„Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Polarität – Resonanz – Bewusstsein“

Gleichgültig welches Spiel wir anfangen, wir werden vor Beginn die Regeln studieren. Warum nur denken wir beim wichtigsten Spiel, dem unseres Lebens, nicht daran? Jeder Fußballer weiß, dass zur Pause gewechselt wird. Würde er es missachten, schösse er in der zweiten Spielhälfte nur noch Eigentore und machte sich komplett lächerlich. Beim Fußball ist auch tatsächlich niemand so blöd, im Leben dagegen sind es die meisten. Zwar ist das Wort Wechseljahre uns vertraut, aber kaum noch jemand wechselt in der Lebensmitte die Richtung, und in der Folge sind Eigentore die Regel. Viele fragen sich dann ziemlich erschüttert, warum Dinge, die bisher so gut funktioniert haben, plötzlich aus dem Ruder laufen. Es hatte doch immer soviel Spaß gebracht, geschäftlich zu expandieren, warum ist es aus heiterem Himmel plötzlich gar nicht mehr dasselbe?

Jeder Fußballer lernt – schon vor dem ersten Spiel – die Abseitsregel. Im Leben dagegen spielen die meisten ohne solche Regelkenntnisse und wundern sich, wenn sie beziehungsweise ihre Tore keine Anerkennung finden. Nur sehr wenige erkennen das Problem im eigenen Unverständnis gegenüber den Regeln. Die meisten projizieren die Schuld auf den Schiedsrichter. Im Leben heißen die Schiedsrichter dann Gott, Politiker, Chef, Professor, Lehrer, Arzt, Journalist und nicht zuletzt Partner.

Man könnte es ganz einfach ausdrücken: Je mehr Schuldige jemand für seinen Misserfolg findet, desto weniger hat er die Spielregeln beziehungsweise die Gesetze des Lebens begriffen.

Wie viele Menschen sich auf Grund mangelnder Kenntnis der Lebensgesetze nur mühsam und klagend durchs Leben bringen, ist ausgesprochen erstaunlich. Vor allem, weil wir es auf analogen Ebenen ja richtig machen. Unseren Kindern bringen wir die Regeln unseres Wirtschaftssystems bei, indem wir mit Ihnen Monopoly spielen und selbstverständlich erklären wir ihnen vorher, wie der Hase läuft und das Spiel geht. Wir versuchen ihnen eine entspannte Haltung zum Leben zu vermitteln mittels „Mensch-ärgere dich nicht“ und natürlich sagen wir ihnen vorher, worum es geht und wie.

Nur bei Lila, dem kosmischen Spiel, wie die Inder das Leben nennen, schicken wir uns und unsere Kinder hinaus, ohne die geringste Instruktion bezüglich der wesentlichen grundlegenden Regeln. Andererseits zwingen wir sie vor der Führerscheinprüfung die Verkehrsregeln zu lernen, aber schon die des ehelichen Verkehrs können wir ihnen nicht mehr wirklich erklären, da wir sie in der Regel selbst nicht verstehen. Da staunen wir, wenn sich so viele in heißer Liebe vor den Traualtar trauen, um sich dann nach mehr oder weniger langer Zeit in kaltem Hass vor dem Scheidungsrichter wieder zu treffen. Sie wollten sicher das Beste füreinander und trotzdem landen sie in der Falle, ohne dass diese ihnen durchschaubar wäre. Und selbst nach dem Scheitern ihrer Ehen bleiben die allermeisten fassungslos und ohne Verständnis vor dem Desaster.

Dabei ist das Geheimnis längst gelöst. Schon Goethe legte Mephisto im Faust die zeitlosen Worte in den Mund „ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Wir haben es heute nur umgedreht, wir wollen stets das Gute und schaffen oft das Böse. Das Dilemma aber bleibt bestehen und hat mit dem Gesetz der Polarität zu tun. Alles in dieser Schöpfung ist aus Gegenpolen aufgebaut und wer das nicht beachtet, wird rasch Opfer dieses Gesetzes.

Der Ausatem braucht den Einatem, wie der Tag die Nacht. Wer nur einzuatmen versucht, und den Ausatem ignoriert, wird das mit dem Krankheitsbild des Asthma bronchiale bezahlen. Wer nur wach sein und nie schlafen will, wird schrecklich müde und schließlich gegen seinen Willen zwanghaft einschlafen. Selbst bis in die Technik begegnen wir diesem Gesetz: der positive Pol des elektrischen Stroms braucht den negativen und umgekehrt. Nur wenn beide zusammenkommen, fließt Strom, genau wie das Leben eben nur funktionieren kann, wenn Ein- und Ausatem zusammen spielen.

