Über Erotik und Sexualität in den 7. Himmel

Entwicklung der Liebe im Spiegel des Mythos

Die Liebe gehört zum Archetyp der Venus-Aphrodite, der Göttin der Liebe, die auch für Schönheit, Harmonie und Frieden steht. Ihre Herkunft und Geschichte erzählen einiges über ihr Anliegen und die Art, wie sie es unter die Menschen bringt. Und da Mythos nicht verstaubte Geschichten aus uralter Vergangenheit erzählen will, sondern Abbilder oder Archetypen des Lebens bietet, ist er zu allen Zeiten aktuell und alle Zeiten können von ihm Lernen. So wie wir von der Wissenschaft einiges über die biochemischen Verhältnisse bei der Liebe lernen konnten, kann uns der Mythos einiges über das größte Thema der Menschheit vermitteln, was auch moderne Menschen erstaunen mag und mehr verändern kann als alle Forschungsergebnisse.

Geboren aus einem schrecklichen Gewaltakt, wird die Liebe zur Hoffnung für die Götter und Menschen. Als Chronos-Saturn seinen Vater, den Himmelsgott Uranos, mit seiner Steinsichel entmannt und das väterliche Gemächte unter letztem Aufschäumen ins Meer stürzt, wird das Meer befruchtet und Aphrodite geboren. Der urmännliche Himmel(sgott) befruchtet so mit seinem letzten Samen das urweibliche Meer, und beider Kind, Venus, trägt als „Schaumgeborene“ das leichte luftige Erbe ihres himmlischen Vaters ebenso in sich wie das fließend wässrige ihrer Meeresmutter. Und was wäre leichter und anmutiger und damit geeigneter, diese Verbindung zu symbolisieren als der vergängliche Schaum, die Mischung aus Luft und Wasser.

Die Tiefe und Genialität des Mythos verbindet das letzte Aufschäumen des Vaters und damit sein Vermächtnis mit dem Aufschäumen der Mutter, des Meeres, des Neptunischen Reiches, zu dem auch Themen wie Gnade und Opfer gehören. Während der Himmelsgott mit Gaia, der weiblichen Erdmutter, nur missratene Kinder zeugt, gelingt ihm schwerverletzt mit der Befruchtung des ebenso weiblichen Meeres noch der große Wurf und die Liebe in Gestalt der wunderschönen Aphrodite Venus, die himmlisch Leichtes mit wässrig Gefühlvollem vereint.

Der Schaum als Symbol des leichten Luftigen und gefühlvoll Wässrigen beflügelt und begleitet all ihre Projekte im Himmel und auf Erden. Wo Menschen es sich mit der Liebe schwer machen, liegen sie durchaus falsch und haben sich weit von den Reichen des Luftigen und Wässrigen entfernt. Andererseits ist immer zu bedenken, dass gerade Aphrodite, die Liebesgöttin, eine der wenigen Gottheiten ist, die nicht aus Liebe oder Begehren gezeugt wird, sondern ein Kind der Auflehnung und des Aufstandes ist, und so auch viel Chaos und Wirbel verursachen kann.

Väterlicherseits ist Venus ausersehen, den Menschen die himmlische Liebe zu schenken, die sich wunderbar leicht und schwebend anfühlt und die plötzlich und unerwartet aus heiterem Himmel und wie ein Blitz treffen kann. Andererseits verfügt sie über die fließende Weichheit und Gefühlstiefe ihres mütterlichen Erbes. So ist ihre Liebe eine besondere Gnade, die die Betroffenen zu fast jedem Opfer bereit macht, eine Eigenschaft die von der Meeresmutter stammt.

