„Peace-Food – wie Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“

vegetable-777473_640Modernen Menschen ist Essen so viel mehr als Sättigung und Energieversorgung. In diesem reichen Teil der Welt wissen wir es längst, für Statuszwecke zu gebrauchten, es mit Ästhetik und Genuss zu verbinden oder auch es im spirituellen Bereich zu Entwicklung und wachsender Sensitivität zu nutzen. Viele haben erlebt, wie der bewusste Essensverzicht beim Fasten zu spirituellen Erlebnissen und Erfahrungen der schwebenden Leichtigkeit des Seins führt. Kompletter Verzicht auf Nahrung im Sinne von Lichtnahrung kann uns überhaupt neue Dimensionen öffnen. Auf dem Gegenpol findet sich in Gestalt des Hungerns durch erzwungenen Mangel die grauenhafte Erfahrung des Untergangs aller Hoffnungen. Und gerade verhungerten wieder mehr Menschen als wir gewohnt waren in der Katastrophe am Horn von Afrika. Die Wirklichkeit ist aber noch viel schlimmer, denn tatsächlich verhungern ständig unzählige Menschen und jeden Tag über 5000 Kinder, also mehr als am 11. September Menschen aus der Geld- und Wirtschaftsbranche umgekommen sind. Im satten Teil der Welt haben sich die meisten an dieses Elend gewöhnt und die Nachrichten-Sendungen berichten darüber nicht mehr. Der 11. September ist uns eingefahren und unter die Haut gegangen, wahrscheinlich weil wir spüren, dass er uns angeht. Aber auch die Verhungernden gehen uns an.
Wir sind über unsere Nahrung an Ihrem Elend mehr als beteiligt, wir sind mitverantwortlich. Aus ihren Hunger-Ländern werden noch immer Fleisch und Futtermittel exportiert, um hier bei uns Schlachttiere und anschließend mit diesen Menschen zu mästen. Das verhöhnt nicht nur die Hungernden, sondern bedroht auch uns und zwar nicht nur mit immer monströseren Figuren, sondern ganz konkret medizinisch. Mittlerer Weile haben wir mehr als genug wissenschaftliche Studien, die Ausmaß offen legen, in dem uns selbst schaden, wenn wir tierisches Eiweiß essen. Die Forschungen vor allem von US-Ernährungs-Papst Colin Campbell, ehemaliger Professor der Cornell-University, demonstrieren, in welchem Ausmaß Fleisch und Milch(produkte) die gefährlichsten Krankheitsbilder unserer Zeit fördern als das sind Herzkrankheiten und Krebs. An diesem beiden Krankheitsbildern sterben in unseren Ländern am meisten Menschen und beide werden in erheblichem Ausmaß durch Tierprotein gefördert, also nicht nur durch Fleisch, sondern auch durch Milch(produkte) und Eier. Aber auch die beiden Formen von Diabetes, die Flut der Allergien und die wachsende Bedrohung durch Alterskrankheiten wie Alzheimer und Demenz werden durch Tierprodukte gefördert. Tierisches Eiweiß richtet uns langsam aber sicher zugrunde. Wer, wie ich als Arzt, ein Auge dafür hat, sieht es überall, wer nicht, kann im Buch „Peace-Food“ die auch für Laien verständlich dargestellten Studien nachlesen.
Es ist erschreckend jetzt von Seiten der Wissenschaftlern zu erfahren, die lange das Gegenteil predigten, wie dramatisch Fleisch und Milch(produkte) den Weg in Krebs und Herzprobleme geradezu pflastern. Professor Colin Campbell, konnte es – von einer Milchfarm stammend – lange selbst nicht fassen, bis er den Mut fasste, es zu veröffentlichen. Längst sind aber auch andere mutige Ärzte an seiner Seite wie etwa Caldwyn Esselstyn, der als erster mit Röntgenbildern zeigte, wie Ernährungsumstellung Richtung Verzicht auf Tierprotein, Herz- und Gefäßprobleme nicht nur verhindert, sondern sogar rückwirkend noch bessern kann. Er photographierte röntgenologisch Gefäße, die wieder aufgingen. Diese Studien ließen den erklärten Hamburger-Fan Bill Clinton umdenken und bekehrten ihn zum veganen Leben.