Das Polaritätsgesetz liefert auch die Erklärung für die schreckliche Tatsache, dass praktisch alle Friedenspolitiker durch Gewalt zu Tode kommen, von Mahatma Gandhi über Martin Luther King, Dag Hamarsköld, Olof Palme, die Kennedy-Brüder John F. und Robert und zuletzt Anwar al Sadat und Itzhak Rabin. Aber auch für die erschreckende Geschichte des Christentums findet sich hier die Begründung. Als Religion der Liebe angetreten, sind die Jahrhunderte währenden Gräuel von Inquisition und Kreuzzügen mit ihren Millionen Toten nicht anders zu verstehen.

Letztlich ist das Gesetz der Polarität in dieser Welt der Gegensätze das mit Abstand wichtigste und leider auch am Schwersten zu erlösende. Die große Mehrheit der Menschen ignoriert es und produziert so jene dunkle Seite des eigenen Wesens, die C.G. Jung den Schatten nannte. Alles, womit wir uns freiwillig identifizieren, wird zu unserem Ich oder Ego. Alles, was wir aber von uns weisen, was wir an uns am wenigsten wahrhaben wollen, wird Schatten. Nach C.G. Jung kann Selbstverwirklichung im Sinne von Individuation nur gelingen, wenn Ego und Schatten zusammenkommen und im Selbst aufgehen. Demnach gilt:

SELBST = Ich + Schatten

Wenn wir erkennen wollen, warum etwas in unserem Leben nicht so klappt wie wir wollen, sind wir gut beraten, zuerst an diesen Schatten zu denken. Er manifestiert sich in Krankheitsbildern, wie ich es anhand der Krankheitsbilder-Deutung seit Jahrzehnten deutlich mache. Dabei wird der Körper zu einer Art Bühne für jene (Theater-)Stücke, die im Bewusstsein nicht mehr gespielt werden, ja die ins Unbewusste verdrängt wurden. Wer etwa auf der Bewusstseinsebene nicht mehr wachsen will, muss damit rechnen, dass das Wachstum auf die Körperbühne rutscht, wo wir es Tumor(wachstum) nennen. Wer sein Herz nicht groß und weit werden lässt, gerät in Gefahr, auf der physischen Ebene eine Herzinsuffizienz zu entwickeln und damit körperlich ein großes, weites und erschlafftes Herz.

Schatten wird aber nicht nur auf der Körperebene deutlich, sondern kann sich auch in Unfällen und allen möglichen Problemen manifestieren, in Beziehungsproblemen auf beruflicher Eben und natürlich am Lebenspartner, der einem plötzlich Seiten zeigt, die man nicht wahrhaben will, weil sie in einem selbst so weit verdrängt sind.

Ein männlicher Patient gestand mir anlässlich seiner Psychotherapie, dass er an sich halten müsse, seiner Frau nicht an die Gurgel zu gehen, wenn er ihr beim Essen zusähe oder gar zuhöre. Sobald sie beim Apfelessen die typischen Geräusche produziere, werde es unerträglich für ihn. In der Therapie musste er dann erkennen, wie er seine eigene Gier in ihrem Essverhalten gespiegelt sah und diese eben kaum erträglich fand.

Mit anderen Worten ausgedrückt: wir ignorieren unsere eigenen Schattenseiten nicht nur, sondern schieben sie so weit von uns weg wie es nur gerade geht. Wenn sie uns dann – zwingend – draußen begegnen, bekämpfen wir sie auch am liebsten Außen. Das ist der Vorgang, den wir Projektion nennen. Er gehört zu den gefährlichsten Mechanismen überhaupt und ist für fast allen Unfrieden auf diesem Planeten zuständig, vom Streit in Familien bis zum Krieg zwischen Ländern. Nach dieser Methode bekämpften schon die katholischen Priester der Inquisition ihre eigene sexuelle Not in sexualsadistischen Verhören und Foltern an Frauen, deren Hauptverbrechen es war, attraktiv zu sein, rote Haare zu haben oder mit Kräuterheilkunde Bescheid zu wissen. Das war das Rezept, nach dem die Nazis alle eigenen Probleme den Juden in die Schuhe schoben. Es ist leider auch noch immer das Konzept mit der viele die Ausländerprobleme dieser sich immer mehr vermischenden Welt zu lösen suchen.

Selbst in der heute gängigen Politik staunt man nicht schlecht, wie unverfroren, alle Probleme dem politischen Gegner in die Schuhe geschoben werden und Lösungen nur auf der oberflächlichen Ebene der Probleme und kaum je auf der der Ursachen angegangen werden. Das aktuelle Finanzdesaster ist geradezu ein Lehrstück dafür. Wer die tieferen Ebenen der Schicksalsgesetze nicht durchschaut, wird immer anfällig bleiben für solche Possen wie die regelmäßig inszenierten Panikattacken von SARS über die Vogel- bis zur aktuellen Schweinegrippe. Wer mit Kenntnis des Polaritätsgesetzes diese Probleme betrachtet, erkennt sofort die andere Seite, den Schatten von Medizinern, Bankern, Politikern und hoffentlich auch den eigenen.

