Veganes Leben

salad-682922_640Seit 40 Jahren vegetarisch und ohne Milch lebend, öffnete mir Colin Campbells China-Study vor Jahren die Augen und ich wurde noch lesend vegan zusammen mit meiner Partnerin Rita, was es sehr erleichterte. Die China-Study brachte das Fass zum Überlaufen. So viele Kinder waren ihre Allergien allein durch Verzicht auf Milch los geworden, längst wusste ich aus der TCM wie sehr diese verschleimt. Persönlich hatte ich seit dem späten Abstillen Milch gemieden und Eier verabscheut. Während der Lektüre der China-Study fiel es mir wie Schuppen von den Augen und „Peace-Food“ nahm Gestalt an als wissenschaftlich belegbare, pflanzlich-vollwertige Kost – als Therapie und Vorbeugung buchstäblich aller Zivilisationskrankheiten angefangen bei Krebs und Herzproblemen. Die Chancen dieser Ernährung faszinierten mich als Arzt und Esser und animierten mich zu dem Titel Friedens-Essen. 6 Jahre und viele wundervolle Erfahrungen reicher, kann ich sagen, neben der ganzheitlichen Psychosomatik von „Krankheit als Symbol“ ist mir keine umfassendere Therapie bekannt. Ich wüsste keinen ärztlichen Rat mit weitreichenderen Vorteilen für körperliche Gesundheit und seelisches Gleichgewicht, von den wundervollen humanitären, ökologischen und tierfreundlichen Nebenwirkungen ganz abgesehen.
Warum sollen die Tiere der Reichen den Armen in den Hungerländern die Nahrung wegfressen, Milliarden Wildtieren den Lebensraum nehmen, um Platz zu schaffen für Milliarden Nutztiere, an deren Fleisch wir so elend erkranken, dass anschließend Millionen Versuchstiere zu Tode gequält werden, um Medikamente zu finden, die wir nicht bräuchten, wenn wir keine Tiere essen würden. Was könnte diesen Teufelskreis rechtfertigen?
Der Ausweg ist einfach und schmackhaft und ich habe ihn liebend gern mit Ratgebern erleichtert. Die Vorbereitung haben Bücher wie Karen Duwes „Anständig essen“ und Jonathan Foers „Tiere essen“ geleistet, eine – allerdings kleine – vegane Bewegung gab es schon lange und „Peace-Food“ wurde, kaum erschienen, zum Bestseller, bald darauf auch das erste Buch von Attila Hildmann, das junge Leute in Scharen mitriss, die China-Study kam in deutsch und schon braute sich eine Welle zusammen, die sich rasch zum Feld auswuchs. Wir eröffneten unser Zentrum TamanGa als veganes Seminarzentrum und waren damit leider der Zeit noch weit voraus. Aber daraus entstand die Reihe der „Peace-Food“ Kochbücher wie auch „Vegan für Einsteiger“, das vielen den Weg ebnete. „Vegan Schlank“ verband meine Erfahrung als Fasten- und „Peace-Food“-Arzt und verhilft entspannt zum Idealgewicht mit wundervollen Nebenwirkungen.
Dieser kleine Ratgeber verbindet zwei mir wichtige Themen ganzheitlicher Gesundheit und ich träume weiter von einem veganen Feld, das wächst und an Tiefe gewinnt, denn vegan allein reicht nicht, es gibt zu viel ungesundes Veganes wie Weißmehl und –zucker oder Korn(schnaps). Und es geht weiter, auch unser Brot ist nicht mehr, was es einmal war. „Geheimnis der Lebensenergie“ erklärt, warum sich viele ohne Weizen so viel besser fühlen.
Und ich hoffe natürlich, die Psychosomatik von „Krankheit als Symbol“ immer mehr Menschen in Kombination mit gesundem Essen im Sinne von „Peace-Food“ schmackhaft zu machen. Denn das will doch Psychosomatik, Seele und Körper verbinden. Die Seele gilt es zu verkörpern und den Körper zu beseelen. Nichts ist dabei förderlicher als die Verbindung von Krankheitsbilder-Deutung mit pflanzlich-vollwertiger Kost.