All das heißt nicht, dass die Seele bei der Krankheitsbilder-Entstehung nun unwichtiger geworden ist, sie spielt weiter eine entscheidende Rolle, aber der Körper spielt mit und ist die Grundlage, die Bühne, auf der Seele Krankheitsbilder inszeniert, um uns unsere Themen ins Bewusstsein zu rücken. Mit tierischem Eiweiß erleichtern wir die Entwicklung von Infarkten und Krebs und letztlich all die unser Leben heute so sehr bestimmenden Krankheitsbilder moderner Zivilisationen.
Noch verblüffender mag erscheinen, dass wenig der Osteoporose so den Weg bereitet wie ausgerechnet Milch. Wer meint er müsse Zigarettenschachteln entsprechend beschriften, müsste das auch bei Yoghurt-Bechern und Fleischpaketen tun. Millionen Menschen leiden an diesem modernen Lebens- vor allem aber Essensstil. Die einschlägige Industrie wird sich sicher weiterhin Wissenschaftler kaufen, die das Gegenteil behaupten, aber die Fakten- und Studien-Lage ist erdrückend.
So mag der Schreck tief gehen und der Schock tief sitzen. Wir sind über Jahrzehnte getäuscht worden. Wissenschaftlern wie Campbell, Esselstyn und Ornish gebührt das Verdienst, die Irrtümer heute zu korrigieren und ich hoffe mit „Peace-Food“ dazu beizutragen, sie rasch bekannt zu machen.
Und zu unser aller Glück ist es nie zu spät, umzudenken und anschließend umzukehren. Die überzeugendsten Indizien sind in „Peace-Food“ aufgeführt. In Ländern mit minimalem Milchkonsum wie in Nigeria ist Osteoporose praktisch unbekannt, wohingegen sie sich in Ländern mit noch höherem Milchverbrauch als im deutschen Sprachraum wie etwa in Finnland zu einer wahren Volksseuche entwickelt hat. Milch gibt zwar Calcium, wie die Wissenschaftler der Milchindustrie betonen, aber sie nimmt noch viel mehr weg und entpuppt sich so spät aber überzeugend als richtiger Calcium-Räuber.
Das und viele weitere gesundheitliche, soziale und ökologische Probleme können wir uns ersparen, wenn wir auf Tierprodukte verzichten und dabei noch ungeheuer gewinnen. Anstatt große Mengen hochwertiger Kohlenhydrate an Tiere zu verfüttern, um wenig bedrohliches Tierprotein zu „erwirtschaften“, lässt sich durch komplettes Weglassen von Tierischer Nahrung unser eigenes Leben dramatisch voranbringen.
Ab dem Moment, wo wir aufhören, Angst zu essen über Fleisch gequälter und unter Todespanik geschlachteter Tiere,  lässt natürlich unsere Angst nach und die eigene Befreiung kann beginnen. Natürlich stecken die Neurotransmitter, die Tiere in der Panik ihres Martyriums im Großschlachthof ausschütten, anschließend in ihrem Fleisch und werden von den Allesessern mitgegessen. Das muss man aber weder sich noch den Tieren antun! Solange wir weniger Fleisch aus dezentraler Schlachtung hatten, als die Bauern noch selbst und einzelne Tiere schlachteten, kannten wir gar keine Panik-Attacken, zur Zeit meines Examens vor gut 30 Jahren, waren sie noch gar kein Thema, heute aber in aller Munde.