Luft und Wasser – einerseits im Schaum verbunden – sind andererseits auch verantwortlich für jene rosa Wolken, auf denen Verliebte so oft und gern in den 7. Himmel schweben. Sie sind weich und zart und gefühlvoll und himmlisch zugleich. Allerdings braucht im Gegensatz zur Verliebtheit eine große Liebe auch die Kontinuität des Saturn, der die Zeugung der Liebe erst durch seinen Kastrationsakt möglich gemacht hat. Sich verlieben kann in den Himmel erheben, aber kaum durch den Alltag tragen. Die Eheschließung mittels eines Vertrages bringt den Archetyp des Saturn ins Spiel des Lebens und oft genug beendet dieser solcherart die Phase der schwebenden Leichtigkeit des Verliebtseins.

Mit Eros, dem Liebesgott, kommt nun obendrein noch das Feuerelement ins Spiel des Lebens und der Liebe, denn er ist das Kind der Liebesgöttin Venus-Aphrodite, mit dem Kriegsgott Mars-Ares, der für das erste und stärkste Feuer des Entwicklungszyklus steht. Dieses Verhältnis, dem Eros entspringt, ist ein durchaus illegales, denn Venus ist mit dem kunstsinnigen und äußerst kultivierten Götterschmied Hephaistos ehelich verbunden. Mit ihm hat sie sozusagen eine Beziehung zum Wohl nach dem Motto, gleich und gleich gesellt sich gern, während sie mit ihrem Gegenpol, dem grobschlächtig vitalen Mars eine Beziehung zum Heil, nach der Devise, Gegensätze ziehen sich an, eingeht. Das könnte uns zeigen, dass die Liebe, die schon mit einem Aufstand auf die Welt kommt, auch im Verlauf ihres Lebens oft auf illegalen und von den Menschen verbotenen Wegen ihre Ziele verwirklicht. Die große brennende Liebe hält sich an keine Gesetze und achtet sogar die Regeln der Götterwelt gering und erst recht von Menschen ersonnene Bestimmungen. Hier geht es mehr um himmlische Bestimmung als um weltliche Bestimmungen und Regelwerke.

Bei der Trinität von Feuer, Wasser und Luft, wie sie mit Eros und seinem Thema ins Spiel des Lebens kommt, sind außergewöhnlichen, wunder-vollen Erlebnissen von beglückender Leichtigkeit und schwebender Seligkeit Tür und Tor geöffnet, wenn auch meist weit jenseits von menschlicher Planung und sogar Legalität.

Zu bedenken ist, dass weder von seiner Mutter Venus noch durch Eros ein Anteil an Erdelement mitgebracht wird, sodass die Gefahr besteht, unter ihrem Einfluss den Boden unter den Füssen zu verlieren. Leicht kann diese Mischung mit- und auch umreißen, und selig, wer sich dem Strudel der erotischen Liebe ergibt. In solchen Momenten sind die Liebenden fast ganz von der Erdenschwere befreit. Sie spüren nur noch das Feuer heißer Begierde in den verzehrenden Flammen ihrer Liebe, das Fliessen des reißenden Gefühlsstromes und den leichten, ja lichten und jedenfalls schwebenden Seelenvogel in sich. So vergessen sie leicht und gern, dass sie durch ihre Körper auch irdisch sind und den Gesetzten der Erde unterworfen.

Auch wenn Liebende entflammt in brennendem Herzen, sich gehen lassen in die wässrigen Wogen aufwühlender Liebesgefühle und nicht selten sogar abheben, um mit der Liebe in deren himmlisches Luftreich zu entschweben, irgendwann müssen sie doch zur Erde zurückkehren, und dann wird ihnen deren Schwere doppelte Last und so ausgesprochen lästig sein.

Alle Flieger und Überflieger, ob Drachen- oder Segelflieger, ob Gleit- oder Fallschirmspringer und selbst noch die Sternenflieger der Nasa, wissen aus Erfahrung, wie leicht Abheben ist, wie andererseits die Landung auf der harten Mutter Erde aber gelernt sein will.

