Säulen der Gesundheit -oder Das Gesundheits-Programm

meditation-609235_640„Gesundheit sei das höchste Gut“ behauptet der Volksmund, und Deutsche geben sie unter den Neujahrswünschen zu vorderst an. Erstaunlich nur, wie wenig sich das in ihrem Gesundheitsverhalten widerspiegelt. Christian Morgenstern formuliert diesen Widerspruch treffend: „Das Gesundheitsinteresse ist riesig, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel“. Die Erfahrung vieler Seminare zu den „Säulen der Gesundheit“ bestätigt einerseits die Erkenntnis von Morgenstern, andererseits haben sich mit der Zeit in der Praxis bewährte Auswege aus dem Dilemma und den vielen Teufelskreisen in diesem Bereich ergeben.

Gesundheit und auch Gesundheitsverhalten müssen Spaß machen, um überhaupt langfristige Chancen zu haben. Was vernünftig und über alle Maßen gesund ist, wird deswegen noch lange nicht ernst genommen oder gar angewandt. Vollwerternährung wird z.B. erst dort zur wirklichen Alternative, wo sie auch besser schmeckt als die mit Geschmacksverstärkern aufgepeppte Konkurrenz. Bewegung wird nur durchgehalten, wenn sie Freude macht. Wer sie empfiehlt, um damit irgendwelche zeitlich entfernten Gesundheitsresultate zu erzielen, wird kaum Resonanz finden.

Obendrein müssen sich die propagierten Maßnahmen in Formen kleiden, die in die jeweilige Zeit passen und zumindest nicht mit dem Zeitgeist kollidieren. Von zentraler Wichtigkeit ist es, die Betroffenen dort abholen, wo sie wirklich sind, dort wo man sie gern hätte oder wo sie eigentlich sein sollten, eröffnen sich gar keine Chancen. Die Vorstellungen von Pfarrer Kneipp und Turnvater Jahn sind zwar noch immer richtig und gesund, sie finden deshalb auch auf gar keinen Widerspruch, aber auch kaum noch Anhänger.

Schließlich müssen die Konzepte leicht, rasch verständlich und logisch einfach nachvollziehbar sein – wir geben uns und entsprechenden Maßnahmen immer weniger Zeit. Selbst Dinge, die wir über Jahrzehnte verbockt haben, wollen wir in von Spezialisten in Kürze behoben sehen.

Auch wenn wir heute auch alles neu machen wollen und davon ausgehen, daß nur das Neueste auch gut sein kann, sind andererseits die alten Ideale noch immer gültig und spuken in unserem Unterbewußtsein herum, etwa das der Antike vom gesunden Geist in einem gesunden Körper. Erst wo Gleichgewicht herrscht zwischen körperlicher und geistiger Entwicklung und wo die Seele gern im eigenen Körperhaus wohnt, kann jene Zufriedenheit einkehren, aus der Glück erwächst. Der Weg zum Glück kann dabei überall beginnen, aber er muß irgendwo anfangen. Jede der „Säulen der Gesundheit“ kann zum Dreh- und Angelpunkt eines neuen Lebens werden, ob die der Ernährung, die der Bewegung, der Entspannung, des Umweltbewußtheit oder des Bewußtseins, eine aber müßte es sein. Und wenn es nicht die der Bewußtheit selbst ist, muß sie sich immer mit dieser verbinden, denn sonst bleibt alles – heute leichter denn je – in der Zersplitterung und damit in der Einseitigkeit hängen.

Das antike Ideal zerfällt heute wie alles andere auch in immer mehr Einzelteile: Das Mehrheitsmedium Fernsehen präsentiert uns uralte äußerlich fit wirkende, innerlich leere US-Greise, deren einziges Ziel Altwerden ist, was sie dann aber gar nicht sein wollen, da sie alles mögliche unternehmen, um ihr wahres Alter zu vertuschen. Oder auf Idealfettwerte getrimmte seelisch verarmte Sportwesen, deren Lebensstimmung sich auf der Fettwaage entscheidet. Oder Ernährungsapostel und Gesundesser, deren moralinsaure ungesunde Ausstrahlung ihr eigenes Programm Lügen straft und die Frage provoziert, wofür sie um Gottes willen überhaupt so gesund sein wollen, bei einem Leben, das sich so mühsam und freudlos dahin quält. Oder schließlich die modernen sogenannten Couchpotatoes, die angesichts der Aussichtslosigkeit all dieser Ansätze gar nicht mehr mitmachen. Desillusioniert reicht ihr Engagement nicht mehr zur Teilnahme am Leben – sie gehen nicht mehr selbst hin, sondern lassen das Leben via Fernsehen zu sich auf die Couch kommen.

