Wir leben in einer lebendigen Welt von Schwingungen

Jeder Mensch will sich in der Welt orientieren. Dazu gibt es verschiedene Wege. Die christlichen Kirchen haben traditionell immer dazu angehalten, das Irdische zu überwinden, um sich dem Himmel zuzuwenden. Die Psychotherapie zeigt auf der anderen Seite wie fatal es ist, wenn die irdischen Wurzeln zu schwach sind, um die hochfliegenden Ambitionen zu (er-)tragen. Aus diesen Erfahrungen könnte man natürlich zum Gegenpol tendieren und nun die Erde gleichsam in den Himmel heben. Oder aber man erinnert sich an die alte indianische Weisheit, die besagt: „Nur wer die Füße fest in Mutter Erde verwurzelt hat, darf es wagen, den Kopf zum Vater im Himmel zu erheben“.

Nach meinen Erfahrungen liegt in der Ausgewogenheit die beste Lösung, wobei die Extreme und ihre Vertreter aus deren jeweiligem Blickwinkel zu verstehen sind. Wer sich als Psychotherapeut oder Psychiater ständig mit entwurzelten, ich-schwachen Schwarmgeistern abmüht, wer etwa vor allem Menschen aus der Eso-Szene als Klienten hat, wird natürlich dazu neigen, die Erde und ihre Möglichkeiten der Erdung zu betonen. Wer sich dagegen mit Menschen beschäftigt, die sich dem Materialismus dieser Gesellschaft vollends ergeben und jeden Sinnbezug aus den Augen verloren haben, wird zum Gegenpol neigen und die Welt des Geistes und der Spiritualität betonen.

Liegt die Wahrheit bei dieser Frage aber nun wirklich in der Mitte? Vieles spricht – zumindest auf den ersten Blick – dagegen und räumt der Erde ein Primat ein. Der Mensch war und ist immer noch Naturwesen, lange bevor er sich zur Kultur entwickeln kann. Alle Neugeborenen wie auch die frühen Menschen unterstehen vor allem der Natur. Mutter Natur, wie wir so richtig sagen, ist und bleibt unsere Basis. Der Vater im Himmel ist vergleichsweise fern. Aber auch wenn wir uns im Laufe unserer Entwicklung immer mehr von der Natur zur Kultur entwickeln mögen, bleibt die Natur doch immer unser Ausgangspunkt. Im übrigen sollten wir nicht übersehen, dass ein Großteil der Menschen dieser Erde zeitlebens wenig mit Kultur in unserem Sinn in Berührung kommt. Es dauert aber auch bei uns immerhin einige Jahre bis der heranwachsende Mensch auch nur einen Kulturbeutel in Betrieb nehmen kann, die Körperfunktionen die er mit dessen Hilfe überarbeitet, sind jedoch von Anfang an und bleiben immer.

Wenn wir den Menschen aus der Sicht der klassischen Elementelehre betrachten, ergibt sich ein ähnliches Ergebnis. Er ist zwar nicht sein Körper, sondern viel mehr die Seele, die in diesem Körperhaus wohnt, aber das Bewusstsein der meisten modernen Menschen ist vollkommen mit dem Körper identifiziert – sie empfinden sich als Körper. Wir sagen ich und tippen uns dabei gedanklich auf die Brust und zeigen so auf die Mitte des Körpers. Betrachten wir den Aufbau des Organismus aus den Elementen, besteht er vor allem aus Wasser. Zu Anfang des Lebens macht es fast ¾ des Körpergewichts aus, aber auch im höheren Alter, wenn wir nicht nur hinter den Ohren, sondern im ganzen deutlich trockner geworden sind, sind wir noch immer zu mehr als 2/3 aus Wasser und damit aus dem urweiblichen Seelenelement. Der Rest des Körpers, seine festen Gewebe wie besonders die Knochen und Knorpel, aber letztlich alle Materie, würde dem Erdelement zugeordnet. In der Materie steckt noch das Lateinische „mater“ für Mutter. Werden Körper und überhaupt Materie verbrannt, bleibt zum Schluss nur Salz übrig. In Müllverbrennungsanlagen fallen riesige Mengen davon an. Der Alchemie ist Salz folgerichtig Ausdruck und Symbol des Körpers. Unser Körper, ohne Zweifel die Basis unseres Lebens in dieser Schöpfung, baut sich also wesentlich aus den beiden weiblichen Elementen Wasser und Salz (Erde) auf.

