Heilen heute

Früher hieß Heil-mitte-l Re-Medium, was lateinisch für „zurück zur Mitte“ steht. Rescue Remedy der Bachblüten erinnert noch daran. Unser deutsches Wort Mitte-l lässt diese Mitte anklingen, in der wir bis heute Heilung finden können. Dauerhaft in der Mitte ruhend, fühlt sich das Leben heil und sogar heilig an.

Als früher Religion noch das Leben bestimmte, waren alle auf dem Weg zum Heil und damit zur Mitte. Wenn jemand bei der Suche vom Weg abkam, hielt man ihn für krank und sprach von Sucht. Das mittelhochdeutsche Wort für Krankheit hieß noch „Suht“ und wurde bereits Sucht gesprochen. Bis heute sprechen wir von Gelbsucht und meinen Hepatitis: Mein Großvater sprach noch von Schwindsucht und meinte TBC. Eine Generation davor hieß Epilepsie noch Fallsucht, Anämie Bleichsucht und Ödemneigung Wassersucht, die agitierte Psychose Tobsucht. Hab- und Eifersucht galten als schwerwiegende Süchte und folglich Krankheiten.

Die Medi-zin versuchte wie die Medi-tation, Menschen zur Mitte zurückzubringen. Nur in seiner eigenen Mitte konnte der Mensch nach dieser Auffassung heil werden – egal ob er dort mit Heil-Mitte-ln oder durch entsprechende Wegweisung hinkam. Durch das Schlucken von Pillen voller Chemie wird es jedenfalls nicht gelingen.

Heiler sind demnach alle, die Menschen zurück in die Mitte bringen oder ihnen den Weg dorthin weisen. Aber auch Priester und Mütter erfüllen oft diese Definition. Mütter haben ihre Kinder zu allen Zeiten bei Wunden und Schmerzen durch sanftes Blasen, mantrische „heile-heile-Gänschen“-Gesänge und Handauflegen von Leid erlöst. Natürlich können wir auch selbst mit sanften Streichbewegungen unsere Aura reparieren. Wie sehr Berührungen heilen helfen, belegen sogar wissenschaftliche Studien an US-Babys in Brutkästen. Je mehr sie berührt werden, desto besser ihre Überlebenschancen. Für das von der Krankenschwester Dolores Krieger entwickelte „therapeutic touch“, das sich der Heilkraft der Hände bedient, gibt es ebenfalls viele Belege.

Die Schulmedizin belegt indirekt, wie wirksam der Faktor Mensch bei Heilungen ist, wenn sie im Hinblick auf die Objektivität wissenschaftlicher Forschungen auf sogenannten Doppelblind-Versuchen besteht. D.h. weder behandelnde Ärzte noch Patienten dürfen wissen, womit sie behandeln oder behandelt werden. Ansonsten würden die Ergebnisse durch die Selbstheilungskräfte des Patienten und die heilende Kraft der Droge „Arzt“ verfälscht. Somit ist wohl bewiesen, dass es beide Kräfte gibt und sie entscheidend bei Heilungen sind.

Letztlich ist Heilung immer Selbstheilung. Homöopathische Mitte-l sind natürlich „nur“ Anstoß zur Selbstheilung. Das ist von Hahnemann bis zu heutigen Homöopathen auch allen klar und verhindert Selbstherrlichkeit und Überschätzung. Auch in der Schulmedizin kann die Medi-kation immer nur den Organismus in seinen Regenerationsbestrebungen unterstützen. Deutlich wird das heute, wenn bei schwersten Problemen Schulmediziner Zuflucht zur uralten Idee des Tempelschlafes nehmen und Patienten ins künstliche Koma befördern. Sie vertrauen auf die Selbstheilungskräfte des Organismus, der in der Ruhe alle Energie Richtung Heilung lenkt.

Wo Patienten fiebern, raten wir zu Bettruhe, damit die Abwehrkräfte noch bessere Chancen haben und keine Energie durch Aktivität vergeudet wird. Fieber senkende Mitte-l verfehlen also ihr Ziel, den Organismus zur Mitte und zu „Selbstheilung“ zu verhelfen, sie fallen ihm im Gegenteil in den Rücken.

Antibiotika sollen eingedrungene Bakterien schädigen, damit die körpereigene Abwehr wieder die Oberhand gewinnt. Alle schulmedizinischen Unterdrückungsmaßnahmen setzen letztlich auf diese Hoffnung. Naturheilkundliche Maßnahmen unterstützen den Organismus nur direkter und bewusster in dieser Hinsicht. Sie fordern oft seine Gegenwehr heraus und regen ihn an, wie etwa Kneippschen Anwendungen, zur eigenen Kraft zurückzufinden. Der „verbundene Atem“ unterstützt den Organismus mit viel zusätzlicher Lebensenergie Prana im Bestreben, seine Mitte zurückzugewinnen.

