Von Peace-Food bis zu grünen Smoothies – der bessere Weg zu anmachender Gesundheit

smoothies-785680_640Erstmals seit 15 Jahren stetigem Anstieg ist der Fleischkonsum in Deutschland deutlich rückläufig. Laut Albert-Schweitzer-Stiftung sind 2012 bereits 160 000 Tonnen weniger Fleisch verarbeitet worden. Das sind Millionen Tiere, die nicht sterben mussten, Tausende Menschen, die durch Umstellung auf vegane Ernährung  gesunden werden. Das bedeutet, wenn sich dieser Trend hält und weiter verstärkt, viel weniger Hungertote in armen Ländern, da weniger Tierfutter von dort exportiert wird. Es bedeutet auch weniger klima-schädliche Gase und weniger Kotgebirge und Gülleseen. Letztlich kann sich so eine Spirale der Entlastung und Gesundheit und die Chance auf Frieden entwickeln. PeaceFood beginnt mit einer Entscheidung im Herzen, einer Weichenstellung in eine andere Welt, wo wir anstatt auf Kosten der Erde und zu Lasten unserer Mitgeschöpfe mit ihnen gesünder und nachhaltiger leben.
Der praktische Schritt ist einfach. Eine Phalanx von guten und sogar ausgezeichneten Köchen machen es uns leicht und hat Bücher vorgelegt, denen zu folgen, Freude macht. Attila Hildmann hat in Deutschland eine Welle mit „Vegan und Fit“ ausgelöst und Roland Rauter in Österreich. Aber auch eine starke Damenriege mit Dorothea Neumayr, der Drei-Hauben-Köchin aus Salzburg, Gabriele Ländle und Hildegard Biller haben im „Peacefood-Kochbuch“, das im August erscheinen wird, ihre Koch-Geheimnisse gelüftet und uns Steilvorlagen zu einem gesünderen und geschmackvolleren Leben gegeben. Es ist ein kleiner Schritt für den Einzelnen und ein großer für die Menschheit, von Fleisch zu Pflanzen zu wechseln. Und es ist so viel wichtiger als den Mond zu betreten. Wir können es schaffen, diese Bewegung zum Besseren in Gang zu halten und in uns und um uns wachsen zu lassen. „In plants we trust“ sagt der hinduistische Elefantengott Ganesha auf einem T-Shirt, das ich kürzlich bekam. Natürlich müssen wir ein Auge darauf haben, dass den Pflanzen nicht ähnliches widerfährt wie den Tieren in der Massenproduktion, aber das ist machbar und da sind wir auf gutem Weg.
Parallel zur veganen Bewegung ergeben sich wundervolle Hilfen wie der Schritt zu den grünen Smoothies. All das „Grünzeug“, das früher weggeworfen und nicht beachtet wurde, ist plötzlich, durch den Anstoß von Victoria Boutenko, als wertvoll und hilfreich erkannt. Zuerst erlebte ich in meinen Fasten-Seminaren wie dieses grüne Wunder Fastende belebt und beflügelt. Sie gewannen Energie und Motivation, mehr Lebensfreude und –spaß. Rasch wollten wir diesen Energie-Schub nicht mehr missen und so gehören die grünen Smoothies von Anfang an zu unserem gesundheitlichen Rüstzeug in TamanGa, unserem noch neuen Seminar-Zentrum in der Südsteiermark. Smoothies passen ideal in die PeaceFood-Strategie: mit kleinen, selbstverantwortlichen Schritten Großes bewirken.
Ein paar Worte zu Victoria Boutenko, der Mutter der grünen Smoothies. Es ist sicher kein Zufall, dass eine Frau diese Entdeckung gemacht hat. Die ganze vegane und Peace-Food-Bewegung ist von Frauen getragen. Insofern bin ich auch froh für das PeaceFood-Kochbuch vier Köchinnen neben einem Koch gewonnen zu haben. Das ist ein realistisches Verhältnis gemessen an der veganen Wirklichkeit. Es ist eine archetypisch weibliche Bewegung, die ruhig und relativ im Hintergrund von den großen Medien bestenfalls unbeachtet, oft behindert und verunglimpft,  um sich greift und wächst und wächst, weil schmeckt und hilft, was da so unspektakulär hinter den Kulissen zubereitet wird. Wenn sich Vegetarier gegen Veganer stellen und diese wiederum gegen Rohköstler, stecken meist Männer hinter diesen Grabenkriegen. Vorangebracht und getragen wird die Bewegung aber von Müttern und Frauen, die das Beste wollen für ihre Familien. Ein schönes Zeugnis davon liefert Jumana Mattukat in ihrem „Mama, ist das vegan?“ Es sind Frauen und Mütter, die sich auf ihre eher stille und besonnene Art um Frau Welt und Mutter Erde kümmern. So passt es gut, dass die grünen Smoothies in Viktoria Boutenko eine Mutter haben. Noch weiter im Vorfeld könnten wir an Hildegard von Bingen denken, die in der Viriditas, der Grünkraft, schon eine entscheidende Hilfe zu Gesundheit und Vitalität sah. Übrigens ist die „Heilige Hildegard“ erst kürzlich vom männlichen Klerus als „heilig“ anerkannt worden, ihre weiblichen Anhänger hatten sie schon vor Jahrhunderten heilig gesprochen. Es könnte uns ein Zeichen sein, dass es auch ohne alte Männer geht.