Persönlich bin ich glücklich, seit 40 Jahren Fleisch zu meiden und fühle mich leistungsfähig, energiegeladen und vor allem froh, an all dem Elend von Tier-Zucht-Häusern, Tier-Transporten und Schlachthöfen keinen Anteil mehr zu haben und so den Hunger in der Welt wenigstens nicht mehr aktiv mit zu vergrößern.
Seit einem guten Jahr lebe ich ganz ohne Tiereiweiß und genieße die Geschenke, die sich daraus ergeben: es wird viel leichter, sein Gewicht zu halten, Bewegung macht noch mehr Spaß, die Schweißneigung wird weniger, Körperausdünstungen riechen angenehmer, man bekommt mehr und bessere, vor allem friedlichere und konstruktivere Energie, was sich wiederum leicht anfühlt und gehobene Stimmung mit sich bringt.
Die Seele bleibt natürlich im Sinne von „Krankheit als Symbol“ von zentraler Wichtigkeit, um die Hintergründe von Krankheitsbildern und Symptomen zu entschlüsseln, aber auch gerade sie wird auf „Peace-Food“ fliegen und sich wohler denn je in ihrem Körperhaus fühlen. Weiterhin gilt der Satz von Theresa von Avila: Lasst uns gut sein, zum Körper, damit die Seele gern in ihm leben.
Das Schönste an einem Leben auf pflanzlicher Basis ist, sich damit nicht nur uns selbst zu fördern, sondern auch allen hungernden Mitmenschen langfristig am nachhaltigsten zu helfen, wie auch Millionen von Mitgeschöpfen in Gestalt der Schlachttiere und sogar Mutter Erde mit ihren Klima- und Wasser-  und anderen Problemen. Ein Leben ohne Fleisch- und Milchwirtschaft und die entsprechende Industrie wäre ein großer Schritt in eine bessere Welt und würde mit einem Streich eine Fülle von Umwelt-Katastrophen beenden.
„Peace-Food“ ist aber auch eine Chance, sensibel essend in neue weitere Dimensionen in spiritueller Hinsicht vorzustoßen. Es hat letztlich schon sehr bald überhaupt nichts mehr mit Verzicht zu tun, sondern wird zu einer wundervollen Bereicherung. Sich von Früchten und Gemüsen zu ernähren und seine Sinne an der ganzen bunten Vielfalt der Pflanzenwelt erfreuen, ist wundervoll und ein besonderes Privileg. Anstatt Graues und Totes, buntes und lebendig zu essen, ist ein Geschenk und die Botschaft von „Peace-Food“.
Schweres tierisches Essen wie Schweinebraten liegt schwer im Magen und führt – laut wissenschaftlichen Studien – zu einem beschwerlichen Leben voll der schlimmsten Symptome und Krankheitsbilder, die wir heute kennen. Wenn wir dagegen leichter essen und die Schwere tierischen Eiweißes und Leides meiden, fühlen wir uns nicht nur nach dem Essen leichter und beschwingter, sondern generell weniger gehemmt und ängstlich und damit freier.
Wer obendrein die in „Peace-Food“ beschriebenen Ernährungs-Tricks beachtet, wird mehr Wachstumshormon (HGH) abbekommen,  an mehr Wohlfühlhormon Serotonin und ausreichend Vitamin D gelangen und sich die Grundbausteine jener Neurotransmitter zu Gemüte führen, die Glücksgefühle und Harmonie vermitteln. Aber wir können unter dem Einfluss von „Peace-Food“ nicht nur auf- und durchatmen, sondern zunehmende Sensibilität erfahren, die uns und anderen und unserem Heimatplaneten zugute kommt.
Mein persönliches Lieblingsessen besteht inzwischen aus Früchten und Gemüse, die ein leichtes Körpergefühl vermitteln und auf die Dauer sogar ein befreiendes und erhebendes Lebensgefühl. In keinem Meditations-Zentrum dieser Welt werden schwere Speisen voll Tiereiweiß zur Zen-Meditation geboten, sondern im Gegenteil leichtes, was den weder den Körper beschwert noch den Geist blockiert. Das liegt daran, dass es hier um spirituelle Entwicklung und Erfahrung geht. Wem es darum im Leben geht, der ist mit „Peace-Food“ auf einem guten Weg.
