist dafür, doch im Kreis der Mitgliedstaaten findet sich keine Mehrheit - einige Staaten sind dafür, andere dagegen. Mittendrin steht Deutschland, wo Umwelt- und Landwirtschaftsministerium streiten. Wenn sich eine Bundesregierung nicht einigen kann, enthält sie sich - die Mehrheit für eine Verlängerung wäre futsch. So wird Berlin zum zentralen Schauplatz des Streits.

Um Früchte zu ernten, müssen auch Lobbyisten eine Saat ausbringen. Beackert werden nicht nur Minister, sondern auch Beamte des Regierungsapparats. Im Mai 2017 etwa nimmt die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat per Brief mit zwei Kanzleramtsbeamten Kontakt auf. Man fürchte, "dass die kommenden Monate von bestimmten Interessengruppen genutzt werden könnten, um Angst und Verwirrung in der Bevölkerung zu stiften", heißt es darin. Eine Reihe von Saatgut- und Chemiekonzernen hatte die AG gegründet, geführt wird sie von einer Darmstädter PR-Firma.

In einer ersten Welle geht es darum, sich in der Regierung als Opfer zu präsentieren. Lobbyismus stellen die versierten PR-Strategen der AG als Sache der anderen dar. Man sei darauf angewiesen, "dass Entscheidungsträger wie Sie, die in verantwortlicher Position stehen, sich nicht von Partikularinteressen vereinnahmen lassen, sondern das gesellschaftliche Allgemeinwohl im Blick behalten", erfahren die Kanzleramtsbeamten, und nahezu wortgleich Staatssekretäre des Agrarministeriums. Schon jetzt wolle man sich "für Ihren professionellen Umgang" bedanken. Schließlich vertraue die Arbeitsgemeinschaft ganz "auf Ihre Kompetenz und Ihr politisches Gespür in dieser Debatte".
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Preisliche Frontal-Angriffe des Pharmakonzerns Novartis
auf europäische Soidargemeinschafts-Versicherungssystem

Neben anderen Vorwürfen, wird deutlich, dass die preislichen Ausritte des Konzerns für die Versicherungen unverkraftbar sind. Eine einmalige Dosis von Zolgensma soll 2,1 Millionen Dollar kosten, die von Kymriah 370 000.- SFr.

Hier ein Artikel aus den NZZ-Papers von Dominik Feldges und Simon Hehli

US-Gesundheitsbehörde erhebt Vorwürfe wegen Gentherapie-Medikament

Sie gilt als das teuerste Medikament der Welt, die neue Gentherapie Zolgensma des Basler Pharmakonzerns Novartis. In den USA, deren Gesundheitsbehörde FDA vor knapp drei Monaten als erste Instanz überhaupt dem Präparat die Zulassung erteilt hat, kostet die einmalige Verabreichung 2,1 Millionen Dollar. Dieses Preisschild hat weltweit vor allem unter Patientenorganisationen und Gesundheitspolitikern für Unverständnis gesorgt, doch damit nicht genug: Novartis muss sich nun auch noch den Vorwurf gefallen lassen, bei der Erforschung dieses Produkts getrickst zu haben.

Die Zulassung bleibt

Der Fall ist durch eine Medienmitteilung der FDA bekanntgeworden. Die Behörde moniert, dass bei einem Tierversuch Daten manipuliert worden seien, die Eingang in das Zulassungsgesuch gefunden hätten. Der Pharmakonzern bzw. seine US-Tochterfirma Avexis habe den Vorfall zwar am 28. Juni 2019 von sich aus gemeldet, doch sei der positive Zulassungsentscheid schon am 24. Mai getroffen worden. Die FDA, die als strenge Behörde gilt und deren Entscheidungen weltweit Signalwirkung haben, sieht sich hinters Licht geführt. Sie hat angekündigt, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen und, falls angebracht, straf- oder zivilrechtliche Massnahmen zu ergreifen.

Die Androhung kommt für Novartis zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Medikamentenhersteller hat die vergangenen eineinhalb Jahre unter der Führung des neuen Konzernchefs Vas Narasimhan grosse Anstrengungen unternommen, um mit alten, umstrittenen Praktiken aufzuräumen. Diese hatten vor allem die Verkaufsorganisation betroffen und dem Konzern wiederholt Gerichtsfälle eingetragen, die teilweise noch hängig sind oder lediglich mithilfe millionenteurer Vergleiche beigelegt werden konnten.

Die Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung, die sich der Multi pro Jahr rund 9 Milliarden Dollar kosten lässt, standen bis anhin nicht im Fokus der Anschuldigungen. Umso schmerzhafter sind für Novartis die gegenwärtigen Vorwürfe. Die Gruppe bestreitet den Vorfall bei Avexis nicht. Sie hat – wie in solchen Fällen üblich – die volle Zusammenarbeit mit der FDA zugesichert.

Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich für das Unternehmen gleichwohl in Grenzen halten. Die FDA hat darauf verzichtet, Zolgensma die Bewilligung für die Vermarktung zu entziehen. Auslöser dafür war der Umstand, dass offenbar nur wenige Daten manipuliert worden sind. Die hohe Sicherheit und Wirksamkeit des gegen spinale Muskelatrophie eingesetzten Medikaments seien nach heutigem Kenntnisstand nicht infrage gestellt, hält die Behörde fest. Damit verspricht Zolgensma weiterhin ein gutes Geschäft für den Pharmakonzern zu werden. Analytiker und Novartis selber erwarten für das Produkt jährliche Spitzenumsätze von mehr als einer Milliarde Dollar.

Eine andere Frage ist, wie sich der Vorfall auf das Image des Konzerns auswirken wird. Um besonders talentierte Wissenschafter anzuziehen, ist die Firma auf einen tadellosen Ruf angewiesen. Sie benötigt einen solchen zudem in den vielen noch bevorstehenden Diskussionen über die neuartigen Gen- und Zelltherapien. Das Verständnis dafür zu wecken, weshalb solche Behandlungen einen hohen sechs- oder gar siebenstelligen Betrag wert sind, ist nicht einfach.

Explodieren die Kosten?

Eine andere Novartis-Therapie, die für Schlagzeilen sorgt, ist Kymriah. Die Kur kommt bei Leukämie zum Einsatz und wird für jeden einzelnen Patienten aus körpereigenen Immunzellen hergestellt – ein hochwirksames Verfahren. Doch es hat einen hohen Preis, rund 370 000 Franken. Die neuen Therapien, zu denen Kymriah oder Zolgensma zählen, stellen das Gesundheitswesen vor grosse Herausforderungen: Ziel muss es sein, dass alle Patienten möglichst rasch Zugang zu bahnbrechenden Behandlungen erhalten, ohne dass die Kosten zulasten der Prämien- und Steuerzahler explodieren. In der Schweiz betragen die Medikamentenkosten derzeit 10 Milliarden Franken, die massgeschneiderten Therapien dürften hier für einen Schub sorgen. Die Politik ist auf «disruptive Technologien» à la Kymriah jedoch nicht vorbereitet, wie der Jurist und Ethiker Bernhard Rütsche im Gespräch mit der NZZ sagt.