Eros hat wie alle Kinder dieser Welt sein Erbteil gerecht und von beiden Eltern mitbekommen, von der Mutter himmlische Liebe, vom Vater feurige Energie und Kraft. Mit den Waffen des Vaters, Pfeil und Bogen, „schießt“ er die Liebe, das Anliegen der Mutter, in die Herzen der Menschen. Manchmal stößt er auch die Brandfackel der Liebe in sie hinein. Die martialische Wortwahl macht schon deutlich, dass er mit den „väterlichen“ Waffen auch tiefe Wunden und langdauernde Schmerzen bereiten kann, besonders wenn er seine Pfeile vorher noch in bittere Galle taucht, was vorkommen soll. So kann Eros Lust und Bitterkeit, Ekstase und Absturz aus himmlischen Höhen bewirken.

Jedenfalls verfügt er über eine gewaltige Feuerkraft, die Menschenherzen entflammen und ganze Leben in Brand setzen kann, ähnlich wie die ihm im Organismus entsprechende Kundalini-Energie, wenn sie unvermittelt nach oben „schießt“ und durch unsere Weltachse den ganzen Rücken hinaufglüht.

Als Repräsentant der körperlich sinnlichen Liebe hatte Eros wegen der von ihm ausgelösten Komplikationen des Lebens schon in der Antike keinen leichten Stand. Ursprünglich einer der ganz großen Götter des griechischen Pantheons, erlitt er noch in der athenischen Zeit einen drastischen Ansehensverfall. Sein kultureller Abstieg verlief parallel mit dem von Hera und dem Matriarchat, während andererseits der Aufstieg von Zeus und mit ihm der des Patriarchats begann. In einer archetypisch weiblichen Welt war Eros noch ein König unter den Göttern, in archetypisch männlichen Zeiten verlor er zuerst die Achtung und wurde später sogar zum Gespött. In antiken Rom mit seiner unverhohlen männlichen Militärkultur verkam er zu dem kleinen dicken pausbäckigen Kerlchen, das aus dem Hinterhalt seine Pfeile abfeuerte und nicht mehr ernst genommen wurde. Parallel verlor sich naturgemäß auch die Kultur der Liebe, die in den Aphrodite-Tempeln zu hoher Liebeskunst entwickelt worden war. In Rom begann der Abstieg der Liebestempel, die allmählich immer mehr zu Orten „käuflicher Liebe“ und dann bald auch billiger Lust verkamen.

Das zeigt uns zum einen, dass die Liebe ein archetypisch weibliches Feld braucht, um sich wirklich entfalten zu können, in harten Zeiten männlicher Dominanz geht es ihr schlecht. Bis heute kann man erleben, wie sich vor allem Frauen, um eine gewisse Kultur der Liebe kümmern, während Männer in ihren Berufen und sogar Jobs aufgehen.

Der Abstieg der Repräsentanten der Liebe hat sich mit einer gewissen Ambivalenz bis in die Gegenwart fortgesetzt. Zwar treibt Eros bis heute fast alle Menschen um und zieht sie jedenfalls zeitweilig in seinen Bann, es fällt ihm aber immer schwer, ihre Achtung und Wertschätzung zu erlangen. Moderne Eros-Center verkörpern nur noch seinen abgewerteten Schatten. Allerdings passen sie mit ihrer Existenz an den Rändern der Gesellschaft gut zu Eros, entstammt er doch ebenfalls einem illegalen, weil unehelichen Verhältnis von Venus und Mars.

Die beiden großen anerkannten und hoch geschätzten Formen der Liebe waren im klassischen Griechenland Philia, die freundschaftliche Liebe, und Agape, die göttlich, platonische Liebe. Der große Plato hat uns neben all dem tiefem Wissen seines Lehrers Sokrates mit der nach ihm benannten erhabenen Liebe auch einen Bumerang in den Schoss unserer Kultur geschmuggelt. Denn im Schatten der erhabenen Agape geriet die erotische Liebe ins Hintertreffen und so kam eine gehörige Portion Körperfeindlichkeit mit ins Spiel des Lebens. Philia und Agape blieben jedenfalls durch alle kommenden Zeiten bis fast in die Gegenwart besser angesehen, obwohl sich die Mehrheit der Menschen wenig bis gar nicht für sie interessierte. Eros dagegen interessiert bis heute so ziemlich alle, aber kaum jemand steht zu ihm und so fehlt der erotischen Liebe jene Achtung, die sie als Geschenk der Götter verdient hätte. Im späteren Christentum wird das besonders krass, wo die göttliche Liebe über allem steht, die Freundschaft noch große Wertschätzung erfährt, die Erotik aber in schlüpfrige Läden und an den Rand der Gesellschaft verdrängt wurde.