All diese Versuche enthüllen, daß Ergebnisse in Einzelbereichen zu kurz greifen, während tief innen der alte Wunsch weiterlebt und darauf wartet, daß ein gesunder Geist in einem gesunden Körper leben und zur Ruhe kommen möge. Wünschen allein aber reicht nicht, man müßte auch einiges in eigener Regie unternehmen, um sich diesem Ziel zu nähern. Die „Säulen der Gesundheit“ tragen jede für sich und alle zusammen das Dach unseres Körperhauses. Sie unterstützen sie sich dabei und machen einander die Last erträglicher, d.h. wer mit einer Säule gut zurecht kommt, wird auch leichter Zugang zur Essenz der anderen finden.

Eine typgerechte gesunde Ernährung fördert z.B. die Bewegungsfähigkeit und -lust, sorgt für genügend Energie im Körper und belastet ihn nicht über Gebühr, sondern hebt das Lebensgefühl und die -stimmung spürbar. Sie erhöht darüber hinaus die Sensibilität des Körpers, sodaß er rascher spürt und meldet, was er braucht, etwa Entspannung, Bewegung oder eine verträglichere Umweltsituation.

Vernünftige Bewegung erleichtert ihrerseits die Verdauung, zum Beispiel indem sie die Atmung anregt und damit den Massageeffekt, der vom Zwerchfell als Hauptatemmuskel auf die Därme ausgeübt wird. Zudem erhöht sich dadurch die rhythmische Anspannung der Bauchmuskeln, was die Verdauung obendrein verstärkt. Natürlich steigert Bewegung vor allem aber die Stoffwechselaktivität und damit den Grundumsatz, was entscheidend dazu beiträgt, den Organismus in die für ihn stimmige Form zu bringen, da jetzt überschüssiges (Fett-)Gewebe verbrannt werden kann. Vor allem kann die persönlich richtige Bewegungsart enorm viel Spaß machen und damit die Motivation für jedes Gesundheitsprogramm insgesamt heben. Hinzu kommt, daß nur ein Bewegungsprogramm, die Gesundheit fördert, daß einen fordert, ohne den Organismus zu überfordern. Zu wenig und zu viel, ist des Narren Ziel, weiß wiederum der Volksmund und hat wie so oft recht. Wer sich sportlich überfordert, erreicht gerade keine Fettverbrennung, denn zuviel Bewegung führt ins Sauerstoffdefizit, was an der hechelnden Atmung deutlich wird. Ohne Sauerstoff gibt es aber keine Verbrennung und der Organismus schaltet auf Kohlenhydratverwertung. Leere Kohlenhydrat beziehungsweise Glykogenspeicher – mit andere Worten Unterzucker – fühlt sich aber wie Heißhunger und Gereiztheit an und wird entsprechend beantwortet. So werden gerade diejenigen, die sich so furchtbar plagen und ihren Körper überstrapazieren, weil sie unbedingt abnehmen wollen durch ihre ungeschickte Bewegung eher noch immer dicker.
Regenerierende Entspannung fördert ihrerseits nicht nur die Verdauung („nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte tun“), sondern im Anschluß auch wieder die Lust auf Bewegung und erleichtert diese auch, weil sie auf ganz andere Weise wie Bewegung die Durchblutung fördert und natürlich damit auch den Geist befruchtet, der ja ebenfalls auf gute (Gehirn-)Durchblutung angewiesen ist, was wiederum in idealer Weise durch Ausdauerbewegung im Sauerstoffgleichgewicht zu erreichen ist. Einfache geführte Meditationen, die die Aufmerksamkeit zum Beispiel mit einem inneren Lächeln in bestimmte Regionen des Körpers lenken, erhöhen dort – inzwischen von der Psychoneuroimmunologie sogar meßbar – die Durchblutung und damit nicht nur die Entspannungtiefe, sondern auch die Regeneration – und somit die Heilungschancen. Die Bewegungsfähigkeit nimmt auch zu, sobald die Entspannung Dehnungselemente einschließt. Die solcherart gesteigerte Flexibilität macht Bewegungsübungen leichter und fließender und vor allem genußvoller und reduziert damit zugleich das Verletzungsrisiko.