Aus dem NZZ-E-Paper vom 08.08.2019
--
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Abgeordneten-Watch: verdeckte Parteispenden und Lobbyismus

- Von Konzernen gekaperte Politik als Erklärung für unser Elend auf vielen Ebenen

CDU/CSU und FDP, die wohl am meisten abkassieren und als Lobbyisten-Highend-Kaderschmieden bekannt sind, verweigern - wie bei ihnen schon üblich – im Gegensatz zu SPD und Grünen ihre Unterstützter offenzulegen. Alle kassieren aber auf diesem Weg und umgehen damit das Parteispenden-Gesetz. Diese Um- und Missstände unterminieren ein sowieso schon dubioses Machtgeflecht.
Vor allem die Jungen, die jetzt mit so viel Recht an den Frei-Tagen auf die Straßen gehen und denen ich gerade das E-Book „Future 4 U“ auf den Leib geschrieben habe, sollten wissen, wem sie gegenüber stehen. Diese Parteien lassen sich jederzeit kaufen, und sind auch immer bereit, andere zu kaufen, auch Euch. Also passt auf und lasst Euch nicht billig abspeisen.

Hier der Bericht:
Reemtsma verteilt Zigaretten, bei Huawei gibt es umsonst Weißwein und um die Lobbyist:innen von Audi kommen wir gar nicht erst umhin, die stehen nämlich direkt am Eingang.
Was wie ein Messebesuch anmutet, spielt sich in Wirklichkeit auf dem diesjährigen Parteitag der FDP ab. Und dort wimmelt es nur so von Lobbyist:innen: Beinahe 50 Unternehmen und Verbände sind gekommen.
Während man bei Wohlfühlatmosphäre versucht die Delegierten von den eigenen Interessen zu überzeugen, ist ein weiterer Grund ausschlaggebend für die Präsenz der Lobbyist:innen auf diesem und anderen Parteitagen:
Über zum Teil vollkommen überzogene Standgebühren – in einigen Fällen fließen fünfstellige Beträge – pumpen Unternehmen und Wirtschaftsverbände jedes Jahr Zigtausende in die Politik. Ein anderes beliebtes Mittel im sogenannten Parteisponsoring ist der Anzeigenkauf in parteieigenen Publikationen, die mitunter sogar teurer sind als eine Annonce im SPIEGEL.


Geldgeber:innen im Dunkeln



Im Gegensatz zu Parteispenden, die ab einer Höhe von 50.000 Euro sofort veröffentlichungspflichtig sind, bleiben die Geldgeber:innen beim Parteisponsoring komplett im Dunkeln. Darüber hinaus können Unternehmen diese Zahlungen sogar noch von der Steuer absetzen.
2017 belief sich der Posten in den Rechenschaftsberichten der Parteien, in dem zu einem Großteil Sponsoringeinnahmen enthalten sind, auf sage und schreibe 33,2 Millionen Euro – allein die FDP kassierte auf ihrem Parteitag im April 90.000 Euro.
Über das Parteisponsoring nehmen Unternehmen und Wirtschaftsverbände massiven Einfluss auf die Politik und wir Bürgerinnen und Bürger bekommen davon nichts mit. Weil geheimer Lobbyismus aber Gift für unsere Demokratie ist, macht abgeordnetenwatch.de diese Einflussnahme öffentlich!
So haben wir in mühsamer Arbeit etwa die Sponsor:innen der vergangenen Parteitage von Union und FDP recherchiert und veröffentlicht – anders als bei SPD und Grünen wollte man uns die Geldgeber:innen dort nämlich nicht nennen (AfD und Linke vermieten laut eigenen Angaben keine Parteitagsstände gegen Geld).
Es ist an uns Bürgerinnen und Bürgern unsere Demokratie zu schützen. Wenn wir geheimen Lobbyismus nicht stoppen, haben wir am Ende alle das Nachsehen.
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Am 6. August 2019, in der SZ zum Klimawandel

In Europa wird das Wasser knapp

Weltweit sind 17 Staaten, darunter Indien, von "extrem hohem Wasserstress" betroffen. Diese Staaten verbrauchen fast alle zur Verfügung stehenden Wasserressourcen.
Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resource Institute (WRI) hervor. Die Forscher warnen vor zunehmenden Engpässen, vor allem in Metropolen.
Auch in Deutschland leiden einige Regionen unter hohem Wasserstress. Das bedeutet, dass die Konkurrenz um die Ressource wächst.

Ein Viertel der Menschheit lebt in Staaten, die von akutem Wassermangel bedroht sind. Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resources Institut (WRI) hervor, den die Organisation am Dienstag in Washington vorstellte.

Laut den Forschern leiden heute bereits 17 Staaten unter "extrem hohem Wasserstress". Sie verbrauchen jährlich mehr als 80 Prozent des verfügbaren Grund- und Oberflächenwassers, etwa aus Seen und Flüssen. Die Folge ist eine verschärfte Konkurrenz um die Ressource, etwa zwischen Landwirtschaft und Haushalten. Zwölf dieser wasserarmen Staaten liegen im Nahen und Mittleren Osten, darunter Iran, Pakistan oder Israel. Wasserknappheit könnte dort bestehende politische Spannungen verschärfen.
Auch Deutschland ist zunehmend betroffen

Jedoch wird das Wasser auch in Europa knapper. Laut den Daten des WRI leiden sieben EU-Staaten, darunter Spanien, Italien und Belgien, unter hohem Wasserstress. Auch in Deutschland fallen viele Regionen in diese Kategorie, etwa Hessen oder Brandenburg. "Wir haben durch die Hitzesommer gesehen, dass Wasser bei uns zu einem knappen Gut werden kann", sagt Dietrich Borchardt, Leiter für Aquatische Ökosystemanalyse am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Wasser werde zwar nicht unbedingt für die Verbraucher knapp, sagt Borchardt, "aber für die Wälder, die Felder, die Schifffahrt, die Kühlung von Kraftwerken und viele weitere mehr".
Umwelt Nur einen Zoll von der Katastrophe entfernt Bilder
Wasserknappheit in Indien
Nur einen Zoll von der Katastrophe entfernt

Die Reservoirs sind fast ausgetrocknet, die Nerven liegen blank: Akuter Wassermangel in der indischen Metropole Chennai zeigt, was Megacities weltweit in den kommenden Jahren droht. Von Arne Perras, Singapur

Mit Indien ist zudem das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung in die Gruppe mit "extrem hohem Wasserstress" aufgerückt. Im Juni brach in der Millionenstadt Chennai eine Wasserkrise aus, nachdem alle Reservoirs fast austrockneten. Metropolen sind durch Bevölkerungswachstum, verbunden mit steigendem Verbrauch teilweise anfälliger für Wasser-Schocks, etwa wenn lange Zeit der Regen ausbleibt. Meist sind die Engpässe aber auch Missmanagement und schlechter Planung geschuldet. In Jakarta etwa beziehen die meisten Einwohner ihr Wasser wegen der schlechten Versorgung aus selbst gegrabenen Brunnen, was den Grundwasserspiegel fallen lässt. Die Stadt droht deshalb im Meer zu versinken.

Der Klimawandel könnte viele negative Entwicklungen noch verstärken. Falls das Wasser weiter gemanagt werde wie bisher, und die Klimamodelle sich als korrekt erwiesen, erklärt die Weltbank in einer Studie, "dann wird Wasserknappheit sich in Regionen ausbreiten wo sie derzeit nicht existiert, und sich in Regionen, wo Wasser bereits knapp ist, massiv verschlimmern".

Von Christoph von Eichhorn

Es ist Zeit etwas zu tun:
Wer, wenn nicht wir,
wann, wenn nicht jetzt.
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Die "Fridays" und "Future 4 U"

Selbst wenn die Klimaveränderung gänzlich natürlich wäre, was ich nicht glaube und wogegen wirklich viel spricht, wäre eine rasche nachhaltige Politik, um sie wenigstens zu bremsen, immer noch alternativlos.
Natürlich gibt es noch andere Probleme, aber deswegen in diesem einen Bereich nichts zu tun, wie die Gerontokraten in der Politik das seit so langem vorexerzieren, bleibt doch völlig daneben. Erneuerbare Energien voranzubringen, ist jedenfalls gut. Die REsourcen und die Umwelt zu schonen alternativlos.
Greta hat da doch viel Dynamik hineingebracht, selbst die Verlierer-Combo in Berlin wankt, was bei ihrer Starr- und Sturheit ja schon ein enormer Fortschritt ist.
Und Greta geht mit gutem Beispiel voran, vor allem isst sie der Umwelt zu Liebe pflanzlich. Von welchem Politiker ließe sich das sagen?