Dabei könnten uns Venus und Eros so sehr unterstützen auf unserem Weg der Befreiung und zum umfassenden Glück der Einheitserfahrung. Für die bürgerliche Welt bleibt Erotik eine der letzten Chancen Rausch, Ekstase und Gefühle von Erfüllung und Glückseligkeit zu erleben. Solche eine Möglichkeit auszulassen, ist nicht nur gefährlich, weil so viele junge Menschen auf ihrer vergeblichen Suche in Drogenszenen getrieben werden, sondern auch höchst dumm im Hinblick auf eigenen Lebensgenuss. Drogensucht entstammt letztlich der Sehnsucht nach Ekstase, denn niemand kann auf die Dauer auf Erfahrungen von Glück und Seligkeit verzichten, ohne Schaden an seiner Seele zu nehmen. Mit anderen Worten, die Seele braucht immer wieder Erinnerungen an ihre eigentliche Seinsform, an ihre Bestimmung der Rückkehr in die Erfahrung der Leichtigkeit des Seins, um sich weiterhin lebendig und wohl in ihrem jeweiligen Körperhaus zu fühlen.

In einigen östlichen Kulturen hat sich ganz anders als im Westen die Kunst und Kultur der Liebe weiterentwickelt, durchaus von der körperlichen erotischen Liebe ausgehend, aber auf höhere Ebenen geistig-seelischer Liebe zielend. Zu Beginn der Antike gab es durchaus auch solche Ansätze, wenn etwa in den Tempeln der Aphrodite junge Männer von Venuspriesterinnen in die Liebeskunst eingeweiht wurden. Diese Stellvertreterinnen der Venus, ihre Priesterinnen, waren hoch angesehen wie es Priester überall waren und bis heute sind. Sie mussten ihr Leben ganz der Liebesgöttin weihen, darauf verzichten Kinder zu bekommen und Familien zu gründen und ausschließlich der Liebe, ihrer Bestimmung, zu immer neuen Höhenpunkten und -flügen verhelfen. Bis heute laden die Reste des großen Aphroditetempels auf Zypern zur Besichtigung ein. Diese Insel war der Liebengöttin heilig, weil die Schaumgeborene hier zuerst an Land gegangen war.

Heute ist die Insel typischerweise zerrissen und ein Ort des Hasses und immer wieder auch des Krieges. Die Liebe ist hier wie an so vielen Orten auf dieser Erde von ihrem Gegenpol und Schatten, Kampf, Krieg und Hass, eingeholt worden. Wie die Menschen kommt auch die Liebesgöttin nie ganz von ihrem Gegenpol Mars los. Er holt sie immer wieder ein. Am besten geht es noch, wenn sie sich freiwillig mit ihm einlässt, denn dann kommen so wundervolle Kinder wie Harmonia, die Göttin des Gleichgewichts, und eben Eros, der Gott der körperlichen Liebe, heraus.

Wo sie sich wie so viele Sterbliche dem Gegenpol verweigert, wird er auch ihr, der Göttin, zum Schatten, und das Ergebnis sind dann Kinder wie Phobos, die Angst, und Daimos, der Schrecken, die sie ebenfalls mit Mars, ihrem Gegenspieler, zeugt.