Es ist also eine Frau aus Mütterchen Russland, die für die wachsende Popularität der grünen Gemüse-Obst-Mischung aus dem Mixer steht. Und das ist erst der Anfang, sagt die Hoffnung in mir. Frau Boutenko hat gar keinen großen Wirbel geschlagen, sondern eine wundervolle Idee in die Welt gesetzt, die sich herumgesprochen hat – wiederum vor allem unter Frauen – und deren leiser klammheimlicher Siegeszug weiter anhält. Es wird nicht mehr lange dauern, und jeder wird wissen, was grüne Smoothies sind. Wahrscheinlich haben wir noch einen langen Weg vor uns bis die unsägliche Schulmilch, die in der Kindheit jugendlichem Diabetes und Allergien Vorschub leistet und im Alter der Osteoporose – um nur drei Elendspunkte zu nennen – durch grüne Smoothies ersetzt sein wird. Aber was für ein Segen wird sich verbreiten, wenn dieser Schritt erst einmal geschafft ist! Wir könnten uns und den Kindern so viel Leid ersparen und der Gesellschaft obendrein viel Geld. Zu verdanken haben wir den ersten Anstoß Frau Boutenko und all den Frauen, die ihr folgten, es ausprobierten und für gut befanden. Die Idee der grünen Gesundheits-Nahrung aus echten Lebensmitteln verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Darin liegt heute unsere Chance. Auch „PeaceFood“ ist vor allem von Frauen an der täglichen Ernährungsfront durchgesetzt worden. Zuerst haben sie es als richtig gefühlt, dann ausprobiert und schließlich weitergesagt und verbreitet. Und es geschieht weiter und das macht mich so zuversichtlich, dass sich hier etwas Neues, Wundervolles ereignet, das diese Welt so viel notwendiger braucht als all die Politiker mit ihren chronisch erfolglosen Klima- und Umweltkonferenzen. Die sollen sie ruhig weiter abhalten, dann machen sie wenigstens ansonsten keinen gröberen Unfug. Dem Sperrfeuer all der großen Medien zum Trotz – manchmal sogar der Frauenpresse – konnten sich die vegane Bewegung und zeitlich fast gleichzeitig die grünen Smoothies von keinem Konzern und keiner Universität gefördert, von Politikern bestenfalls ignoriert, ihren Platz schaffen. Und dieser Prozess ist längst nicht zu Ende und ihr Platz ist die Erde. Konzerne kaufen sich heute Medien, Wissenschaftler und Politiker, um für ihre Produkte gute Stimmung zu schaffen und alles andere zu behindern. Aber da gibt es dieses wachsende Heer von Frauen, die sich ihre eigenen Gedanken machen, ihre Ernährung umstellen und ihre Familien mitnehmen und grüne Smoothies aus den früheren Gemüse-Abfällen machen und ihren Männern so ein bisschen Obst und Salat unterjubeln. „Schmeckt gar nicht so schlecht“ ist manchmal schon das höchste Kompliment, das sie bei ihren „Göttergatten“ dafür ernten. „Das Zeug gibt es bei uns zu Haus jetzt auch, schmeckt aber ok“ ist so ein Satz, den ich kürzlich von einem wichtigen Mann hörte. Schauen wir noch ein wenig auf die parallelen Erfolgsstorys veganer Kost und grüner Säfte. In ihrem Buch „Green for Life“ beschreibt Victoria Boutenko wie sie selbst, ihr Mann und die Kinder krank waren und die Schulmedizin nicht helfen konnte. Sie litt an Ödemen und Herz-Rhythmusstörungen, er an Arthritis und die Kinder an Allergien. Die Umstellung auf Rohkost brachte rasche Besserung, aber es fehlte ihnen noch etwas. Schließlich waren es unsere nahen Verwandten aus der Evolution, die Schimpansen, die sie auf die Spur brachten. Zu über 98 Prozent mit dem gleichen Erbgut ausgestattet wie wir, leben sie von 50 % Obst und 40 % Rohkost aus Blättern und kennen keine unserer zahlreichen Zivilisationskrankheiten. Ihre Kost nachahmend entstanden erste grüne Smoothies. Die Mischung von Obst und grünem Blattgemüse, im Mixer aufgeschlossen, brachte verschiedene Vorteile: die feste Zellstruktur des Blattgrüns wurde aufgebrochen und dadurch viel besser verdaulich. Der süßen Obst-Anteil sorgte für den guten Geschmack und nahm die Bitterkeit heraus und plötzlich waren auch größere Mengen gut trinkbar.