So empfehle ich weiter, Ihr zu folgen, statt in nörgelndem NIchtstun zu verharren, in intellektueller Besserwisserei. Wer Augen hat, kann doch sehen, dass Mutter Natur und Mutter Erde in Schutz genommen werden müssen vor Vater Staat und seinen Sponsoren, bzw. Konzernen.

In der Schweizer NZZ eine Einschätzung der

Umweltaktivistin Greta Thunberg mit der typischen Überschrift:

Klima-Ikone mit begrenzter Wirkung

Seit Monaten kommt die junge Schwedin nicht aus den Schlagzeilen: Greta am WEF, beim Papst, beim französischen Präsidenten. Die Initiantin der «Fridays for Future»-Bewegung, die mit ihrem Kampf gegen die Klimaerwärmung zur Ikone geworden ist, liest Politikern und Wirtschaftsvertretern allenthalben für ihre Untätigkeit die Leviten. Bald wird Greta mit einem emissionsfreien Segelboot den Atlantik überqueren. Und für den Friedensnobelpreis ist sie auch schon vorgeschlagen.

Die einen verehren die 16-jährige Umweltaktivistin schon fast wie eine Heilige, andere decken sie mit Schmähungen ein. Was steckt hinter dem Phänomen Greta Thunberg? Ist sie ein Produkt cleverer Marketingstrategen, die Profit aus dem medialen Hype schlagen? Verbirgt sich gar eine knallharte politische Agenda hinter ihren Auftritten? Oder ist sie eine selbstbestimmte Kämpferin voll ansteckendem jugendlichem Idealismus? In ihren öffentlichen Auftritten wirkt Greta bemerkenswert authentisch. In einem TV-Interview der deutschen Journalistin Anne Will Ende März 2019 argumentiert Greta durchdacht, konsistent und sachlich beschlagen. Der mediale Aufruhr um ihre Person steht in scharfem Kontrast zu ihrem scheuen Wesen. Sie liefert dafür gleich selber eine Erklärung: Greta leidet am Asperger-Syndrom, einer autistischen Störung, die ihr die Kommunikation mit ihrer Umwelt erschwert. Die Krankheit befähigt sie aber auch, wie sie betont, sich völlig auf ein Thema zu fokussieren und alles darum herum auszublenden. Was ihren Einsatz für den Klimaschutz betrifft, bedeutet dies: «Für mich gibt es nur schwarz und weiss.» Das passt zur Radikalität ihrer Aussagen und Forderungen.

Was heisst das nun? Mithilfe der sozialen Netzwerke ist die Klimafrage via Greta in kürzester Zeit im Bewusstsein eines breiten Publikums an prominente Stelle gerückt. Das ist grundsätzlich zu begrüssen, selbst wenn die Huldigungen, die ihr zuteilwerden, oft anbiedernd wirken. Auf einem ganz anderen Blatt steht indes, ob Gretas Aktionen nachhaltige Wirkung entfalten oder eines Tages folgenlos verpuffen. Was die Umweltaktivistin und viele ihrer Anhänger in ihrer Kompromisslosigkeit übersehen: Die Klimaerwärmung ist in der Tat eine grosse Herausforderung, aber die Welt hat noch viele andere Probleme wie Krieg, Armut oder Migration. Bei deren Bekämpfung entstehen oft schwer lösbare Zielkonflikte. Der Ausstieg aus den fossilen Energien etwa lässt sich nicht kurzfristig bewerkstelligen, ohne spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Leben breiter Bevölkerungsschichten. Die Gelbwesten in Frankreich mit ihrem Protest gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise zur Durchsetzung der Energiewende sind nur ein Beispiel hierfür. Greta taugt als Symbol, aber sie ist kein Vorbild zur praktischen Problemlösung. Denn Massnahmen gegen den Klimawandel müssen auch politisch durchsetzbar sein, sonst bringen sie nichts.

Und der Mensch Greta? Sie, die sich vegan ernährt, keine neuen Kleider kauft und nicht fliegt, ist glaubwürdig. Ihre Hingabe an eine Sache, die ihrem Leben nach einer Depression neuen Sinn verleiht, wie sie selber bestätigt, beeindruckt. Doch sie ist längst – auch – zum Produkt eines medial getriebenen Zeitalters geworden, das Helden erschafft, in deren Strahlglanz zahlreiche Nutzniesser ihr ureigenes Süppchen kochen. Diese Helden sind oft rasch wieder vergessen. Greta ist sich dessen bewusst. Es bleibt zu hoffen, dass sie den Schritt in ein anderes Leben dereinst erfolgreich bewältigt, innerlich wie äusserlich.

Aus dem NZZ-E-Paper vom 06.08.2019
--
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Betrug mit Kontrastmitteln
aus der SZ vom 1.8.19

Kontrastmittel werden Patienten gespritzt, um etwa Krebsherde oder verstopfte Herzkranzgefäße besser diagnostizieren zu können.
In einigen Bundesländern bereichern sich Radiologen mit Kontrastmitteln, die sie günstig einkaufen und den Krankenkassen teuer in Rechnung stellen. Das zeigen interne Unterlagen von Radiologiepraxen und Pharmaherstellern. Bundesweit belaufen sich die Verluste für das Solidarsystem auf fast 200 Millionen Euro.

Von Christina Berndt und Markus Grill

In fünf Bundesländern können Radiologen auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr Zehntausende Euro zusätzlich verdienen, indem sie bestimmte Medikamente billig einkaufen, für die sie dann von den Kassen teure Pauschalen erhalten. Das ergeben Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR in internen Unterlagen von Radiologiepraxen und Pharmaherstellern.

Bei den Medikamenten handelt es sich um Kontrastmittel, die Ärzte ihren Patienten bei Untersuchungen im Computertomografen (CT) oder Magnetresonanztomografen (MRT) spritzen, um etwa Krebsherde oder verstopfte Herzkranzgefäße besser diagnostizieren zu können. So konnten Radiologen in Bayern in einem Fall das MRT-Kontrastmittel "Dotagraf" der Bayer-Tochter Jenapharm zum Preis von 760 Euro je Liter einkaufen und bekamen es mit 3900 Euro vergütet. Bayer nahm dazu auf Anfrage keine Stellung. Auf diese Weise sind mit einem einzigen MRT-Gerät Zusatzeinnahmen von knapp 100 000 Euro pro Jahr möglich. Bundesweit belaufen sich die Verluste für das Solidarsystem auf fast 200 Millionen Euro.

Außer in Bayern können Radiologen auch in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Kontrastmittel über Pauschalen abrechnen. Wie niedrig die Einkaufspreise mitunter sind, haben Hersteller, Zwischenhändler und Ärzte bislang geheim gehalten - auch vor den Krankenkassen. NDR, WDR und SZ liegen nun erstmals Einkaufsrechnungen von Radiologen und Lieferangebote von Firmen vor, die zeigen, zu welchen Preisen Ärzte diese Präparate tatsächlich einkaufen.
Ärzten ist es eigentlich nicht gestattet, an der Weitergabe von Heilmitteln zu verdienen

Der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer hält das Modell für "strafwürdig". Die Pauschalen nützten "weder den Patienten noch den Krankenkassen und dem Solidarsystem. Sie führen zur ungerechtfertigten Bereicherung von Einzelnen, und das ist nicht zu akzeptieren". Außerdem ist es Ärzten eigentlich nicht gestattet, an der Weitergabe von Arznei- oder Heilmitteln zu verdienen. Fischer fordert deshalb die Krankenkassen auf, dieses Modell zu beenden. Der Gesetzgeber solle dafür sorgen, dass die enormen Zusatzgewinne untersagt werden.