Für viele psychosomatisch Interessierte ist inzwischen selbstverständlich, daß bewußt gesteigerte körperliche Beweglichkeit auch die geistige Anpassungsfähigkeit erhöht, ganz ähnlich wie zunehmende Durchblutung und Belebung der Muskulatur die Hirndurchblutung mit steigert, was wiederum die vielen guten Ideen etwa beim Laufen erklärt. Entspannung hilft natürlich und vor allem auch unserem Geist, seine Möglichkeiten auszuschöpfen.

Ein regelmäßig in tiefe, genußvolle Entspannung abtauchender Mensch wird damit aber auch seine Möglichkeiten verbessern, die anstehenden Lebensaufgaben zu verdauen, was sich wiederum positiv auf die Verdauung im Magen-Darm-Trakt auswirkt. Wer etwas nicht verdauen kann, und sich das nicht eingesteht, wird das bald an seiner körperlichen Verdauung spüren wie die Erfahrungen mit „Krankheit als Symbol“ gezeigt haben. Jeder einzelne Atemzug im Rahmen entsprechender Übungen massiert über das Zwerchfell nicht nur sanft und bestimmt die Verdauungsorgane, sondern die Atmung profitiert natürlich ihrerseits, wenn die Verdauung ungestört verläuft und nicht etwa ein überblähter Darm nach oben gegen das Zwerchfell drückt und es in seinem Bewegungsspielraum einengt.
So viele lohnende Möglichkeiten, die sich gegenseitig befruchten, fördern und verstärken, müßten eigentlich schon genug verlocken, nähmen wir die Säulen „Umweltbewußtheit“ und „Bewußtsein“ noch hinzu, wären es noch weit mehr. Die meisten Menschen nutzen aber nur einen geringen Prozentsatz ihrer Möglichkeiten. Dabei wäre es so einfach beim Körper beginnend, die andere Bereiche unserer Möglichkeiten zu beleben und so unser ganzes Potential zu befreien. So wie wir normaler Weise essen, reicht das zwar zum Überleben, aber mit leben hat das noch wenig zu tun. So wie wir normaler Weise atmen, reicht auch das zum kurzfristigen überleben, aber was die wirklichen Chancen des Atems sind, erfährt, wer einmal in den Prozeß des verbundenen Atems eingetaucht ist, und erlebt hat, wie es ihn atmet und er Teil des Ganzen ist, das Ganze aber auch Teil von ihm ist. Die magere Art, wie wir uns bewegen, reicht ebenfalls notdürftig zum Überleben, hat aber offensichtlich noch nichts mit Leben und den Möglichkeiten unserer begnadeten Körper zu tun. Die bescheidenen 10 Prozent, die wir laut Neurophysiologen von unserem Gehirnpotential benutzen, reichen für eine gewisse Zeit zum Überleben, mit Leben im eigentlichen Sinn, wie es etwa östliche oder auch manche westlichen spirituellen Traditionen beschreiben, hat das aber noch lange nichts zu tun. Der Sufilehrer Gurdieff, der vor allem durch seinen Schüler Ouspensky bekannt wurde, sagte dann auch folgerichtig, der Mensch müssen sich sein Menschsein erst erarbeiten und verdienen, die längste Zeit davor sei er eigentlich nur ein Automat, der sein von Gewohnheiten bestimmtes beschränktes Leben weit unterhalb des Niveaus führe, was uns bestimmt und möglich sei.