Das männliche Feuerelement ist im (heißen) Herzen und in der Energie des Blutes präsent, es kann in einem feurigen Temperament zum Ausdruck kommen und lebt in unserer Lebensenergie, das ebenfalls männliche Luftelement spielt in den Lungen seine wichtige Rolle. Insgesamt sind die männlichen Elemente aber in der körperlichen Welt deutlich unterrepräsentiert, im Mikrokosmos unseres Organismus, wie auch in dem der Erde, dem Makrokosmos. Auch die Erde hat im Zentrum ihren heißen Kern aus flüssigem Eisen und ist eingehüllt in eine Atmosphäre aus Luft, für uns Menschen aber steht die feste Erdkruste, auf der wir leben, im Vordergrund und die Tatsache, dass mehr als 2/3 der Erde von Wasser bedeckt sind.

Im Körper überwiegen das Weibliche auch noch in anderer Hinsicht. Unser Erbgut besteht zu ¾ aus weiblichen X- Chromosomen und nur zu einem ¼ aus männlichen Y-Chromosomen, denn jede Frau hat zwei X und jeder Mann ein X und ein Y –Chromosom. Unser Herz sitzt nicht genau in der Mitte zwischen der rechten männlichen und der linken weiblichen Körperhälfte, sondern ist deutlich zum weiblichen Pol hin verschoben: 1/3 liegt rechts, aber 2/3 links. Das Ionengleichgewicht in unserem Blut liegt nicht exakt in der Mitte bei einem pH-Wert von 7,0, sondern ist deutlich in den alkalischen weiblichen Bereich hin verschoben. All das macht die männlichen Kräfte des Feuers und der Luft nicht überflüssig, es zeigt aber, dass die Schöpfung und wir mit ihr von einem sehr deutlichen weiblichen Übergewicht geprägt sind.

Praktisch jede alte Kultur hat diese Elementezuordnungen entsprechend vorgenommen und Wasser genau wie Erde dem Weiblichen zugeordnet. Das Meer, romanisch mare, ist jener weibliche Bereich, dem auch Maria, die christliche, zumeist in einen meerblauen Mantel gehüllte Gottesmutter zugeordnet wird. Oft hat sie ihren Fuß auf einer Mondsichel, einem anderen Symbol Weiblichen. Wasser ist anpassungsfähig, passiv und aufnahmebereit, weshalb wir uns zum Beispiel damit waschen. Der Mond nimmt das Licht der Sonne auf und spiegelt es uns wieder, die archetypisch weibliche chemische Base nimmt Protonen auf im Gegensatz zur männlichen Säure, die sie abgibt. Wir sprechen also nicht umsonst von Mutter Erde und Mutter Natur, die passiv bleiben und eher erdulden, zum Beispiel all die Scheußlichkeiten, die wir Menschen gegen die Schöpfung unternehmen. Auf der anderen Seite stehen die aktiveren männlichen Elemente, besonders deutlich die Sonne, die beständig Energie abstrahlt.

Im Augenblick erlebt die weibliche Seite eine Art Renaissance, was sich auch darin ausdrückt, dass Wasser und Salz gerade einen verblüffenden Boom erfahren. 20 Jahre habe ich bei Fastenseminaren über diese beiden wichtigsten Grundstoffe des Lebens gesprochen, und es gab wenig Resonanz, plötzlich aber ist es soweit, immer mehr Menschen hören zu und interessieren sich. Der archetypisch ebenfalls weibliche Mond hat dieses Interesse schon etwas früher erfahren und tauchte nicht zufällig plötzlich auf unseren Uhren auf und in den Regalen der Buchhandlungen. Mondbücher brechen alle Verkaufserfolge, Sonnenbücher liegen wie Blei im Regal.