Letztlich war es auch die eigene Erfahrungen mutiger Ärzte, die in Selbstversuchen bei der veganen Kost vorangingen wie Dr. Henrich, der Herausgeber von ProVegan. Aber erst mutige Wissenschaftler brachen das Eis, weil sie wagten gegen den Strom zu schwimmen wie in Deutschland Prof. Claus Leitzmann und in USA Dr. Caldwyn Esselstyn und Prof. Colin Campbell, die veganer Kost den Weg als effektivste Gesundheitsmaßnahme ebneten. Aber in beiden Fällen waren es Mütter und Frauen, die die Umsetzung in die eigenen Hände nahmen.
Aus Verantwortung für die Gesundheit – die persönliche und die der Menschen und Erden: PeaceFood: In plants we trust – wir vertrauen auf Pflanzen – und die sind grün wie die Smoothies.

 

Gerade verhungern wieder deutlich mehr Menschen als wir gewohnt sind – diesmal in Ostafrika. Im satten Teil dieser Welt haben sich die Satten an dieses Elend schon weitgehend gewöhnt. Über die mehr als 5000 Kinder, die jeden Tag verhungern, berichten die großen Medien gar nicht mehr. Es ist zu deprimierend und wir können sowieso nichts daran ändern! Soweit die resignierten Vorurteile.
Tatsächlich können wir aber sogar viel daran ändern, denn über unsere Ernährung sind wir sogar deutlich mehr daran beteiligt und folglich mitverantwortlich, als wir uns in der Regel eingestehen. Schon weil aus diesen Hunger-Ländern ständig Futtermittel exportiert werden, um hier bei uns zuerst Schlachttiere und dann Menschen damit zu mästen. Das bedeutet im Klartext, große Kalorien-Mengen hochwertiger Kohlenhydrate werden zu uns gebracht, um hier kleine Kalorien-Mengen minderwertigen Tierproteins zu produzieren. Dass diese exportieren Kalorien in den Entwicklungsländern fehlen, liegt auf der Hand und kostet dort viele Leben.
Aber es kommt auch für uns noch viel schlimmer. Denn inzwischen zeigen wissenschaftliche Studien an großen Bevölkerungsgruppen, wie sehr wir damit nicht nur den Menschen dort und den Tieren überall auf der Erde, sondern auch uns hier gesundheitlich schaden. Forschungsergebnisse vor allem von US-Professor Colin Campbell belegen, in welchem Ausmaß Fleisch und Milch(produkte) die gefährlichsten Krankheitsbilder unserer Zeit fördern: Unsere beiden häufigsten Todesursachen Herzkrankheiten und Krebs, aber auch Diabetes I und II, wie auch Allergien bis hin zu den typischen Alterskrankheiten Alzheimer und Demenz. Tierisches Eiweiß richtet uns zugrunde und das lässt sich jetzt sogar wissenschaftlich belegen. Hier enthüllt sich ein besonders düsterer Schatten unseres Wohlstandslebens in ebenso deutlicher wie schrecklicher Form.
Und Natürlich ist es auch erschreckend jetzt zu erfahren, dass Milch(produkte) nicht nur den Weg zu Krebs bereiten, sondern auch den in die Osteoporose. Wie viele Frauen haben extra Milch getrunken, weil sie genau das verhindern wollten.
Das ist eine Situation wie vor Jahren als alle möglichen Mediziner Hormone im Wechsel propagierten, um den Frauen Gutes zu tun. Sie waren darin von kleinen Pharma-finanzierten Studien bestärkt worden. Dann aber kamen zwei große Studien und wischten das alles vom Tisch, indem sie aufzeigten, wie viel Brustkrebs dadurch entstand.
Heute ist die Lage im Ernährungsbereich ähnlich. Wir haben mit der China-Studie eindeutige Belege dafür, wie schädlich Fleisch, aber vor allem auch Milch(produkte) für unsere Gesundheit sind.