So sehr die hier angedeuteten Möglichkeiten auch faszinieren mögen, alles beginnt immer mit einem kleinen ersten Schritt. Und der springende Punkt ist und bleibt, daß man die Anfangshürde nimmt und einen eingefahrenen Teufelskreis durchbricht. Sobald das geschafft ist, ergibt sich ein Zusammenspiel der einzelnen Säulen, das einen selbst und die Umgebung begeistern wird. Dann kann man erleben, daß Gesundheit mindestens so ansteckend ist wie Krankheit. Jetzt werden sich die Freunde und Kolleginnen zu interessieren beginnen, warum man an keiner Grippewelle mehr teilnimmt, essen kann, wozu man Lust verspürt, ohne dick zu werden, warum man am Abend frischer ist als sie am Morgen und insgesamt mehr und Besseres leistet, vor allem aber, warum man das Leben in allen Phasen und selbst wenn es scheinbar schwer ist, in vollen Zügen genießt. Bis dorthin ist der Weg gar nicht so weit, aber dafür umso ungewohnter. Deutlich mehr Eigeninitiative und -verantwortung sind gefragt als wir gewohnt sind, in unsere Gesundheit und Entwicklung zu investieren. Wer aber einmal von der prickelnden Energie und fließenden Bewegungslust gekostet hat, wer die Möglichkeiten tiefer Entspannung erlebt und das Glück umfassender Gesundheit erlebt hat, den braucht man nicht weiter zu motivieren, der lebt jeden Tag gern, und das bedeutet für ihn, sich mit Hingabe zu bewegen, genußvolle und tief zu atmen, sich danach zu dehnend und in die eigene Mitte versinkend zu entspannen, der wird gut und gern essen und dabei selbstverständlich in seiner Form bleiben. Er wird es nicht mehr erstaunlich finden, daß ihn entsprechende Bewußtseinsgymnastik in jeder Phase seines Lebens intelligenter machen kann, daß seine Körperintelligenz ebenso und ganz nebenbei zunimmt, daß deshalb Ernährungsfehler und Entspannungsprobleme bald der Vergangenheit angehören. ohne daß er sich noch um solche Dinge sorgen müßte. Er wird auch keinen Arzt mehr brauchen, weil sein innerer Arzt, jene Instanz die schon Paracelsus als Archeus ansprach, längst ganz sanft und unbemerkt das Kommando übernommen hat und es gar nicht mehr bis zu den gewohnten Problemen kommen läßt. Dort lösen sich die Probleme und Fragen von selbst. Die brennende Frage aber ist, wie kommt er dahin?

Natürlich kann man – gerade durch die Lektüre gut motiviert – mit allen Säulen der Gesundheit gleichzeitig anfangen, das Problem ist aber gar nicht das Anfangen, sondern das Durchhalten bis man Ergebnisse spürt – dann erst ist alles gewonnen. Insofern gilt es, sich zu Beginn richtig einzuschätzen und die eigene Energie und Disziplin gut einzuteilen.

Jeden Tag eine halbe Stunde im Sauerstoffgleichgewicht zu laufen, wäre eine wundervolle Möglichkeit, aber wenn jemand abnehmen und schnell in Form kommen will, dauert es doch lange – nämlich Monate – bis der gewünschte Effekt eintritt. Die erste halbe Stunde Laufen bringt ihm zum Abnehmen nämlich kaum etwas, er muß seinem Körper die Fettverbrennung erst wieder beibringen, die dieser in faulen Jahren verlernt hat. Zum Glück verlernt der Körper aber nicht nur schnell, er lernt auch genauso schnell. Wer einmal ein Körperglied aus einem Gipsverband zurückbekommen hat, kennt das. Der Organismus paßt sich dem Ruheprogramm an und baut nicht benutzte Muskulatur ab. Genauso reduziert er die entsprechenden Fettverbrennungsmöglichkeiten, wenn jemand seinen Stoffwechsel einschlafen läßt. Nun dauert es Wochen und manchmal Monate bis eine effektive Verbrennung wieder in Gang kommt und das Abnehmen klappt. Dann allerdings kann man sich auch im Liegestuhl räkeln und wird sogar dabei abnehmen, denn nun arbeiten die kleinen Kraftwerke andauernd und in großer Zahl und Effizienz. Voraussetzung hierfür ist natürlich, daß man richtig läuft, nicht zu schnell, um keine Sauerstoffschuld einzugehen, aber auch nicht zu wenig, um überhaupt einen wirksamen Reiz zu setzen. Wo man gerade noch genug Luft durch die Nase bekommt, ist in der Regel der passende Bereich und der goldene Mittelweg wie immer der beste.