Insofern wäre heute eine gute Zeit, sich die Bedeutung des Weiblichen an sich und des Erdelementes im Speziellen klar zu machen. Es ist und muss immer die Basis bleiben und insofern kommt es wirklich vor dem Männlichen und dem Himmel. Wenn das Fundament nicht stimmt, wird das Übergeordnete sogar zur Gefahr, wie jeder Haus- oder erst recht Turmbau zeigt. Wo das Fundament nicht in Ordnung ist, wird es mit jedem darauf errichteten Stockwerk gefährlicher. Wenn die Reifen schlecht sind, wird der beste Motor mit jedem weiteren PS zur noch größeren Gefahr. Solche Analogien lassen sich problemlos auf andere Erfahrungen wie etwa in der Psychotherapie übertragen. Alle Versuche im Hinblick auf spirituelle Entwicklung haben nur dann Sinn und Berechtigung, wenn die Wurzeln in Ordnung sind. Ist das nicht der Fall, werden sie zur Belastung und Gefahr. Dann kann sich der Himmel sogar als regelrechter Fluch erweisen.

Insofern ist gut zu verstehen, wenn Therapeuten wie Bert Hellinger vor dem Himmel warnen und dringend die Erde empfehlen. Die Erde, das Fundament, und also unser Körper sind uns vorrangige Aufgabe. Wo das missachtet wurde, wie etwa in der Geschichte vieler Religionen und neuerdings nicht selten in der spirituellen Szene, drohen erhebliche Gefahren. Edvard Podvoll beschreibt sie für den psychiatrischen Bereich in seinem wunderbaren Buch „Verlockungen des Wahnsinns1“. Die nicht ausreichend geerdete Seele mag zwar interessante und manchmal sogar spektakuläre Erfahrungen machen, aber ihr drohen die entsetzlichsten Gefahren. Bei der Gartenarbeit oder anderen körperlichen Arbeiten wird kaum je ein Mensch verrückt, beim Philosophieren, Meditieren und Beten ist das aber immer wieder passiert. Der Psychiater Stan Grof geht davon aus, dass in unseren modernen psychiatrischen Kliniken sehr viele Patienten darben, die lediglich in einer spirituellen Krise hängen geblieben sind, bevor sie in der Psychiatrie gleichsam endgültig strandeten. Ihnen fehlte die notwendige Erdung, um mit den auftretenden Energien umgehen zu können.

Aus meiner Sicht kann aber aus all dem keine generelle Warnung vor Gebet und Meditation folgen, sondern eher die Empfehlung großer Achtsamkeit bezüglich der Erdung. Krisen sind durchaus natürliche Durchgangsstadien für Menschen auf dem Weg. Im Sinne von „Lebenskrisen als Entwicklungschancen2“ können sie sogar Entwicklungsprozesse deutlich voranbringen. Voraussetzung ist allerdings immer ausreichende Verwurzelung und Erdung. Selbst Drogen können auf dem Weg weiterbringen wie viele schamanische Traditionen belegen, aber immer braucht es eingehende Vorbereitung und Erdung. Wo sie völlig fehlt, wie etwa in unserer Gesellschaft, werden Drogen zur eklatanten Gefahr und bringen das Elend der bekannten Drogenszenen hervor.

Erdungsprozesse tragen die Lösung schon im Namen – die Erde. Alles Natürliche und Mütterliche erdet, insofern ist jeder Erdkontakt gut wie etwa banales Barfuss-gehen. Wer einmal einen Sommer barfuss unterwegs war, kennt diesen Effekt der gewonnenen Sicherheit und Stabilität. Arbeit mit der Erde hat diesen Effekt in großem Maße, weswegen Gartenarbeit in vielen spirituellen Traditionen als natürlicher Ausgleich geschätzt ist. Als wir Anfang der 70-igerjahre ganze Tage Mantrammeditation (TM) übten, gab es sehr viele Zwischenfälle im Sinne von Meditierenden, die gefährlich abhoben. Erst als regelmäßige Gartenarbeit und Yoga-Asanas eingeführt wurde, konnte das Elend eingedämmt werden. Der Körperbezug erschwerte das Abheben.

