Schlank werden, sein und bleiben

Warum ließe sich fragen, sind nicht alle Menschen schlank und rank, wenn das doch die beste Lebensform ist? Wieso wurde das Gros der Menschen und vor allem Frauen mit ganz anderen Vorgaben ins Leben geschickt?.

Tatsächlich lassen sich Figuraspekte genauso deuten wie Krankheitsbilder in „Krankheit als Symbol“. Millionen Menschen haben inzwischen verstanden, dass es etwas mit ihrer Lebensstimmung zu tun hat, wenn sie bei Erkältungen die Nase voll haben oder ein ausufernd großes Herz bei Herzinsuffizienz auf das Thema Liebe und die Aufgabe, das Herz wachsen zu lassen, hinweist. Krebs erscheint als Wachstumproblem und Alzheimer als ein in den Körper gesunkenes „Wieder-werden-wie-die-Kinder“.

Alles was Form annimmt, hat auch Bedeutung und Sinn. Dass aber Figuren Formaspekte ausdrücken, ist offensichtlich. Aus diesen Formen die Inhalte und Aufgaben zu lesen, ist die Idee des Buches „Körper als Spiegel der Seele“. Werden diese Aufgaben im übertragenen Sinn erkannt, angenommen und im Leben umgesetzt, fällt das Erlangen der Idealfigur ungleich leichter.

In diesem Sinn bringt eine füllige Figur das Thema Fülle ins Spiel des Lebens. Die Aufgabe ist, das Leben im übertragenen Sinn rund zu bekommen, eine runde Sache daraus zu machen und Erfüllung statt Fülle zu finden. Ein innerlich erfüllter Mensch wird auch äußerlich leichter in Form kommen und eine Figur verwirklichen, die ihn selbst und die Umgebung anmacht.

Ein als zur groß empfundener Bauch betont ebenso diese Rundheit und darüber hinaus die Körpermitte. Die in diesem Symptom verborgene Aufgabe ist es also, zur eigenen Mitte zu finden, sich um seine zentralen Anliegen zu kümmern, statt alles Mögliche in sich hinein zu fressen.

Wer unter dem Reithosen-Phänomen einer nur unter der Gürtellinie ausladenden Figur leidet, wird durch dieses Körperbild darauf hingewiesen, den Schwerpunkt in seinem Leben tiefer zu legen, sich mehr dem weiblichen Pol zuzuwenden, Mutter Erde und Mutter Natur näher zu kommen und insgesamt bodenständiger zu leben. Noch nie hab ich in 30 Jahren Arztpraxis erlebt, dass eine Frau diesem Problem mit körperlichen oder diätetischen Maßnahmen gerecht werden konnte. Aber immer wieder hat es sich gebessert, wenn im Rahmen einer Schattentherapie der weibliche Pol als eigentliche Aufgabe integriert wurde.

Ein großes Gesäß betont das Thema Durchsetzung(sfähigkeit). Auch das Sitzfleisch und damit die Möglichkeit, etwas auszusitzen, klingt an. Insofern wäre es besser, sich im übertragenen Sinn durchsetzen zu lernen und Ausdauer und Beharrungsvermögen zu entwickeln, als zu viel Energie in einem großen Po zu binden.

Weibliche Kraft und Macht lässt sich in der modernen Gesellschaft deutlich geschickter als ausgerechnet in mächtigen Schenkeln ausdrücken. Ebenso wie die Fähigkeit zu nähren sich im übertragenen Sinn leichter und ansprechender darstellen lässt, als in überdimensionierten Brüsten.

Wer diese psychosomatischen Hintergründe im Sinne von „Körper als Spiegel der Seele“ durchschaut und Lösungen findet, die seine eigene Seele befriedigen, wird auch noch mehr von den kommenden Maßnahmen und Tricks haben. Wer sich an allen Tagen, wo er isst, sich auch eine halbe Stunde im Sauerstoffgleichgewicht bewegt, wird sein Gewicht damit in Zaum und die Figur auf Zack halten, aber es kostet eben täglich Zeit und Überwindung.