Wer sich und seine Disziplin kennt und weniger zu langem Durchzuhalten neigt, muß auch bezüglich einer Ernährungsumstellung vorsichtig sein und sollte nicht zu schnell zu viel erwarten, denn auch hier kann es Monate dauern, bis die positiven Auswirkungen spür- und sichtbar werden.

Glücklicherweise gibt es eine Reihe einfacher, zeitlich überschaubarer und trotzdem wirksamer Ein- und Umstiegsmöglichkeiten, es kommt nur darauf an, die für einen selbst ideale Methode herauszufinden und dann am besten sofort zu beginnen. Besonders einfache Möglichkeiten, weil man leicht auf vorgegebene Hilfen zurückgreifen kann, bieten die geführten Meditationen. Der regenerierende Effekt ist ähnlich wie bei einem Mittagsschlaf. Zudem kann man sie überall – im Liegen wie auf dem Bürosessel – durchführen, und es gibt reichlich Themenangebote. Selbst jedes noch so kleine Krankheitssymptom kann Anlaß zu solch einem Heilungsritual werden und die Umkehr einleiten.
Eine andere wirksame Möglichkeit für eine Umkehr in Richtung Gesundheit und um aus verschiedenen Teufelskreisen auszubrechen, ist eine Fastenwoche. Fasten, das nicht mit Nulldiät zu verwechseln ist – letztere ist wirklich in der Regel nullwertig – ermöglicht in ihrem Anschluß die Umstellung der Ernährung auf leichte Art. Solch eine Woche ist ein idealer Neuanfang. Selbst ein bereits süßigkeiten-, alkohol- oder drogenabhängiger Organismus findet dadurch meist relativ rasch zurück zu seinen ursprünglichen gesunden und natürlicheren Instinkten und Bedürfnissen, die zu befriedigen, Freude macht. Eine bewußte Fastenzeit außerdem tatsächlich die einfachste und billigste Methode zum Entzug von Tabak-, Alkohol und Drogen, die alle und jedes auf seine Art den Weg zur Gesundheit behindern. Der Organismus wird dabei obendrein und ganz von sich aus Lust auf Bewegung entwickeln und dazu auch leichter in der Lage sein. Entspannung fällt beim Fasten ebenfalls nicht nur leichter, sie paßt bestens dazu und vertieft die gesamte Erfahrung.

Wem auch eine Woche – wie zum (ersten) Fasten notwendig – noch zuviel ist, könnte immer noch auf den „verbundenen Atem“ bauen. In einer ca. zweistündigen Atemreise erreicht man eine ungewohnt tiefe Entspannung. Dermaßen verblüffende Regenerationserfahrungen, die noch dazu auf naturheilkundlicher Seite viel bringen, wird man sich gerne gönnen. So wird der Organismus geradezu mit dem Lebenselexier Sauerstoff überschwemmt. Ein weiterer unübersehbarer Vorteil: Atmen kann jeder, der noch lebt – hier gibt es also schon gar keine Ausrede.

Wichtig ist bei all diesen wie auch den übrigen Vorschlägen in „Säulen der Gesundheit“, dort anzufangen, wo man wirklich ist und sich nicht gleich von Anfang an zu überfordern. Wir haben versucht, beim Schreiben darauf Rücksicht zu nehmen und trotzdem wird jeder das Buch anders lesen und verstehen. Seine vielen Angebote lassen uns aber hoffen, daß jeder seinen individuellen Weg daraus ableiten kann. Gehen muß er ihn natürlich selbst, wobei wir auch dazu noch viele Hilfsmittel, Einführungen und Unterstützungsprogramme anbieten.