Außerdem besteht der Verdacht, dass mehr Patienten Kontrastmittel erhalten als nötig. Dies legt ein Vergleich von 28 radiologischen Praxen nahe. Kontrastmittel können Allergien auslösen und im Einzelfall auch schwere Nebenwirkungen haben. Stefan Delorme vom Deutschen Krebsforschungszentrum sagt: "Niemand sollte sie bekommen, wenn er sie nicht braucht." Das Bundesgesundheitsministerium teilte auf Anfrage mit, man sehe die Verantwortung bei den Kassen. Diese müssten sich an das Wirtschaftlichkeitsgebot halten. Die AOKs in den betroffenen Ländern lehnten Interviews zum Thema ab. Die AOK Bayern kündigte aber nach Konfrontation mit den Recherchen an, "künftig eine Vergütung auf Grundlage von Marktpreisen" erzielen zu wollen. Die AOK Nordwest prüft, ob sie Kontrastmittel ausschreibt.
... See MoreSee Less

View on Facebook

2 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Ich freue mich, euch mein neuestes und schönstes Peace-Food Buch vorstellen zu dürfen. ... See MoreSee Less

View on Facebook

3 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden Kirchen zu Mega-Churches

Jesus Christus, Amerikas Superstar

Mit Pop-Musik und Videoinstallationen ziehen «Megachurches» Zehntausende von Gläubigen an

Marie-Astrid Langer, Houston

Man könnte meinen, statt eines Gottesdiensts finde ein Pop-Konzert in Houstons Innenstadt statt. Schon im Parkhaus dröhnt den Besuchern Musik aus Lautsprechern entgegen. Kinder, Alte und schwere Jungs strömen aus Seitenstrassen in Richtung der Event-Halle. «Welcome to Lakewood Church», begrüssen freiwillige Helfer auf dem Trottoir und schütteln die Hand. «Ich bin so froh, dich zu sehen!» Es ist ein typischer Samstagabend in einer der grössten Kirchengemeinden Amerikas. Rund 50 000 Gläubige besuchen jede Woche einen der fünf Gottesdienste der Lakewood Church, vier finden allein an diesem Wochenende statt. Wo früher Zehntausende von Basketball-Fans die Heimspiele der Houston Rockets bejubelten, füllen heute Gläubige die Ränge. Gutgelaunte Mitarbeiter weisen den Gästen den Weg in die Arena, in Spielecken für jede Altersgruppen können Eltern ihre Kinder abgeben.

Die Show hat bereits begonnen, eine zwölfköpfige Band – begleitet von Nebel- und Lichtmaschinen – rockt zu «Jesus loves me». Statt eines Kreuzes steht eine Weltkugel in der Mitte der Bühne. Die Besucher reissen die Arme in die Luft, singen mit und tanzen. Kameras an ferngesteuerten Kränen zeichnen alles auf und übertragen die Show auf LED-Leinwände – und auf Bildschirme im ganzen Land: Jede Woche verfolgen Millionen die Lakewood-Gottesdienste im Lokalfernsehen, Internet und über die Smartphone-App.

Kirche in Hightech

Orgel und Altar waren gestern. Neben Lakewood gibt es heute etwa 1750 solcher «Megachurches» in den Vereinigten Staaten – protestantische Kirchengemeinden, die jede Woche mindestens 2000 Besucher mit Pop-Musik und Videoeinlagen anlocken. «Sie sind die Antwort der Kirchen auf eine zunehmend technologisierte und individualisierte Gesellschaft», sagt Scott Thumma, Wissenschafter am Hartford Institute for Religion, im Gespräch.

Die meisten «Megachurches» stehen in Amerikas Grossstädten und deren Einzugsgebiet; allein in der Agglomeration von Houston gibt es rund 40. Doch es wäre falsch, die Riesenkirchen als Phänomen des «Bible Belt» abzustempeln, also jener streng religiösen Region im Südosten Amerikas. Megakirchen sind ein landesweites Phänomen. Selbst im sonst so weltlichen Kalifornien predigen tätowierte Pfarrer zu Hip-Hop-Musik vor Tausenden in umgebauten Kinos.

Wer das Phänomen verstehen will, muss begreifen, welche Rolle Religion in der amerikanischen Gesellschaft spielt. Die Kirchengemeinde ist das Zentrum des sozialen Lebens vieler Amerikaner, der sonntägliche Kirchenbesuch fest im Wochenrhythmus verankert. Politiker wie Sportler zitieren selbstverständlich Bibelverse. Rund 50 Prozent der Amerikaner verlangen gemäss dem Pew Research Center von ihrem Präsidenten, den eigenen Glauben zu teilen. «Die Religion berührt jeden Aspekt unseres Lebens», erklärt der Religionswissenschafter Michael Emerson von der North Park University.

Dabei ist die Trennung von Kirche und Staat im ersten Verfassungszusatz festgeschrieben, sie war ein Pfeiler für die Gründung Amerikas. Doch genau deswegen dominiere das Christentum heute, glaubt Emerson. «Die Christen hier hatten keine staatliche Unterstützung und mussten mit anderen Religionen in Wettbewerb treten.» Deswegen gebe es in den USA auch viel mehr Ausprägungen des Protestantismus – jegliche Nische würde bedient.

Mark Chaves, Religionswissenschafter an der Duke University, sieht auch andere Erklärungen dafür, warum Religion den Amerikanern derart wichtig ist. Es gebe kein staatliches soziales Netz wie in europäischen Ländern, sagt er, die Kirchen glichen dies aus. Zudem seien Gotteshäuser für Afroamerikaner lange der einzige Ort gewesen, an dem sie ungestört zusammenkommen konnten – und diese Bedeutung wirke bis heute nach. «Es gibt nicht eine klare Antwort auf das Warum, aber sicher ist, dass Amerika religiöser ist als der Rest der westlichen Welt», sagt er.

Dass dem bis heute so ist, hat die Kirche auch den «Megachurches» zu verdanken. Angesichts der gesellschaftlichen Umwälzungen der 1968er Jahre sahen sich Amerikas Kirchengemeinden mit sinkenden Besucherzahlen konfrontiert. Ein pfiffiger Pfarrer namens Bill Hybel zog in den 1970er Jahren durch die Vororte Chicagos und fragte die Anwohner, warum sie denn nicht mehr in seine Kirche kämen. Danach passte er seinen Gottesdienst ihren Antworten radikal an. Er schaffte das Kreuz am Altar ab und fügte Leinwände, Pop-Musik und zeitgenössische Predigten hinzu – und schuf damit das Fundament dafür, dass seine Willow Creek Church bald eine der ersten Megakirchen Amerikas wurde. Der Fokus auf die «Kunden» inspirierte andere Gemeinden. Inzwischen sind Megakirchen die einzige Kirchenart im Land, die ungebrochen wächst – über alle Altersgruppen. Die grössten der Riesenkirchen wie Lakewood betreiben Zweigstellen, eigene Radio- und Fernsehsender und organisieren Konferenzen, um Skaleneffekte zu erreichen. «Pastorpreneurs» nennen sich die geschäftstüchtigen Gottesmänner stolz.