Nach nur anderthalb Jahren veganen Lebens, denn darauf läuft es hinaus, sind die Ergebnisse für mich beeindruckend. Wahrscheinlich auf Grund veränderter Ausstrahlung und erhöhter Sensibilität werden sich Meditationen vertiefen und ungewohnte Kontakte in neue Bereiche ergeben. Beim Meditieren in der Natur nähern sich nicht selten Tiere ohne Angst und Scheu und Schmetterlinge nehmen auf einem Platz als sei man eine Blume. Viele schwimmen heute mit freien Delphinen und kennen das Gefühl von Nähe zu ihnen. Alle könnten es ganz entsprechend genießen, wenn Rehe oder Igel ihnen ohne Angst und Schrecken begegnen. In Indien gibt es seit Jahrhunderten eine kleine vegane Lebensgemeinschaft von 500 Menschen, deren Kinder selbstverständlich mit wilden Antilopen spielen, die bis in die Dorfmitte kommen.
Moderne Großstadtpflanzen mag das abgehoben und an den Haaren herbeigezogen vorkommen, und entscheidend ist es natürlich auch nicht, sondern der verbesserte Kontakt zur eigenen Seele, der sich mit dieser sensiblen Ernährungsform früher oder später ergeben wird. Der Volksmund weiß, wie Essen und Trinken Leib und Seele zusammen hält. Sobald wir fastend das Essen zeitweilig aufgeben, wird sich die Seele leichter vom Körper lösen und kann bewusster auf Reisen gehen. Das ist wohl einer der Gründe, warum alle großen Religionen darauf so gesteigerten Wert legen. Sie empfehlen übrigens auch vegane Ernährung, wie ich in einem Kapitel von „Peace-Food“ belege. Ähnliche Effekt erzielt eine so sensible Ernährung wie die rein pflanzliche, die mit der Zeit immer mehr erhebende Erfahrungen im Seelen-Bilder-Welten-Raum beschert.
Die Jahre seit meiner Licht-Nahrungs-Erfahrung haben mich überzeugt, dass der Weg vom Tiere essen über eine vegetarische Phase zum Veganen führt. Dafür mögen ganz handfeste Gründe vorliegen wie bei Bill Clinton, der dieselben Studien wie ich gelesen hat, und so zum veganen Leben fand. Der Ex-US-Präsident gab als Begründung an, er wolle seine Enkel noch erleben. Dahinter kann auch spirituelle Motivation stecken, wen jemand engeren Kontakt zur geistigen Welt sucht.
Der Körper ist der Seele nachgeordnet, aber deswegen in seinen Bedürfnissen keineswegs gering zu schätzen. Wer ihn bewusst auf den spirituellen Weg mitnimmt, hat mehr davon und kommt rascher voran, er fühlt sich unbeschwerter und freier und wird mehr Glück erleben, zumal er nicht drei mal pro Tag neues Karma aufhäuft, indem er – essend – andere Wesen schädigt und Mutter Erde belastet.
Friedensessen ist so eine verlockende Alternative und Antwort auf diese moderne Zeit mit ihre ungeheuren Herausforderungen. Es braucht viel mehr Mut und Engagement als Verzicht. Aus einem Heer von großen Geistern, die überwiegend Vegetarier waren von Sokrates über Goethe bis Paul McCartney, ragen noch einige Veganer heraus wie heutzutage Schauspieler(innen) wie Gweneth Paltrow, Nicole Portman oder der Buddhist Richard Gere. Sie stehen mitten in einem anstrengenden Leben und leisten Herausragendes auf hohem Niveau für den Frieden in sich und auf der Welt. Sie, liebe LeserINNEN können sich anschließen und mit ihnen essen – für eine bewusstere Welt: „Peace-Food“