Demgegenüber gibt es Hilfen aus der Hormon- und Neurotransmitter-Welt, die wenig Einsatz brauchen und viel bringen. Wer nach dem Abendessen nichts mehr isst, mit dem Frühstück mindestens 12 Sunden wartet und es zu einem wirklichen Break-fast macht, d.h. einem Fasten-Brechen, der produziert spürbar mehr Wachstumshormon (HGH oder Human Growth Hormone). Das aber führt zu jener Aufbruchsstimmung, die viele von Fasten-Zeiten her kennen. Es ist diese aufgeräumte Stimmung, die auch das Dinner-Cancelling bekannt gemacht hat, bei dem es letztlich auch darum geht, die tägliche beziehungsweise nächtliche Fastenzeit zu verlängern. Zum einen spart man damit all die Kalorien des spätabendlichen Essens ein und bekommt obendrein die Aufbruchsstimmung und Motivation, die notwendig ist, um eine nachhaltige Figur-Umstellung zu schaffen.

Der nächste wichtige Schritt wäre, sich klar zu machen, dass am Abend unbedingt auf Kohlenhydrate und vor allem raffinierte zu verzichten ist. Raffinierte Kohlenhydrate sind generell ein vorrangiger Feind der schlanken Linie, am Abend aber sind sie besonders belastend. Kohlenhydrate führen zur Insulinausschüttung, je raffinierter desto mehr Insulin setzen sie frei. Insulin aber blockiert wiederum die Fettverdauung für Stunden. Wer also abnehmen will, sollte abends auf Kohlenhydrate verzichten. Das ist Geheimnis von Diätprogrammen wie „Schlank im Schlaf“. Wer für geringe Insulinanstiege sorgt und also nur vollwertige Kohlenhydrate nimmt und am Abend gar keine, ist auf dem richtigen Weg.

Der dritte und wichtigste im Rahmen dieser Tricks läuft darauf hinaus, morgens einen Löffel einer speziellen Rohkost nüchtern zu sich zu nehmen, die für einen ausreichenden Serotoninspiegel während des ganzen Tages sorgt. Überall auf der Welt sind Menschen auf der Jagd nach diesem Wohlfühlhormon der Seele, das obendrein den Schlaf und die Haut verbessert. All jene Millionen zum Beispiel, die Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Prozac in den USA und Fluctine oder Cipralex bei uns nehmen ohne wirklich depressiv zu sein, wie auch all die Techno-Kids und Raver, die MdMA oder Ekstasy nicht nur bei ihren Loveparades einwerfen, aber auch die Schokoladen und Süßigkeitenfans. Gegenüber diesen drei Gruppen haben diejenigen, die ABON VITAL, eine fein vermahlene Rohkost nehmen, viele Vorteile. Sie bekommen ihr Serotonin auf gesunde Weise und haben als Nebenwirkungen gute Stimmung, und eine in vielen Fällen deutliche Appetitbremse durch das Serotonin. Ich selbst, aber auch viele andere nehmen morgens nur noch einen Löffel dieser fein vermahlenen Rohkost zu sich, die reich an Amaranth und Quinoa ist, zwei lateinamerikanischen Getreidearten, die die Vorstufe von Serotonin, L-Tryptophan, enthalten. Durch diese Art von Break-fast-Cancelling kommt zum appetizügelnden und stimmungshebenden Effekt des Serotonins noch ein besonders deutlicher Wachstumshormonschub hinzu, da die Fastenzeiten weit über 12 Stunden liegt. Das spart nicht nur eine Mahlzeit, sondern bei guter Stimmung ist es auch leichter, gesteckte Ziele zu verwirklichen.

Wer diese Tricks noch mit geschicktem, gutem und schönem Essen verbindet, das dem eigenen Typ entspricht, hat gute Karten, seine Figur erfolgreich seinem Ideal anzunähern. In dem Buch „Vom Essen, Trinken und Leben“ habe ich zusammen mit der Haubenköchin Dorothea Neumayr dargestellt, wie so ein Essensfahrplan aussehen könnte. In „Aller guten Dinge sind drei“ sind auch noch die entsprechend hilfreichen Bewegungs- und Entspannungsrichtlinien dargestellt, mit deren Hilfe Bewegung ebenso wie Essen die Lebensfreude steigern kann.