Der Pfarrer als Rockstar

Gemein ist allen Megakirchen auch ein Fokus auf den Pfarrer – oder ein Pfarrer-Ehepaar im Fall der Lakewood Church. Joel und Victoria Osteen sind die Rockstars der Kirchengemeinde, ihre Namen prangern wie ein Werbeschild an der Aussenwand der Arena. Nach 45 Minuten Pop-Konzert präsentieren sich die beiden erstmals der Menge, eine Hebebühne fährt sie aus dem Boden hervor. «Hallo Lakewood, danke, dass ihr gekommen seid», ruft Joel Osteen und streckt mit seiner Frau die Hand wie zum Sieg empor. Die Halle bebt.

Osteen – volles, lockiges Haar und eine drahtige Figur – ist einer der bekanntesten Pfarrer Amerikas. Der 56-Jährige hat keine theologische Ausbildung, sondern hat Fernsehwissenschaften studiert. Sein Vater John war ein ehemaliger Baptistenpfarrer aus dem Süden, der Lakewood als freie Strömung gegründet hatte. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm Osteen 1999 die Leitung der Kirche – und verhalf Lakewood zum Durchbruch: Die wöchentlichen Besucherzahlen explodierten von 6000 auf 30 000 im Jahr 2005 und erreichen inzwischen mehr als 50 000 Personen.

Loslösung von der Kirchenlehre

Heute ist Lakewood Church ein erfolgreiches Unternehmen mit Einnahmen von 89 Millionen Dollar allein im Jahr 2017. Auch privat profitieren die Osteens vom Erfolg der Kirche: Mit ihren zwei Kindern leben sie in einer 12-Millionen-Dollar-Villa am Stadtrand von Houston mit 13 Zimmern und 5 Feuerstellen, wie der «Houston Chronicle» schreibt. Für die Osteens ist das kein Widerspruch zum Christentum, denn sie predigen die «Prosperity Gospel». Diese zum Teil umstrittene Richtung innerhalb des Protestantismus besagt, dass derjenige persönlichen und materiellen Erfolg hat, der viel an Gott – sprich die Kirche – spendet. Überspitzt könnte man sagen, dass man Gott manipulieren kann, um materiellen Wohlstand zu erreichen. Etwa ein Viertel der «Megachurches» predigen diese Lehre. Bemerkenswert sei auch, dass inzwischen etwa ein Drittel der Megakirchen nicht mehr konfessionsgebunden sei, sagt der Religionswissenschafter Thumma vom Hartford Institute. Um möglichst viele Gläubige anzulocken, legten sich viele Megakirchen nicht auf eine Lehrmeinung fest. «Traditionelle Kirchen sind wie Boutiquen», sagt er. Der Kunde wisse genau, was er wolle. «Megakirchen sind dagegen wie Shoppingmalls, dort findet jeder irgendwo irgendetwas, das ihm gefällt.»

So ist es auch in der Lakewood Church. Harte Fragen, etwa zu Abtreibungen oder Homosexualität, kommen in dem fast zweistündigen Gottesdienst nicht auf. Osteens Predigt erinnert eher an ein Motivationstraining im positiven Denken. «Hier sind keine Opfer, sondern Sieger», ruft er der Menge zu und gestikuliert überdeutlich, um auch die Zuschauer vor den Bildschirmen zu überzeugen. «Ihr könnt alles erreichen, was ihr wollt. Euer Glaube erschafft das, was als Nächstes passiert.» In der Arena gibt es an diesem Abend keine «Gescheiterten», nur «Lernende». Einige Besucher machen sich Notizen in mitgebrachte Bücher.

Auch Katholiken kommen in Lakewood auf ihre Kosten. Dreissig Minuten vor jedem Gottesdienst können sie die Eucharistie feiern, in einem Nebenraum der Arena drängen sich etwa hundert Gläubige. Statt einer Hostie und Wein bekommt jeder einen Behälter in die Hand gedrückt, der wie ein kleiner Becher Kaffeerahm aussieht. Darin schwappt ein Schluck Traubensaft, in den Deckel ist eine Mini-Oblate geklebt. «Das ist mein Leib, den ich für euch hingegeben habe», steht darauf in Serifenschrift. Nach zehn Minuten ist die Fast-Food-Kommunion vorbei.

«Gott liebt Spender!»

Das Management der Kirche ist sehr darauf bedacht, Osteens Reputation vor Kritik zu schützen. Seit 2005 bezieht er kein Gehalt mehr von der Kirche, sondern lebt allein von den Tantièmen seiner zehn Bestseller. Folglich tritt auch nicht er, sondern seine Frau Victoria gegen Ende des Gottesdienstes auf die Bühne und bittet die Gläubigen um Spenden. «In der Bibel heisst es, gebe ein Zehntel deines Einkommens», sagt sie und reckt das Gottesbuch in die Höhe. «Gott liebt einen fröhlichen Spender!» Wie aus dem Nichts tauchen am Ende jeder Sitzreihe Mitarbeiter auf, die Plastik-Eimer herumreichen.

Besucher von Megakirchen spenden nicht unbedingt mehr, wie die Studien des Religionswissenschafters Thumma gezeigt haben, aber die Masse an Besuchern sorgt letztlich für enorme Einnahmen. Thumma kritisiert, dass viele Megakirchen sich trotzdem wenig um die breitere Gesellschaft kümmerten. Auch während der Verwüstungen durch den Hurrikan «Harvey» 2017 öffnete die Lakewood Church ihre Türen zunächst nicht. «Die Kirche selbst verschlingt enorm viel Geld für das Unterhaltungsprogramm», sagt Thumma. Zusätzliche Einnahmen verschafft der angegliederte Geschenkladen: Ein T-Shirt mit dem Lakewood-Logo kostet 15 Dollar, eine Tasche mit dem Aufdruck «Amen» ebenfalls.

Kritiker sehen in den «Megachurches» eine «Disneyisierung» der Kirche, eine Verdummung von Religion, in der Glaube zum Erlebnis werde und Jesus zum Produkt. Der Religionswissenschafter Thumma beurteilt das anders. Megakirchen schafften es, Personen anzulocken, die sonst nicht in die Kirche kämen, zeigten Befragungen. Zudem seien Megakirchen viel durchmischter als traditionelle Gotteshäuser. «Diese Diversität innerhalb einer einzigen Gemeinde ist faszinierend.» Auch in anderen Ländern gebe es «Megachurches», vor allem in Asien; aber sie alle blickten auf Amerikas Riesenkirchen, um Inspiration und neue Ansätze zu finden.

In der Arena in Houston endet nach gut neunzig Minuten der Gottesdienst. Die Show ist damit noch nicht vorbei – als Zugabe gibt es jeden Samstagabend eine Taufe. Im dritten Stockwerk liegen die Bademäntel und die vorgedruckten Urkunden schon bereit.

Aus dem NZZ-E-Paper vom 26.07.2019
... See MoreSee Less

View on Facebook

3 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Danke für die Glückwünsche, sind gut angekommen und ich habe auch viel Glück gehabt und habe es immer noch. Danke auch dafür!

Tja, der 68-er ist gerade 68 geworden.

Mit den Geburtstagen halte ich es wie der amerikanischer Dichter Mark Twain:

"Das Geheimnis des Glücks ist,
statt der Geburtstage die Höhepunkte des Lebens zu zählen."

