Stellungnahme von Ruediger Dahlke zum Wirbel um den Film „Am Anfang war das Licht“.

Als jemand, der im Film dabei ist und auch bei der anschließenden Diskussion, die kaum eine war, anwesend war, möchte ich dazu ein paar grundsätzliche Gedanken beisteuern.

Wer den Film gesehen hat, kann unschwer erkennen, dass sein Anliegen keineswegs die Verbreitung oder gar der Aufruf zu Lichtnahrung ist, sondern eine mutige, von renommierten Wissenschaftlern begleitete Reise an die Grenzen unseres materiellen Weltbildes. Lichtnahrung ist überhaupt nur in dieser Hinsicht als Phänomen interessant. Dafür, das deutlich gemacht zu haben, gilt mein Dank dem Regisseur P.A. Straubinger, der offenbar von Filmen etwas versteht und bei Ö 3 ja auch dafür steht.

Leider bekam ich in der ORF-Sendung kaum eine Chance, meine Position darzulegen. Der Moderator redete lieber mit einem skeptischen Mathematiker an der Sache und den medizinischen Hintergründen vorbei. Er war von höchster Stelle beauftragt, den Film in der Diskussion nieder zu machen. Was heraus kam war aber eher eine äußerst peinliche Offenbarung gängiger ORF-Politik und das Wundern breiter Zuschauerkreise über ein denkwürdiges Journalismus- und Demokratie-Verständnis, das sich am einfachsten zusammenfassen lässt als „die Zuschauer für dumm verkaufen“.

Als jemand, der den Lichtnahrungsprozess schon vor vielen Jahren durchlaufen hat, kann ich auch spirituell Interessierte nur davor warnen. Denn danach brauchen sehr viele – wie auch ich – kaum noch Nahrung. Und wer dann – wie ich – aus Lust am Essen wieder isst, handelt sich rasch ein Gewichtsproblem ein. Auch Jahre später esse ich nicht mal mehr die Hälfte von vorher, um mein Gewicht zu halten. Das brauchen Sie nicht.

Dass an diesem Prozess auch bereits Menschen gestorben sind – von dreien ist das belegt – und wird auch im Film angeführt, ist aus meiner Sicht, kein Argument gegen den Film. Fakt ist, dass Bergsteigen und Schifahren ungleich mehr Todesopfer und Schwerverletzte fordern. Menschen wollen etwas in Grenzbereichen riskieren, das ist ihr freier Wille. Ich werde keinesfalls grundsätzlich vor Berg- und Klettertouren warnen, aber selbstverständlich werde ich den allermeisten meine persönlichen Touren nicht empfehlen. Das wäre unverantwortlich.

Den Film kann ich empfehlen, er ist mit großem Engagement und Aufwand recherchiert, wie ich in der Auseinandersetzung mit P.A. Straubinger erleben konnte. Persönlich habe ich für mich einige spannende Erfahrungen in Extremsituationen gemacht beim Fliegen mit einem Freund, beim Klettern, beim Lichtnahrungsprozess, die ich nicht missen möchte. Zu diesen möchte ich stehen können, ohne sie deswegen zu empfehlen. In zwei Auseinandersetzungen mit Jashmuheen, der australischen Vertreterin der Lichtnahrung, habe ich sie konsequent darauf hingewiesen, dass ich ihre generelle Empfehlung von Lichtnahrung als gefährlich und für die Hungernden der Welt als blanken Zynismus empfinde.

Das hindert mich aber keineswegs, den Film brillant zu finden. Er lässt Forscher zu Wort kommen wie die Professoren Goswami und Popp, die an den Grenzen unseres Weltbildes bahnbrechende Entdeckungen machten und uns helfen, über das rein materielle Weltbild hinauszuwachsen. Darin liegt die Absicht und das Verdienst des Films in meinen Augen und wohl in denen der allermeisten unvoreingenommenen Betrachtern. Diesen Film haben über 100 000 Österreicher im Kino und nun fast eine halbe Millionen im Fernsehen gesehen. Vielen davon dürfte es mit der Schwachsinns-Diagnose des ORF-Chefs bezüglich des Filminhalts ähnlich wie mir ergangen sein.

Aber schauen wir die positiven Aspekte an. Wir leben in einer spannenden Zeit; und ich danke dem ORF ausdrücklich, dem mit der Mit-Finanzierung und Ausstrahlung des Films zur besten Sendezeit Rechnung getragen zu haben. Auch wenn ich solch eine Abkanzelung des Films durch den ORF-Chef als „inhaltlichem Schwachsinn“ und den anschließenden öffentlich eingestandenen Versuch, die Diskussion zu manipulieren, für bedauerlich und eines öffentlich-rechtlichen Senders für unwürdig erachte. Der Versuch, die Zuschauer für so dumm zu verkaufen, ist – wie ungezählte Mails auf allen Ebenen belegen – erfreulicher Weise geradezu dramatisch gescheitert. Die Mehrheit bemerkt solche Manipulationen und wehrt sich heute. Und das finde ich wundervoll. Daraus wäre zu lernen.

Ist es nicht gerade Aufgabe eines Staatsfernsehens von den Grenzbereichen der Forschung zu berichten? Spannend wird es doch dort, wo sich Sprünge im alten Weltbild auftun und Neues Verblüffendes hervor kommt.