Solche Erfahrungen haben wohl auch zum inneren Aufbau vieler Osho-Meditationen wie besonders der „Dynamischen“ geführt. Wenn man sich weit und hoch hinauf wagen will, muss man zuerst die Basis sichern und den Körper in Arbeit nehmen. Erst danach kann man sich gefahrlos in spirituelle Welten wagen. So wurden wir in Poona dringend angehalten, jeden Morgen „Dynamische“ zu machen, was u.a. den Effekt hatte, dass man nach ein paar Wochen körperlich topfit war. Und obwohl wir in diesem Ashram viel weiter gingen als etwa bei der schon erwähnten Transzendentalen Meditation gab es vergleichsweise viel weniger Zwischenfälle im psychiatrischen Sinn.

Die Reihenfolge ist also wichtig, und da kommt die Erde eindeutig vor dem Himmel, zuerst der Weg nach draußen und dann die Einkehr nach innen, zuerst die Aktivität und dann die Ruhe. Das ist im übrigen auch die Grund-Idee der alten Esoterik. In Pythagoras innerem Kreis (esoteros), der den Namen Esoterik begründete, sammelten sich diejenigen, die den äußeren Kreis (exoteros) und seine Anforderungen längst bewältigt hatten. Ähnliches spiegelt sich in der alten indischen Lebenseinteilung, die von einem idealen Lebensalter von 84 Jahren ausgeht. Dabei soll das erste Viertel von 21 Jahren dem Aufwachsen und Lernen, das 2. bis zum 42. Lebensjahr dem Aufbau einer Familie und Karriere dienen, das 3. bis zum 63. Lebensjahr ist der Absicherung dieses Lebenswerkes gewidmet, sodass man mit dem 4. Lebensabschnitt die Heimat verlassen kann, um sich jetzt nur noch der spirituellen Suche zu widmen. Eine solcherart vorbereitete Seele kann dabei nur gewinnen und so wird der Weg in den Himmel zum Ziel und Höhepunkt des Lebens statt zum Fluch. Selbst unsere Sprache weiß um diese Zusammenhänge und bringt sie in dem Ausdruck „mit Leib und Seele“ zum Ausdruck. Auf dem Weg ist auf beide zu achten, aber der Leib kommt noch vor der Seele, nicht weil er wichtiger ist – das Haus ist ja auch nicht wichtiger als sein Bewohner – sondern weil er der Seele erst die not-wendige Erdung verschafft.

Auch heute wäre das noch das beste Rezept. Wer vorrangig die Basis sichert, seinen Körper in Schuss bringt und sein Leben in der konkreten Welt bewältigt, kann sich gefahrlos auf die spirituelle Suche begeben und dann auch nach himmlischen Erfahrungen greifen. Auf ein gutes verlässliches Fundament lässt sich naturgemäß viel aufbauen. So wird der Himmel zu einem über die Maßen lohnenden Ziel, sofern die Wurzeln in Mutter Erde verankert sind. Wer dagegen mit beiden Beinen auf einer Wolke steht, sich weder partnerschaftlich noch beruflich wirklich eingelassen und nirgends Wurzeln geschlagen hat, läuft Gefahr, sich in den spirituellen Welten zu verlieren.

Meine Erfahrungen mit Themen wie „Säulen der Gesundheit3“, die sich vorrangig der körperlichen Basis widmen, unterstützen leider die Befürchtung, dass viele sich für spirituell haltende Menschen den Körper nicht der Rede und schon gar nicht des Trainings für Wert erachten.

Allerdings ist natürlich auch das andere Extrem wenig sinnvoll, nämlich den körperlichen Bereich einseitig überzubetonen. Die Erde und der Körper sind zwar die Basis aber längst nicht die ganze Wahrheit und schon gar nicht die alleinige Lösung, ansonsten müssten Sportler und Bodybuilder die glücklichsten und verwirklichtesten Menschen sein. Bei entsprechenden Trainingswochen mit Leistungssportlern konnte ich aber eher das Gegenteil erleben.