Viele wunder-volle Sternstunden wünsche ich Euch allen!
... See MoreSee Less

View on Facebook

3 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Wunder-voller Film - gedeutet in Hollywood-Therapie

Das brandneue Testament (2015, 113 Min.) von
Jaco Van Dormael

Gott existiert und lebt in Brüssel! Er, der Allmächtige (Benoît Poelvoorde), ist aber nicht der gütige Allvater und besonnene Weltenlenker, sondern ein griesgrämiger, gelangweilter Familientyrann.
Er bewohnt mit seiner Frau, der Göttin (Yolande Moreau), und seiner Tochter Ea (Pili Groyne) eine heruntergekommene 3-Zimmer-Wohnung in Brüssel. Seiner Frau verbietet er das Wort, seine Tochter verprügelt er und ansonsten sitzt er in seinem Büro, das keiner betreten darf und denkt sich an seinem Computer fiese Gebote aus, mit denen er die Menschen quälen kann.
Ea hat es irgendwann satt, eingesperrt und der väterlichen
Willkür ausgesetzt zu sein. Sie will auch all die Bosheiten, die er den Menschen antut, nicht mehr akzeptieren. So hackt sie sich heimlich in seinen Computer und schickt allen Menschen per SMS deren Todesdatum. Nach gelungener Flucht macht sie sich unter Anleitung ihres Bruders Jesus auf den Weg, ein brandneues Testament zu schreiben. Im Mittelpunkt dieser neuen „heiligen“
Schrift stehen die Lebensgeschichten von sechs Menschen, die zu modernen Aposteln auserwählt wurden.

Inzwischen ist aber seit dem Bekanntwerden aller Todesdaten auf der Welt nichts mehr, wie es war. Die nun weltweit am häufigsten gestellte Frage lautet „Wie verbringe ich den Rest meines Lebens?“.
Da Gott klar ist, dass er dadurch die Macht über die Menschen verloren hat, die sich nun mit diesem Wissen nicht mehr von seinen boshaften Geboten schikanieren lassen, macht er sich auf die Suche nach seiner Tochter. Angekommen auf der Welt, fällt er nun in alle Gruben, die er selbst gegraben hat.

Deutungen:
In diesem Film findet man bei genauerem bzw. mehrmaligem
Hinsehen einige Deutungsebenen. Die Geschichte beginnt mit einer systemischen Familienebene. Fast parallel dazu läuft eine mythologisch-archetypische. Der Hauptteil handelt von dem urmenschlichen Angst-Thema, der Konfrontation mit unserer Sterblichkeit. Über allem schwebt die Frage nach unserem Gottesbild.

Deutung 1:
Die Familienstruktur, in der Gott, die Göttin und ihre Tochter
Ea leben, ist eine patriarchalisch eingefahrene, kranke und destruktive: der tyrannische Vater, die willensschwache, zum Schweigen verurteilte Mutter und die aufbegehrende Tochter, die all dem ausgeliefert ist. Ea aber ist als Kind mit der Zukunft und dem Traum von einer besseren Welt verbunden. Deshalb ist sie es auch, die aus dem verfahrenen Gefängnis der überkommenen
Familienstruktur der Eltern ausbricht, um deren Fehler wieder gut zu machen und damit das ganze System (einschließlich der Menschheit) aus diesem Sumpf zu befreien.
Therapeutisch gesehen ist es immer so: Wenn auch nur einer aus einem kranken, entwicklungsfeindlichen (Familien-)System aussteigt, verändert sich zwangsläufig das ganze System und Leben und Entwicklung können weitergehen.

Deutung 2:
Auf dieser Ebene begegnen uns Gott und die Göttin als Repräsentanten der vorherrschenden patriarchalen und der entmachteten matriarchalen Gesellschafsstruktur. Schon in der Antike wurde mit der Übernahme der Herrschaft durch die männlichen Gottheiten der Kult der Großen Göttin zum Schweigen gebracht, der über sehr lange Zeit im Mittelpunkt des religiösen Lebens stand. In diesem Sinn beklagt Ea wohl zu Recht, dass alle von Gottes Sohn sprechen, aber niemand von seiner Tochter.
Das archetypisch männliche Prinzip (das natürlich nicht auf
Männer beschränkt ist) zeichnet sich durch Konkurrenz-Kampf und die Haltung „Jeder gegen jeden“ aus. Das archetypisch Weibliche ist dagegen schon durch die biologische Gegebenheit von Schwangerschaf und Geburt auf Lebenserhaltung und Mitgefühl ausgerichtet und steht unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“.
So ersinnt auf dieser Ebene Gott in Form seiner Gebote die
absurdesten Bosheiten, um es den Menschen schwer zu machen und vor allem ganz klar zu zeigen, wer der Größte, der Beste, der Mächtigste, der Einzig(artig)e ist. In diesem „Ego-Wahn“ ist es ihm nicht zu blöd, sich um die kleinsten Widrigkeiten zu kümmern. So erlässt er etwa das Gebot, dass ein Telefon immer dann klingelt, wenn der Mensch gerade in der Badewanne liegt, dass ein Marmeladenbrot immer auf die Marmeladenseite fällt und dass die Schlange, in der sich ein Mensch anstellt, immer die langsamste ist. Er sorgt dafür, dass ein Unglück selten allein kommt und dass es gerade nur so viel Glück gibt, dass die Menschen immer wieder Hoffnung schöpfen, die er dann enttäuschen
kann.
Der Göttin wird der Mund verboten. Während der patriarchalen Herrschaft führt sie ein Schattendasein, beschäftigt sich mit Banalitäten und verkommt zu einem willenlosen Geschöpf. Aber ihre weibliche Kraft und Stärke lebt in ihrer Tochter Ea weiter. Sie ist es schließlich, die dem lebensfeindlichen Spuk Gottvaters ein Ende setzt. So nebenbei erlöst sie damit auch das Familiensystem.
Sie befreit das unterdrückte Weibliche, die Göttin, die im wahrsten Sinn des Wortes wieder aufblühen kann. Wie Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, lässt sie die Welt erblühen und zeigt, wie die Liebe den Tod besiegen kann.

Deutung 3:
Im Mittelpunkt der Filmgeschichte stehen folgende Fragen: Was fangen wir mit unserem Leben an, wenn wir ganz genau wissen, wie lange es noch dauert? Wie wollen wir diese Zeit verbringen, wie unser Leben gestalten? Welche Träume würden wir noch verwirklichen wollen? Was würden wir sofort aufgeben und hinter uns lassen?
Die Antworten sind natürlich so vielfältig, wie es die Menschen sind. Da gibt es den Mann, der beschließt, die Titanic aus Streichhölzern zu bauen, den neuen „Apostel“ Jean-Claude, der sein „Scheißleben mit den Scheißarbeitszeiten“ in die Tonne tritt, sich auf eine Parkbank setzt, um nie wieder aufzustehen und
dann doch seiner Bestimmung folgt. Sein Element ist die Luft Symbol für Beweglichkeit und Wanderschaf, und so führt ihn stimmigerweise ein Vogelschwarm zum Ziel.
Der „besessene“ Apostel Mark löst seine Konten auf und lebt endlich in diversen Bordellen seine sexuellen Phantasien aus, die ihn schon seit seinem neunten Lebensjahr verfolgen und quälen.
Als Synchronsprecher von Pornoflmen fndet er Erlösung, als er die Frau seiner Träume wiedersieht.
Apostel François, der von sich behauptet, er sei als Mörder geboren, kauf ein Gewehr, um einen Menschen zu erschießen und damit zu beweisen, dass die preisgegebenen Todesdaten ein Fake seien. Dabei erwischt er Aurelie, trifft aber nur ihre Armprothese und findet in ihr seine große Liebe. Damit beginnt in all dem Chaos der Siegeszug der Liebe, und die besiegt bekanntlich den
Tod.
Martine (Catherine Deneuve) verliebt sich in einen Gorilla,
denn Liebe kennt keine Grenzen (mehr).
Jean-Claude, den der Vogelschwarm zum Polarkreis geführt hatte, findet dort die Frau seines Lebens.
Und Gott tobt!

