Wasser des Lebens

Wasser ist uns etwas so geläufiges und über alle Maßen vertraut, dass wir nur zu leicht vergessen, wie wichtig es für unser Überleben ist und wie viele ungeklärte Geheimnisse es noch immer hütet. Dass unser Heimatplanet aus dem Weltraum weiß-blau erscheint und eigentlich ein Wasserplanet ist, haben wir durch die Bilder der Raumfahrt immerhin im Bewusstsein, dass wir wesentlich aus Wasser bestehen, vergessen schon die meisten Menschen ständig und versäumen so, ihre Wasservorräte im Körper angemessen zu ergänzen. In Mikrokosmos Körper und Makrokosmos Welt kümmern wir uns gleichermaßen zu wenig engagiert um die Wasserreservoire.

Dabei ist uns nichts so nahe wie Wasser, bestehen wir doch im wesentlichen daraus. Wenn wir das Gewebe eines Babys mit dem eines alten Menschen vergleichen, fällt zuerst auf, wie viel mehr Wasser das des Babys enthält, weshalb es soviel praller und vitaler wirkt. So wie viele Menschen am Ende des Lebens das Wasser nicht mehr so einfach in ihrer Blase halten können, scheinen die Zellen auch ihrerseits und jede für sich die Fähigkeit zu verlieren, ausreichend ihr Wasser zu halten. Auf der symbolischen Ebene würde das mit der nachlassenden Fähigkeit korrespondieren, ausreichend Seelenenergie aufzunehmen und dem Seelischen zu seinem Recht zu verhelfen, ist Wasser doch das Seelenelement schlechthin. Auf der körperlichen Ebene sinkt der Turgor genannte Zellinnendruck, was wir besonders an der Haut wahrnehmen. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gern die meisten Menschen zeitlebens eine Haut wie ein Baby behalten würden, erscheint das heutige Mineralwassertheater in eigenartigem Licht. Wir brauchen viel gutes Wasser, aber ausgerechnet die Mineralien brauchen wir nicht aus ihm und können sie sogar auf diesem Weg kaum aufnehmen.

Was das Lebenselexier Wasser angeht, vom ehemaligen Nationaltrainer der österreichischen Skiflieger, Baldur Preiml, schlicht und einfach zum Getränkt der Weltmeister erklärt, kümmern wir uns bisher fast nur um den quantitativen Aspekt und um die materielle sprich mineralische Zusammensetzung.

Natürlich gibt es Menschen mit Mineralienmangel, aber das scheint nicht am Wasser zu liegen, sondern an einer Mangelernährung mit zu wenig frischer pflanzlicher Kost. die Erfahrung zeigt, dass diejenigen, die sich mit reichlich frischem vitalem Gemüse und Obst ernähren und dazu noch mineralarmes Wasser trinken, durchaus gesünder sind. Auch der heute von der Medizin so sehr beklagte Mineralmangel in den Wechseljahren der Frauen, der für die Osteoporose verantwortlich gemacht wird, ist ja ein sehr relativer. In den Gefäßen haben ja auch diese Frauen bereits reichlich Kalk eingelagert, er fehlt nur in ihren Knochen. Das aber hat nach den Erfahrungen im Sinne von „Krankheit als Symbol“ ganz wesentlich mit der seelischen Dimension des Wechsels zu tun. Wer sich seelisch weigert, in der Umkehrzeit der Lebensmitte ausreichend Ballast abzuwerfen, erlebt, dass der Körper einspringt. Dieser Mechanismus gilt generell und ist in Büchern wie „Krankheit als Symbol“ für alle Krankheitsbilder dargelegt. Der Körper fängt also an, stellvertretend Ballast abzuwerfen und tut dies am effektivsten durch die Entkalkung der Knochen. Wir haben also keinen Mineralmangel, sondern eher eine Fehlverwertung auf Grund von Missverständnissen auf dem Lebensweg.

Die praktischen Konsequenzen daraus sind einfach und billig: das beste Trinkwasser kommt meist nicht aus den Flaschen der Industrie sondern aus den Leitungen zu Hause. Oft ist das Leitungswasser der Stadtwerke konkurrenzlos, weil relativ mineralarm und ansonsten Grundwasser. Besser, bequemer und billiger als sich mit Kisten abzuschleppen kann also eine fundierte Erkundung der Herkunft des eigenen Leitungswassers sein. Ist es – wie im Alpenraum oft – von guter Qualität, sollte uns nichts und niemand hindern, davon ausreichend zu uns zu nehmen. Die notwendigen Mineralien beziehen wir besser aus gutem Gemüse und Obst. Die Regenerationserfahrungen mit reichlich gutem Wasser, die ich in den letzten 20 Jahren bei ungezählten Fastenseminaren machen durfte, sprechen eine deutliche Sprache.

Sobald man sich auf Wasser einlässt, finden sich Bezüge, die bis tief in unsere Seelenwelt reichen. In der polaren Struktur des Wassermoleküls H2O finden wir so unseren engen Bezug zur Polarität, der Welt der Zweiheit, ausgedrückt. Wir tragen dieses Muster der Polarität also über das Wasser bereits in jeder Zelle mit uns herum. Die beiden Wasserstoffatome bilden mit dem Sauerstoff einen Winkel, der das ganze Molekül zudem in polarer Spannung hält. Wahrscheinlich ist es diese intramolekulare Spannung, die für viele lebenswichtige, aber nichts desto weniger unerklärliche Phänomene in der Wasserwelt verantwortlich ist.