Deutlich wird das auch bei Fasten-Kuren, wo durch den Wegfall der Verdauungsarbeit eingesparte Energie für Regenerationsprozesse frei wird. Wenn alles notwendige regeneriert ist, spüren Fastende das Plus an Energie in der sprichwörtlichen Fasten-Euphorie.

Aus dem alten Spruch „medicus curat, natura sanat – der Arzt pflegt, die Natur heilt“ spricht noch sehr das Vertrauen der ursprünglichen Medizin auf die Selbstheilungskräfte. Auch Geistheilern wissen um diese Situation. Ärzte, Heiler und Therapeuten können bestenfalls für Rahmenbedingungen sorgen, die die Rückkehr zur eigenen Mitte und damit Heilung ermöglichen. Das gilt besonders deutlich für die modernen Versuche, sogenannte Quanten-Heilung zu bewirken. Wo es gelingt, jemand für einen, wenn auch nur kleinen Moment in seine Mitte zu bringen, wird vieles möglich. Das kann aber natürlich auch das Spontan-Ritual einer Familienaufstellung bewirken – am besten vor großem Publikum, wo viel Energie im Raum ist. Je wirksamer und nachhaltiger wir jemanden in seine Mitte bringen, desto besser und heilsamer für ihn. Insofern sind Einheitserfahrungen – wie sie etwa über den „verbundenen Atem“ geschehen – nützlicher als Gespräche. Aber auch ein Gespräch kann viel bringen, wo es die Dinge auf den Punkt bringt, am besten auf den Mitte-lpunkt und den Patienten in den Augenblick der Hier und Jetzt. Kommt ein Patient in diesen Moment und zu sich, ist viel gewonnen.

Der viel zitierte Augenblick des Hier und Jetzt ist entscheidend fürs Heilwerden und ermöglicht auch Instant-Heilungen. In jedem Moment wird alles neu erschaffen, sagen Religionen und heute sogar Physiker.

Die Frage entscheidende Frage ist, wie lässt sich die Vergangenheit loswerden, um frei für den Augenblick des Hier und Jetzt zu werden. Reichen da ein paar Tricks oder müssen wir doch – um bei Elisabeth Kübler-Ross´ Worten zu bleiben, erst die unerledigten Geschäfte erledigen, damit die Vergangenheit uns frei gibt.

Obwohl ich all diese neuen Ansätze möglichst rasch persönlich ausprobiere, muss ich sagen, es geht doch nichts über das Aufräumen der Vergangenheit, um in der Gegenwart anzukommen. Und es gibt nichts besseres als die „Spielregeln des Lebens“ zu verstehen, um die Angst vor der Zukunft loszuwerden, die andere große Falle. Ersteres lässt sich – nach meinen Erfahrungen – immer noch am wirksamsten und nachhaltigsten mit der Reinkarnations-Therapie erreichen, wie wir sie im Heil-Kunde-Zentrum in Johanniskirchen seit über 20 Jahren durchführen und ständig optimieren.

Letzteres gelingt am sinnvollsten durch Erlernen der „Schicksalsgesetze“ und „Spielregeln des Lebens“ Erst die Kenntnis von Polaritäts-, Resonanzgesetz, der Wirkung von Feldern und Ritualen macht ein entspanntes Leben in der eigenen Mitte möglich. In diesem Sinn hab ich 20 Jahre lang Wochen-Seminare über „Die Schicksalsgesetze“ gehalten und so Hunderten von Teilnehmern, das Weltbild der spirituellen Philosophie vermittelt, dem es darum geht, sich innerhalb der Gesetze mit diesen ausgesöhnt dem größten Thema unseres Lebens, dem Schatten, zu stellen. Zu diesen beiden Themen sind inzwischen die Bücher „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Polarität – Resonanz – Bewusstsein“ und das „Das Schattenprinzip“ erschienen, so dass diese Themen schon jetzt Tausende erreicht haben, was mich freut und dankbar macht. Ein weiterer wesentlicher Punkt steht noch aus mit den Urprinzipien oder Archetypen.

Zu meiner großen Freude, haben sich aus dem Kreis der Absolventen meiner Ausbildungen kompetente Trainer, Coaches und Therapeuten zusammengefunden, um diese ersten beiden Wochen meiner Ausbildung über die Gesetze und vor allem auch die Urprinzipien in 7 Wochenend-Seminaren in moderner Form in vielen deutschen Städten, darunter natürlich auch Hannover, anzubieten. So kommt dieses zentrale Wissen direkt zu den Ihnen, und Sie können es in kleinen Gruppen mit Menschen ihrer Umgebung auf moderne interaktive Weise lernen und vertiefen und Ihrem Leben eine ungleich stimmigere und tiefere Grundlage geben. Die Ausbildung führt mit einem 8. Wochenende zum A-P-L Practitioner. A-P-L steht für „Angewandten Prinzipien des Lebens“. Der wiederum befähigt zur Teilnahme an den vier weiterführenden Wochen-Seminaren, mit den Themen „Körper-Bewusstsein“, „Seelen-Bewusstsein“, „Übergangs-Bewusstsein“ und „Mythen-Bewusstsein“, die zum A-P-L Master führen. Von hier aus öffnen sich Zugänge in Intensivausbildungen zur Atem-, Bilder- und Reinkarnations-Therapie.