Parallel zu diesem Geschehen in der Welt blüht inzwischen diezurückgebliebene G öttin regelrecht auf. Frei von der männlichgöttlichen Bevormundung erwachen immer mehr ihrer alten Fähigkeiten. Sie wagt sich schließlich an den „heiligen“ Computer Gottes und wird dort herzlichst begrüßt: „Guten Tag, Göttin. Ich freue mich, Sie wiederzusehen.“
Mit der Göttin am Schalthebel der schöpferischen Macht stehen die Zeichen auf Neustart. Auf spielerische Art setzt sie nun alle lebens- und liebesfeindlichen Programme Gottes außer Kraft.
Alle Todesdaten werden gelöscht und nach langer Zeit fühlt sich das Leben auf der Erde paradiesisch an, während Gott in einem Arbeitslager am Fließband arbeitet, das er einst erschaffen hatte, um die Menschen zu quälen.
Der Film überzeichnet natürlich, aber gerade dadurch wird
mit unendlich viel Humor deutlich, wie unsere eigene innere
männliche und weibliche Weltsicht unsere Realität bestimmt.

Deutung 4:
Jedes Bild, das wir uns von Gott oder der Göttin machen, entspringt einem inneren Seelenbild, einer subjektiven Vorstellung, gespeist aus Anlage, Erziehung, Gesellschaf und Kultur. Wir folgen sozusagen dem selbsterschaffenen Gott unserer inneren Bilder. Mit dem Abbild des wahren Gottes, das wir uns erschaffen, kreieren wir gleichzeitig unsere Weltanschauung, die unser Leben bestimmt.
Ähnelt unser Gottesbild dem dieser Filmgeschichte, so erschaffen wir uns eine Welt voller Widrigkeiten, Ärgernisse, Widerstände, Projektionen, Bosheiten und Kriege. Mürrisch, verbittert, gelangweilt und frustriert schlurfen wir dann im abgerissenen Bademantel durchs Leben.
Folgen wir der Göttin in uns, wie sie sich zu Beginn der Geschichte zeigt, haben wir uns willenlos mit allem abgefunden.
Apathisch und resigniert vergeuden wir die kostbare Zeit unseres Lebens in Freudlosigkeit.
Verbünden wir uns mit Ea, die ja die Endlichkeit ins Spiel gebracht hat, wird uns das beflügeln und wir werden aus jedem Moment des Lebens ein Fest machen, weil die Zeit so kostbar ist.
In dem Sinn, dass uns Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat, hat er uns auch die Gabe verliehen, Schöpfer unserer Lebensqualität zu sein.

Fragen, die ZuschauerInnen sich stellen könnten:
Was würde ich als erstes in meinem Leben ändern, wenn mir mein Todesdatum bekannt wäre?
Welcher Bestimmung muss ich noch folgen?
Welche Träume will ich unbedingt noch verwirklichen?
Was muss ich dringend loslassen?
Mit welchen Widrigkeiten und Widerständen erschwere ich mir mein Leben?
Womit tyrannisiere ich mich?
Was hindert mich hauptsächlich an einem Leben voll echter
Liebe?
In welchen Bereichen müsste es bei mir „Alles auf Neustart!“ heißen?
Wo habe ich mich wie die Göttin willenlos in mein Elend ergeben?
Wo wäre es notwendig, aufzubegehren?
Was könnte mein Leben bunter und „blumiger“ machen?
Was ist meine „innere Musik“?

Für wen und welches Problem ist dieser Film Therapie?
Für alle Gläubigen und Ungläubigen und solche, die es noch werden wollen.
... See MoreSee Less

View on Facebook

4 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Bin gerade noch auf unserem Atem-Fest in Kißlegg als mir mitgeteilt wird, dass der Drache zum Drachenfels zurückgekehrt ist. Er wurde sowohl beim Anflug als auch beim Herunterstoßen auf seine alte Heimat fotografiert. ... See MoreSee Less

View on Facebook

4 Wochen alt

Dr. Ruediger Dahlke

Boris Johnson in England mit 0,35 % der Wählerstimmen zum Premier "gewählt" - was sagt uns so etwas? ... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Nach Sommergewittern ein schönes, vielsagendes Symbol: ... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Ein Blick in die Zukunft:

Papier aus Stein und Bergwerkabraum -
Informations-Leitung statt 5-G über Licht -
Essen, Kleidung usw. aus Seegras...

von Jurriaan Kamp und Kamp-Solutions

Let me give you three words that will play a big role in your future: Stone-paper, LiFi and seaweed.

The production of one ton of paper requires the logging of 20 trees and more than 800,000 gallons of water. Or… it can be made from mining waste and clean the environment. Yes, you can guilt-free buy magazines or books, and drink your favorite juice or plant-based milk from containers that can be endlessly recycled without challenging nature." Paper or plastic?" "No, stone paper!"

You may read about the coming 5G network… but the future of healthy mobile communication (and of justice in the world) will be determined by light. Internet over light waves: LiFi (remember that word!).

The future of energy, food, cosmetics and fashion will be heavily influenced by a plant species that can grow up to 3 feet a day forever without any need of fertilizer…seaweed.
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Mein Vortrag über innere und äußere Kriege

- aufgezeichnet von KenFM bei der Preisverleihung des Mind-Award an Daniele Ganser

www.youtube.com/watch?v=O-8rxhPvufo&t=255s
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Aufstand der Universität von Californien gegen das Wissenschafts-Monopol von Elsevier.

Elsevier ist eine private Firma, die ca. 3 000 akademiscche Zeitschriften besitzt und ungefähr 18 % der STudien dieser Welt unter Verschluss hält. Elsevier macht enorme Profite damit.
Die Universität von Californien hat nun mit ihren 27 000 Wissenschaftlern verweigert, die fälligen jährlichen 11 Millionen Dollar Subskriptionsgebühren zu zahlen, um die Wissenschaft aus dieser Monopol-Falle zu befreien.

Wenn das klappt, was für eine freiere Forschung zu hoffen ist, wäre zu überlegen, ob man sich nicht auch auf anderen Ebenen gegen Zwangsgebühren und einseitige Information wehren sollte, durch massenweises Verweigern der Zahlungen.

Lasst uns den kalifornischen Forschern die Daumen drücken.
Siehe zu diesem Thema auch das Buch "Inter-Essen" von Prof. Colin Campbell.
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Ruediger Dahlke: Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben ... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Mit meinem Freund Alberto Villoldo zu einem Kamin-Gespräch in TamanGa - das machen wir ab jetzt zu einem Ritual mit spannenden Referenten, deren Wege sich dort kreuzen.
TamanGa in Gamlitz, Österreich
#Kamingespräch
#Dahlke #TamanGa
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Neben dem Plastik-Kontinent im Pazifik gibt es jetzt den Braunalgen-Gürtel im Atlantik.
Scheint so, dass die beiden großen Ozeane einiges ausbaden müssen, was unsere kaum existierende Umwelt-Politik so anrichtet.

Hier der Bericht aus der NZZ über den Grossen Atlantischen Sargassum-Gürtel

kus.

Die Sargassosee ist nach ihnen benannt: Braunalgen der Gattung Sargassum, die in vielen Meeren der tropischen und gemässigten Breiten leben. 2011 nahm jedoch ein neues Phänomen seinen Anfang: Massive Braunalgen-Blüten im Zentralatlantik, die sich mittlerweile zu einem Braunalgen-Teppich entwickelt haben, der sich von Westafrika bis in die Karibik erstreckt. Forscher nennen ihn den Grossen Atlantischen Sargassum-Gürtel.