Insofern gibt es also auch bei diesem wichtigen Thema keine einfache allgemeingültige Lösung und schon gar kein Patentrezept. Viele Menschen, die zum (vorzeitigen) Abheben neigen, könnte die Erde stabilisieren und fit machen zuerst fürs Leben und anschließend für Höhenflüge in geistige Welten. Viele andere Menschen könnte die Erde heilen, all jene etwa, die in spirituellen Krisen den sicheren Boden unter den Füßen verloren haben.

Ganz besonders viele Menschen aber, die bis zum Hals in der modernen materialistischen Leistungsgesellschaft stecken, könnte auch der Gedanke an den Himmel mit seinen himmlischen Möglichkeiten wundervoll beflügeln. Ihnen fehlt vor allem Sinn in ihrem anstrengenden Leben. Das Wissen und Bemühen um Entwicklungsschritte in Richtung Spiritualität könnte ihr Leben retten.

Wenn wir uns heute fragen, „Woran krankt die Welt4?“ werden wir bezüglich der spirituellen und der Psychoszene herausfinden, dass ein Mangel an Erdung und Verwurzelung viele und gerade für Entwicklungsthemen engagierte Menschen bedroht. Betrachten wir aber die Welt insgesamt, ist es wohl eher der völlige Verlust von „höheren“ und himmlischen Werten, der diese Welt in die zwar wirtschaftlich höchst effiziente aber unmenschliche Globalisierung verstrickt. Die Gier nach Materie ist ein Erdthema, und sie ist inzwischen für uns alle zur bei weitem größten Bedrohung geworden. Wenn wir die Welt weiter nur unter wirtschaftlichen (irdisch-materiellen) Gesichtspunkten betrachten, wird sie zu einer leichten Beute der Großkonzerne. Wo werden wir sowohl die Erde ruinieren als auch den Himmel vollends aus den Augen verlieren. Schon heute sind von den 100 größten Wirtschaftssystemen nur noch 49 Volkswirtschaften, aber 51 vor allem US-Großkonzerne.

Die Erde vermittelt Schwere und Verlässlichkeit, und sie kann damit heilen. Der Himmel könnte die schwebende Leichtigkeit des Seins in Spiel (des Lebens) bringen und auf diesem Wege ebenfalls heilen, wenn auch einen ganz anderen Menschentyp. Immerhin gibt es heute Millionen, die auf Loveparades jene himmlische Leichtigkeit und Heiterkeit suchen, die den schweren Alltag erträglicher machen könnte. Weitere Millionen versuchen in der Fun- und Freizeitgesellschaft auf ihre Kosten zu kommen, was die Leichtigkeit des Seins angeht.

Besonders im deutschsprachigen Raum neigen wir kollektiv dazu, uns das Leben eher (erden-)schwer zu machen. Wir schuften und plagen uns dafür den ganzen lieben Tag. Hier würde etwas mehr Leichtigkeit des Luftelementes und etwas mehr Begeisterungsfähigkeit aus dem Feuerreich durchaus gut tun. Dadurch bestünde noch keine Gefahr, dass der Himmel auf Erden ausbräche, aber ein wenig Himmlisches könnte in unser Leben hineinscheinen.

Als ich für mein jüngstes Buch, die „Leichtigkeit des Schwebens5“, aussortierte, was mir nach 30 Jahren an Übungen, Exerzitien und Meditationen übrig geblieben ist, um solche himmlische Leichtigkeit des Schwebens zu verwirklichen, wurde mir erst klar, wie viele, wie einfache und wie schöne Möglichkeiten es diesbezüglich gibt und wie krampfhaft wir oft daran vorbeigehen.

Als Fazit bleibt: Erde wem Erde fehlt, aber Himmel, wem Himmel fehlt! Wir brauchen uns zum Glück nicht darum zu sorgen, die Erde in den Himmel zu bringen, aber wir täten wohl daran, uns ein wenig mehr Himmel auf Erden zu erlauben.