Ich freue mich, in dieser Zeit zu leben, das mit zu erleben und auch kommentieren zu dürfen. Ist es nicht faszinierend, wenn es in den letzten Jahren zunehmend Bestätigungen von wissenschaftlicher Seite für Themen gibt, die bisher den Grenzwissenschaften zugerechnet wurden.

Inzwischen empfehlen wissenschaftliche Studien von US-Universitäten Fasten bei Krebs. 35 Jahre habe ich den Widerstand der Schulmedizin gegen Fasten erlebt und ertragen. Wie wundervoll wenn er jetzt ins Gegenteil umschwingt. Das geht bei US-Onkologen soweit, dass sie sogar während Chemotherapien Fasten empfehlen. Damit wird diese uralte biblische, auch in der christlichen Kultur tief verwurzelte Tradition wissenschaftlich rehabilitiert. Das wären Themen für öffentlich rechtliche Sender – in meinen Augen…

Ebenfalls aus den USA kommt eine völlig neue wissenschaftlich begründete Ernährungslehre, die auf pflanzlich vollwertige Nahrung hinausläuft wie ich sie in „Peace-Food“ propagiere. Es gibt heute ca. 200 Studien, die belegen, wie gefährlich Milch(produkte) sind. Sie fördern – durch diese Studien gut belegt – nicht nur Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Infarkt und Schlaganfälle, sie machen jungendlichen Diabetes überhaupt erst möglich. Und die Osteoporose, die sie – laut Werbung – verhindern sollten, fördern sie dramatisch. Das sind harte Fakten im doppelten Sinn. Aber die Wahrheit muss zumutbar sein, sagte sinngemäß Ingeborg Bachmann. Wieso hören wir da so wenig Zumutbares vom ORF?

Was mich besonders freut ist, dass es vorwiegend österreichische Forscher waren, die das Phänomen der Störzonen endlich wissenschaftlich angingen und es mit vielen verschiedenen und auch einigen sehr modernen Meßmethoden belegen konnten. Warum sind wir nicht einfach stolz darauf, dass das grundsätzlich möglich ist und dass es obendrein Österreicher waren? Ein Deutscher hat den Computer erfunden und heute stellt keine relevante deutsche Firma Computer her. Ist das unser Vorbild?

Seit Jahrhunderten weiß vor allem die Landbevölkerung von diesen Phänomenen der Störzonen und Wasseradern und stellt sich vom Hausbau bis zur Brunnensuche darauf ein. Das aber galt bisher immer als okkult, unseriös und jedenfalls unwissenschaftlich. Es brauchte schon viel Mut der Verantwortlichen der Asfinag, wenn sie Entstörungen von Verkehrs-Problem-Zonen überhaupt zuließen. Die Erfolge gaben ihnen recht, jedoch wurden sie dafür auch von Berufs-Skeptikern, die alles nicht Messbare geradezu verteufelen, heftigst kritisiert. Nun können wir solche Phänomene messen und Skeptiker, sofern sie objektiven Daten noch zugänglich sind und sich nicht hinter Ideologien verschanzen, überzeugen. Ist das nicht wundervoll? Ich habe vor Begeisterung das Buch „Störzonen und Kraftplätze“ darüber gemacht. Es war mir eine große Freude, dieses wissenschaftliche Material aus unserem Land zusammenzutragen, es mit meinen Erfahrungen bezüglich des Resonanzgesetzes zu verbinden und einem größeren Publikum vorzustellen. Wenn die Bauern und die Wissenschaftler zusammenfinden und daraus bessere Lebensverhältnisse resultieren, sollten wir uns freuen und beglückwünschen und hoffen, dass unser Staatsfernsehen – irgendwann – auch solche Entwicklungen entdeckt und begleitet. Tragisch wird es, wenn auch gerade erst messbar Gewordenes als Schwachsinn bezeichnet wird. Da stellt sich für mich die Frage, wo der schwache Sinn tatsächlich wabert?

Und zum Schluss möchte ich noch eine Lanze brechen für all das wissenschaftlich (noch) nicht Messbare. Ist das alles Schwachsinn? Ist es Schwachsinn, wenn sich mein Bewusstsein spürbar verändert, wenn ich Mozart oder Verdi höre, weil es medizinisch (noch) nicht messbar ist? Zum Glück können wir die Phänomene der erotischen Liebe inzwischen weitgehend messen wie ich bei den Recherchen zu „Mythos Erotik“ mit Begeisterung festgestellt habe. Damit ist die Liebe nun offenbar auch für Skeptiker, falls sie geruhen die Studien zur Kenntnis zu nehmen, kein Schwachsinn mehr. Aber hat das die Liebe verändert? Es ist spannend und ich habe es begeistert zur Kenntnis genommen und finde ein wissenschaftliche Flirt- und Liebesschule witzig, aber dann hat es sich auch schon mit dem wissenschaftlichen Fortschritt. Liebe war immer und bleibt uns, wir verstehen ihre Phänomene ein bisschen besser.

Und die Wandlung in der katholischen Messe, ist die etwa Schwachsinn, weil sie chemisch (noch) nicht nachvollziehbar ist?

Als Christ weiß ich und wissen das viele anders. Also lassen wir uns nicht irre machen, wenn Berufs-Skeptiker und moderne Hexenjäger alles für Schwachsinn halten, was sie und wir mit unseren schwachen Sinnen noch nicht erfassen können und Wissenschaftler noch nicht untersucht haben. Und freuen wir uns an dieser Zeit, in der mutige Wissenschaftler wie am Ende des Films über die Lichtnahrung von der Grenzen unserer Erkenntnis berichten.