Wissenschafter machen in einer in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlichten Untersuchung seine Entstehung an mehreren Faktoren fest – und führen sie ins Jahr 2009 zurück. Durch den gesteigerten Einsatz von Düngemitteln und die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes seien damals im Westen grosse Mengen nährstoffreichen Wassers in den Atlantik gespült worden. Vor der Küste Westafrikas gelangten ebenfalls mehr Nährstoffe ins Oberflächenwasser: Dort strömte in diesem Jahr besonders viel kaltes, nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche. Bereits damals sei es zu einer Blüte gekommen, die sich im Folgejahr wegen zu hoher Temperaturen aber nicht wiederholte.

Die Nährstoffe reicherten sich aber weiterhin an. Als 2011 die Bedingungen günstig waren, explodierte die Population: Durch die vorangegangene Blüte waren mehr Algen als gewöhnlich im Wasser, die ideale Wachstumsbedingungen vorfanden. Seither wiederholt sich das Phänomen immer wieder. Die Forscher halten es für wahrscheinlich, dass solche Braunalgen-Blüten im Zentralatlantik zur neuen Norm werden könnten. 2015 und 2018 war der Teppich jeweils über 8850 Kilometer lang.

Die Braunalgen sind Lebensraum für zahlreiche Meeresorganismen. Sie bieten ihnen im offenen Meer Schutz und Nahrung. Wenn die Tange jedoch zu dichten Matten verfilzen, wird aus dem Lebensraum eine tödliche Falle. Der Mangel an Licht und Sauerstoff lässt viele Tiere sterben. Andere verheddern sich in den Matten. Für den Menschen droht ebenfalls Gefahr. Wenn sich die Algen an Land zersetzen, sondern sie Schwefelwasserstoff ab. Dieses Gas ist nicht nur übelriechend, sondern auch giftig.

Aus dem NZZ-E-Paper vom 13.07.2019
--
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Das "Schattenprinzip" im Netz:

„Facebook & Co sind digitales Kokain.
Soziale Netzwerke und ihr Abhängigkeitseffekt“

Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer, Neurowissenschaftler, Facharzt (Internist, Psychiater) und Psychotherapeut, Berlin

„Seien Sie sich bewusst: Facebook, Instagram, Snapchat und viele weitere Internet-Plattformen sind digitales Kokain.“
So klar und deutlich wie der Hirnforscher und Psychiater Joachim Bauer hat das noch selten jemand formuliert.
Soziale Netzwerke verändern unser Denken und Fühlen. Bauer mahnt die Nutzer darauf zu achten, dass die sozialen Netzwerke ganz bewusst auf die Anziehungskraft abzielen. Soziale Netzwerke seien von den Entwicklern und Betreibern bewusst so konstruiert, damit bei den Nutzern ein Abhängigkeitseffekt eintrete. So betrachtet sei es der Wunsch der Betreiber, die Nutzer aus der realen Welt abzuziehen und möglichst oft und möglichst lange in die digitale Welt hineinzuziehen.
Man solle sich bewusst sein, dass in sozialen Netzwerken Nutzerin oder als Nutzer „eine Ware sind, die verkauft wird!“
Die Daten, die sich aus der Auswertung all dessen ergeben, was Sie schreiben, werden an Dritte verkauft, sowohl an Werbetreibende als auch an politische Akteure.
Es sei Absicht, dass man durch Diskussionsforen im Internet dazu verleitet werden soll, eine immer härtere, bis hin zum Hass reichende Sprache zu benützen. Bauer empfiehlt u.a. aus solchen Diskussionen auszusteigen, sich aus solchen Foren einfach abzumelden, um selbst keinen seelischen Schaden zu nehmen.

Prof. Bauer hat diesen bemerkenswerten Vortrag auf Einladung der Reihe „Wissen fürs Leben“ in der Arbeiterkammer in Feldkirch gehalten.

Literatur zur Sendung:
Jaron Lanier (Autor) Martin Bayer und Karsten Petersen (Übersetzer)
Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst.
Hoffmann und Campe.

Joachim Bauer
Wie wir werden, wer wir sind. Die Entstehung des Selbst durch Resonanz. Blessing.
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Das Elend mit der Pharma-Industrie:

Tatsächlich haben die Pharmakonzerne diese im vorletzten Post erwähnten gewaltigen Strafzahlungen im Milliardenbereich berappen müssen, und sie tun das jedes Jahr. Sie kümmern sich einfach nicht um die Gesetze. Das haben sie gar nicht nötig, weil sie so unglaublich viel Geld verdienen und die Preise beliebig erhöhen können. In USA etwa haben sie trotz enorm gesteigenden Bedarfs in 10 Jahren etwa die Insulin-Preise verdreifacht. Dort sterben schon Menschen, die sich das nicht mehr leisten können.

Andererseits brauchen wir manchmal ihre Medikamente. Meine Tochter ist mit so einem großen Herzfehler auf die Welt gekommen, dass sie eine über 10-stündige Operation brauchte, während der ihr geniale Herzchirurgen, nicht nur eine Scheidewand, sondern vor allem eine Herzklappe gebastelt haben. So lange an der Herz-Lungen-Maschine braucht Antibiotika.

Das macht das Dilemma aus: Eine Industrie, die sich wie wahnsinnig und gegen alle Menschlichkeit auf Geldverdienen verlegt hat, ist doch manchmal lebensnotwendig.

Sie gehört insoferen in meinen Augen nicht abgeschafft, sondern überwacht und gezügelt.

Und wir könnten vielfach darauf verzichten. Ich bin als Arzt jedesmal froh, wenn wir es mit Fasten und "Peacefood" und dem richtigen Spielfilm im richtigen Moment schaffen, aber auch dankbar, wenn Pharmaka sehr selten, aber doch sehr notwendig sind.
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

"#Peacefood" auf dem Bauerhof -

ein Schweizeridyll, das Schule machen könnte...

www.facebook.com/watch/?v=427131494553342
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Mein wöchentlicher Fernseh-Beitrag: Thema diesmal:

Die Hollywood-Therapie - was Filme über uns verraten |

Die Spielfilmtherapie ist eine meiner liebsten und ich bin froh, in meinen 40 Arztjahren mehr Filme als Pharmaka verschrieben zu haben.

YouTube: YT: youtu.be/nkzK_n-3Xkw
Rüdiger Dahlke
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Welt-Gesundheits-Organisation WHO im Wurgegriff der Lobbyisten.

Wir wissen es spätestens seit den INszenierungen von Vogel- und Schweinegrippe: die WHO ist nicht mehr unabhängig, sondern macht Konzerrn-Förderung im großen Stil.

Wie in den Regierungen, übernahmen auch hier die Lobbyisten der Konzerne und damit die Geld-Welt-Religion die Macht.

Der Film hier:
www.youtube.com/watch?v=dYlia_fQOLk
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Ein Danke an alle, die sich für Mutter Erde und die Bewahrung eines gesunden Klimas einsetzen

www.youtube.com/watch?v=_9rCKjYEjPc
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Mein neuer Fernseh-Beitrag
Peacefood | Die Suche nach dem Sinn
bei QS24

youtu.be/pDZxe8WHHwg

Lässt sich auch abonnieren bei QuantiSana.TV
... See MoreSee Less

View on Facebook

1 Monat alt

Dr. Ruediger Dahlke

Neues Video über die Rolle von Insulin und die verschiedenen Diabetes-Arten.

www.youtube.com/watch?v=vT4pHsEG27Q&feature=youtu.be
... See MoreSee Less

View on Facebook