Wer seine Vergangenheit mittels Therapie aufgeräumt und mit Hilfe der Schicksalsgesetze verstanden und verarbeitet hat, der Zukunft gewappnte mit den Gesetzen und Urprinzipien entspannt entgegensieht, weil ihm Vorbeugung mittels Archetypen möglich ist und seine Vorsätze funktionieren, der ist auf einem guten Weg zu seiner Mitte und damit auch zu Heilung. Ich freue mich auf Grund dieser Initiative meiner Mitarbeiter weiter an diesem Feld mitzubauen zum einen über die fortgeschrittenen Kurse zum A-P-L Master, zum anderen durch die Einladung zu den ersten Schritten direkt in Ihrer Stadt.

Wie Heilung letztlich auf der Körperebene funktioniert, weiß weder die Universitäts- noch die Komplementär-Medizin genau. Hier gibt es nur Erklärungsmodelle. Am plausibelsten ist weiterhin für mich die Vorstellung, den Organismus über Geist und Seele in Stand zu setzen, sich selbst zu helfen und aus eigener Kraft wieder in die Ordnung zurück zu finden. Lässt man etwa im Sinne von „Krankheit als Symbol“ die Seele eine Situation durchschauen und darüber hinauszuwachsen, löst sich ein vormaliges Problem wie von selbst. Tatsächlich lässt dieser Lösungsprozess die Abwehrkraft erstarken und das sorgt dafür, den Konflikt via Immunsystem auf der Körperebene zu lösen.

Ob also Probleme durch zunehmendes Wissen und Erkenntnis gelöst werden, was dem Organismus Entspannung und Ruhe bringt, oder wir ihm direkt Ruhe verordnen, er wird sie nutzen, sich zu erholen, seine Abwehrkraft zu steigern und zurück zur Mitte kommen. Wir können ihm zusätzlich mittels „verbundenem Atem“ und bewusstem Fasten Energie zuführen, Heilungsreize über naturheilkundliche Methoden setzen, letztlich bleibt es immer die Selbstheilungstendenz, die für Ordnung und Regeneration sorgt und und wieder in die Mitte bringt.

In diesem Sinne bleibt die alte Medizin einer Hildegard von Bingen oder eines Paracelsus weiter aktuell, die beide davon ausgingen, es sei immer der „Archeus“, der innere Arzt, der Heilung ermöglichen könne. Diese Haltung hat obendrein den Vorteil durch ihre Demut vor Selbstüberschätzung zu schützen

Medizinern wäre es natürlich immer viel angenehmer, genau zu wissen, was biochemisch und physiologisch bei einer Genesung passiert. Aber selbst bei vielen schulmedizinischen Mitteln haben wir vom Wirkmechanismus nicht mehr als eine Ahnung und verabreichen sie trotzdem im Rahmen sogenannter Erfahrungsmedizin. Die Naturheilkunde ist überwiegend Erfahrungsheilkunde, Psychotherapie praktisch gänzlich. Wir haben auch noch nicht den blassesten Schimmer, auf welchem biochemischen Weg Worte und Geschichten heilen. D.h. der Schritt von der Psychotherapie zur sogenannten Geistheilung ist in Wirklichkeit wohl gar nicht weit. Wie Bert Hellinger mit seinen „Geschichten, die heilen“, machen es Mütter mit ihren, aber wie das biochemisch wirkt, wissen wir natürlich nicht. Ein Mensch, der versteht, was in seinem Leben geschieht, weil er die herrschenden Gesetze durchschaut, ist in einer ungleich besseren Situation, wie ich über Jahre von vielen Seminarteilnehmern weiß, aber was die Aufnahme des Wissens an seiner Biochemie geändert hat, wissen wir noch nicht.

Zusammenfassend würde ich raten, so weit möglich der Natur zu folgen – der eigenen und der äußeren – und mit ihr in Einklang zu bleiben im Sinne von Resonanz, die Spielregeln des Lebens, wie in „Schicksalsgesetze“ dargestellt anzunehmen und anzuwenden, um mehr vom Leben zu haben und heiler zu werden durch Eintauchen in die eigene Mitte. Das ermöglicht am ehesten, auch anderen Heilung(simpulse) zu vermitteln. Wer selbst in seiner Mitte ruht, strahlt das aus, und lädt andere ein, im Sinne von Resonanz in ihre Mitte einzutauchen.