Wer verstehen will, wie die heutige Zeit mit der Liebe und ihren Möglichkeiten umgeht, braucht nur zu betrachten, wie der Umgang mit den entsprechenden Urprinzipien oder Archetypen ist. Mars, den Partner und zugleich Gegenpol der Liebe, versuchen wir heute konsequent aus unserem Leben herauszuhalten und zu verdrängen und ernten ihn als Schatten – wie in den ständigen äußeren Kriege überall auf der Welt sichtbar, aber auch in den inneren, die in den Körpern so vieler Menschen als Infektionen und allergische Abwehrschlachten toben. Aber auch Venus selbst wird schon lange nicht mehr die ihr gebührende Ehre erwiesen und so verkommt ihr an sich wundervolles Thema zu Schatten, der uns in einer ausufernden Pornoindustrie und Prostitution einholt. Eros wurde in Eroscenter verbannt und damit aus der erhabenen Position, die ihm eigentlich zustände, längst in die Unterwelt abgedrängt. Seine Dienerinnen zappeln inzwischen hilflos in den Fängen des organisierten Verbrechens und sind nicht selten zu Sklavinnen verkommen weit unter dem Niveau jener Sklaven der Antike, die doch noch einen gewissen Wert für Ihre Besitzer hatten und so auch einen gewissen Status besaßen. Sie sind längst zum Abschaum der Gesellschaft geworden, was schon vom Wort her den Abstieg der Schaumgeborenen zeigtt. Liebesdienerinnen hatten immer und haben eigentlich immer noch der himmlischen Liebe zu dienen, nicht nur der primitiven Lust und schon gar nicht dem organisierten Verbrechen. Vom obersten Himmelvater Uranos ist die Schaumgeborene in den Abgrund der Halb- und oft genug Unterwelt geraten. Schade um sie und schade um uns!

Der Abstieg der Liebeskultur begann schon in der griechischen Antike, feierte im alten Rom erste abstoßende Triumphe und setzt sich bis heute ungebremst fort. Der anfangs immer kindischer und später sogar leicht dümmlich dargestellte Amor ist bildlicher Beleg für diese Schande.

Einen neuerlichen Höhepunkt der Liebeskultur gab es in unseren Breiten erst über ein Jahrtausend später mit der Minnebewegung, wobei sie den körperlichen Aspekt der Liebe ausdrücklich ausklammerte. Die Troubadoure schmachteten ihre angebeteten und rein platonisch geliebten Damen hingebungsvoll an, wollten und sollten ihnen aber keinesfalls körperlich zu nahe treten. Das wäre einer Entweihung der Minne gleichgekommen, die eher ein Gottesdienst als ein Liebesdienst sein sollte. Die Troubadoure liebten in Worten, Versen und Melodien und schafften so statt einer Renaissance wirklich umfassender Liebeskultur eher einen frühen Vorgeschmack auf den deutschen Schlager. Genau wie dieser bis heute, haben sie schon damals die Schattenseiten des Lebens peinlich vermieden.

Wiederum fast 1000 Jahre später entstand in Italien, wo der Abstieg der Liebeskultur im antiken Rom seinen Höhepunkt hatte, ein kleiner Wiederbelebungsversuch, der sich gegen die indische, chinesische oder japanische Liebeskultur allerdings mehr als bescheiden ausnahm, und letztlich nie großen Einfluss bekam. Die Karezza-Bewegung versuchte unter Einschluss körperlicher Liebe, eine Liebeskunst fast tantrischen Ausmaßes zum Leben zu erwecken, fand aber letztlich in einem von der katholischen Kirche und ihrer ebenso engen wie ängstlichen Sexualmoral beherrschten Land keinen ausreichend fruchtbaren Boden. Außerdem brachten die relativ strengen Regeln ihrerseits wieder Stress in die Liebesbeziehungen und raubten ihnen damit genau jene Leichtigkeit und Freiheit, um die es gerade geht. So bleiben Liebeskunst und Kultur bis heute auf die individuellen Schlafzimmer einiger Weniger beschränkt, was der Mehrheit und er ganzen Kultur ein wichtiges Lebensprinzip vorenthält.