Als bekanntestes ist hier der eigenartige Schwerpunkt des Wassers bei 4 Grad Celsius zu erwähnen, der zum Beispiel dafür sorgt, dass sich Leben im Wasser auch in kälteren Breiten halten kann. Da Wasser bei vier Grad seine größte Dichte und damit auch Schwere hat und dann absinkt, frieren Seen und Flüsse von oben nach unten zu und nicht etwa umgekehrt und schonen so das Leben ihrer Bewohner. Diese untypische Eigenart des Wassers sichert auch unser Überleben. Würde sich Wasser hier ganz normal, wie alle andere Stoffe verhalten, könnte im Wasser kein Leben überleben, und immerhin kommt alles Leben aus dem Wasser. Diese an sich schon wunderbare Tatsache, die wenigstens von der Physik gesichert ist, wird aber durch einige noch eigentümlichere Geheimnisse ergänzt, die bis heute physikalisch völlig ungeklärt sind.

Warum etwa frieren Gewässer manchmal nicht zu, wenn es lange sehr kalt ist? Sinkt die Temperatur abrupt und für längere Zeit auf unter 20 Grad Minus, friert der See nicht zu und die Leute sagen, es sei zu kalt dafür. Warum um Himmels Willen friert ein Glas mit heißem Wasser im Kühlschrank schneller als eines mit kaltem? Jeder Installateur weiß, dass die Warmwasserrohre deutlich vor den Kaltwasserrohren einfrieren. Was aber sagen die Physiker dazu? Warum ist das so? Liegen diese Geheimnisse in der Wasserstruktur, in jenen geheimnisumwitterten Clustern?

Bisher sagen die Physiker wenig bis gar nichts dazu, sie interessieren sich kaum für etwas angeblich so harmloses wie Wasser. So kommen die wichtigsten Hypothesen aus dem Bereich der alternativen Medizin und manches auch aus alten Überlieferungen. Dass es besondere Heilwässer gibt, ist unbestritten, wenn auch weiterhin unbewiesen. Für einen Inder steht es außer jedem Zweifel, dass das Wasser des heiligen Flusses Ganges selbst heil(ig) machen kann. Ähnliches hoffen gläubige Katholiken von jener Quelle in Lourdes, die das später heilig gesprochene Bauernmädchen Bernadette Soubirau mit Hilfe der Jungfrau Maria entdeckt hat. Immerhin ereignen sich nach dem Kontakt mit diesem Wasser immer wieder sogenannte Spontanremissionen, wie die moderne Medizin heute Wunder schamhaft umschreibt.

Dass auch profanere Heil- und Mineralwässer heilen sollen, behaupten zumindest deren Hersteller vehement und gleichermaßen unbewiesen. Völlig unbestritten ist dagegen die Notwendigkeit des Wassers zur Lebenserhaltung, denn viel schneller als sie verhungern, verdursten Mensch und Tier. Die Heilkraft der verschiedenen Wässer wird bis heute vor allem außerhalb der Universitäten beurteilt und zumeist mit okkulten oder jedenfalls nicht objektivierbaren Methoden. Die Hypothesen für die wunderbaren Eigenschaften der Wässer sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von im Ansatz naturwissenschaftlich wenigstens nachvollziehbaren Erklärungsmodelle bis zu solchen aus ganz anderen Sphären.

(((((Dass im heißen Zustand die Eigenstruktur des Wassers zerfällt ist physikalisch gesichert. Dadurch können die sich über die Dipolstrukturen der Wassermoleküle ergebenden Muster des Wassers tendenziell gelöst werden. Hierin dürfte der Grund dafür liegen, dass in Wasser gelöste homöopathische Mittel ihre Wirkung verlieren, wenn sie gekocht werden. Insofern liegt der Schluss nahe, dass durch die homöopathische Verschüttelung oder Dynamisierung dem Wasser die Struktur des jeweiligen verschüttelten Grundstoffes aufprägt wird und in den Mustern seiner Wassermoleküle gespeichert wird. Werden diese durch die enorm gesteigerte Bewegung der Einzelmoleküle beim Kochvorgang aus diesen Mustern gerissen, würde natürlich zugleich die darin liegende homöopathische Information gelöscht.

Auch die ayurvedische Heilmaßnahme, abgekochtes Wasser zu trinken, könnte hier eine Erklärung finden, ganz abgesehen von der offensichtlichen Tatsache, dass es angesichts der verbreiteten hygienischen Missstände in Indien eine gewisse Sicherheit vor Verunreinigungen gewährt. Andererseits handelt es sich hierbei durch die Lösung aller Muster zwischen den Molekülen, sozusagen um strukturloses Wasser. Das aber könnte logischerweise ein gutes Reinigungsmittel für den Organismus sein, weil es sich allem am besten anpasst, mangels eigener Struktur und selbst sozusagen leer ist. Es ist noch auf einer weiteren Ebene sauber, nicht nur von Keimen, sondern auch von Mustern oder Strukturen. ))))

Die moderne Entwicklung zu mehr Wasserbewusstsein mag mit einer generellen Wiederentdeckung des Weiblichen (Pols der Wirklichkeit) zusammenhängen. Über lange Zeiten besonders in unseren Breiten verdrängt und ignoriert, können wir nun überall ein Wiedererstarken der großen Göttin erleben. Mutter Erde und Mutter Natur gelten denjenigen, die beide in ihrem Fortschrittswahn fast vergessen hatten, inzwischen wieder etwas. Der Mond, das weibliche Licht der Nacht, und in aller Mythologie mit einer Göttin verbunden, taucht auch im Bewusstsein der Menschen wieder auf und viele beginnen sich neuerdings an den Rhythmen der Mondgöttin zu orientieren.