Aber es ist nie zu spät, umzudenken und zu kehren, wenn Indizien so massiv sind wie in „Peace-Food“ angeführt. In Ländern fast ohne Milchkonsum wie Japan blieb Osteoporose praktisch unbekannt, in Ländern mit noch höherem als hierzulande wie etwa in Finnland hat sie sich zur Volksseuche ausgewachsen.
Wir können uns ab jetzt all das ersparen und dabei noch ungeheuer gewinnen, Verzicht ist tatsächlich gar nicht das Thema. Anstatt viele hochwertige Kohlenhydrate an Tiere zu verfüttern, um wenig gefährliches Tiereiweiß zu produzieren, ließe sich durch Umstellung auf pflanzliche Nahrung unser Leben unglaublich verbessern. Sobald wir aufhören, die Angst mitzuessen, die im Fleisch gequälter und unter Todespanik geschlachteter Tiere stecken bleibt in Gestalt all der kurz vorm Schlachten ausgeschütteten Neurotransmitter und Stresshormone, werden wir sofort angstfreier und uns leichter und vor allem erleichtert fühlen.
Persönlich meide ich seit 40 Jahren Fleisch und fühle mich leistungsfähig, energiegeladen und froh, dass ich an all dem Elend in Tier-Zucht-Häusern, bei Tiertransporten und in Schlachthöfen keinen Anteil mehr habe und den Hunger in der Welt nicht mehr fördere und folglich mitverantworten muss. Seit fast zwei Jahren lebe ich ganz ohne Tiereiweiß und genieße die daraus folgenden Geschenke. Es wird bei veganer Kost viel leichter, sein Ideal-Gewicht zu halten, Bewegung in frischer Luft macht ungleich mehr Freude, unangenehme Körperausdünstungen lassen nach und werden angenehmer, man hat mehr und bessere Energie, was sich leicht anfühlt und gehobene Stimmung mit sich bringt.
Die Seele bleibt bei der Entstehung von Krankheitsbildern im Sinne von „Krankheit als Symbol“ wichtig und ich stehe selbstverständlich voll und uneingeschränkt zur Krankheitsbilder-Deutung. Aber die andere Hälfte der Medaille ist der Körper, das Haus in dem unsere Seele leben will und muss. Wir sollten folglich gut zum Körper und zu uns sein. Ganz nebenbei helfen wir so noch so vielen anderen. Der nur anfangs kurz notwendige Verzicht wird durch die Geschenke bei weitem überwogen. Essen für den Frieden ist nicht nur einfach, sondern auch höchst wirksam. Ex-Präsident Bill Clinton hat die in „Peace-Food“ dargestellten großen Studien ebenfalls gelesen und verstanden und sich diesem Trend schon vor Monaten angeschlossen. Er ist zu völlig Tierprotein freier Ernährung gewechselt, um – wie er bekennt – seine Enkel noch zu erleben. Neben solchen gesundheitlichen gibt es noch viele andere wesentliche Argumente für einen Schwenk zur Friedensnahrung. Von humanitären war zu Beginn die Rede, aber es gibt auch ganz wesentliche ökologische Gründe und Clinton Ex-Vize propagiert Fleischverzicht aus Gründen des Klimaschutzes. Hier könnten wir sogar viel leichter viel mehr erreichen als mit der Energie-Wende, wobei das zum Glück keine Alternative ist und wir beides tun sollten. Schließlich sind es auch nicht zuletzt spirituelle Gründe, die für den Schwenk zum veganen Leben sprechen: ein besseres Leben für sich und andere Menschen, die Tiere schonend und der Erde helfend. Die Tiere werden schon bald die Angst vor Ihnen verlieren, wenn Sie diesen Schritte gehen und zu wirklichen Freunden werden, wir selbst werden Freunde der Menschen und der Erde und zu einem Werkzeug des Friedens wie es Franz von Assisi schon vor Jahrhunderten empfohlen hat.
Und veganes Essen ist noch nicht automatisch gesund, dazu muss es noch vollwertig und ausgewogen sein, wie in „Peace-Food“ ausführlich dargestellt. Es ist auch nicht die Lösung auf Fleischersatz auszuweichen, jedenfalls nicht, wenn dieser aus Soja hergestellt wird. Denn die Gen-Soja-Produktion in Amazonien kostet nicht nur Regenwald, sondern auch vielen Indianern auf grausame Art das Leben. Tatsächlich ist Fleischersatz eine Alternative, aber dann wäre darauf zu achten, auf Gentechnik freies Soja zu setzen oder ganz sicher auf Saitan aus Weizen. Auf alle Fälle gibt es keinen mir bekannten Weg, der so effektiv uns selbst, der Menschheit, den Tieren und unserem Heimatplaneten Erde helfen kann.