Aber selbst wenn man den Prozess nicht durchschaut, wird das Theater auf die Dauer ermüdend, was die Politikverdrossenheit erklären dürfte. Letztlich müssen wir erkennen. Projektion war das Hauptkonzept in der Vergangenheit und ist es leider bis heute – von der Partnerschaft bis zur Politik. Schuld an allem sollen die anderen sein – im Kleinen wie im Großen. Und die Wahrheit ist so einfach: wir selbst sind verantwortlich für unser Leben. Eine diesbezüglich gute Therapie wäre, einen großen Spiegel in der eigenen Wohnung aufzuhängen mit der Aufschrift: Hier siehst Du den einzigen für Dein Leben wirklich Verantwortlichen.

Wer sich also noch so verliebt, aber mit dem Wissen um die Polarität ausgestattet, in eine neue Partnerschaft stürzt, muss sich darauf gefasst machen, dass ihm sein Partner mit der Zeit Dinge spiegeln wird, die ihn stören werden und vielleicht mehr als das. Aber er wird auch wissen, dass alles was ihn am Partner abstößt, mit eigenen dunklen Seiten zu tun haben wird und von daher kann er sich an die eigene Nase fassen, anstatt auf den Partner zu projizieren und auf ihn loszugehen.

Ähnliches passiert, wenn man sich im Wissen um die Polarität etwa einer neuen Arbeitsstelle inklusive neuen Chefs mit entsprechender Begeisterung nähert. Man wird sich trotz des hoffentlich zu Beginn herrschenden Enthusiasmus von vornherein darauf einstellen, dass die anfangs möglicherweise wundervoll und in hellstem Licht erstrahlende Aufgabe ihm mit der Zeit seine eigenen Schattenseiten spiegeln wird. So kann er die Arbeit und den Chef gleichsam als seine therapeutischen Spiegel nutzen, um die eigenen dunklen Seiten ins Leben zu integrieren. Es ist eine reine Zeitfrage bis diese auftauchen.

In dieser Integration von eigenen Schattenseiten, die einem nicht nur neue Aufgaben, Chefs und Partner ermöglichen, sondern alle wichtigen Bezugspersonen und Herausforderungen, liegt die große Chance seelischen Wachstums und der eigentliche Sinn des Lebens.

Wer projiziert wird dagegen das Sprichwort „vom Regen in die Traufe“ zu spüren bekommen, von einem Partner und Chef zum nächsten wechseln und erleben, wie diese scheinbar immer schlimmer und seine Situationen immer unerträglicher werden. Wer dagegen in die Eigenverantwortung geht und statt auf andere zu projizieren, sich an die eigene Nase fasst, wird wachsen und damit werden seine Beziehungen wachsen und gedeihen und mit der Zeit eine ganz unübliche Stabilität gewinnen und beiden Partnern zunhemende Befriedigung ermöglichen. Denn nach dem zweitwichtigsten Schicksalsgesetz der Resonanz oder Entsprechung wird der Partner sich entsprechend mit entwickeln können.

Im Sinne C.G. Jungs bleiben wir immer in Kontakt mit unserem Schatten, dieser kann lediglich mit Bewusstheit durchlichtet werden. Das wäre der Weg der Individuation nach Jung oder auch der Erleuchtung oder Befreiung wie es der Osten formuliert. Christen sprechen vom Paradies oder Himmelreich Gottes, das laut Bibel in uns liegt. Ein Mensch, der sich seines Schattens bewusst ist und seine dunklen Seiten anerkennt und akzeptiert, hört von selbst auf, Schuld nach draußen zu projizieren. Da er selbst in sich keine Unbewusstheit mehr hat, wird er aber in der Außenwelt um so stärker mit ihr konfrontiert, was zu den immer wieder auftretenden Zusammenstößen etwa zwischen tibetischen Mönchen und brutaler chinesischer Militärgewalt führt oder zu ähnlichen Eskalationen in Burma. Aber auch Christus forderte den Schatten in Gestalt des orthodoxen Judentums wie auch der römischen Militärmacht heraus. Der Erleuchtete lebt in der besten aller Welten, aber diese wird sich an ihm reiben, denn er wird zu ihrem Gegenpol. Tatsächlich ist die Einheit der Gegenpol zu unserer polaren Welt und Vertreter der Einheit auf Erden werden zu Gegenpolen jener gewöhnlichen Menschen, die in ihren Schatten – bewusst oder unbewusst – gefangen sind.

Die Wirklichkeit unserer modernen Gesellschaften wird bis heute fast durchgängig von Projektions- und Jammerorgien bestimmt. In Deutschland muss man ja befürchten, dass sich neben Scheitel- und Stirnlappen noch ein Jammerlappen im Gehirn bildet, wenn die Entwicklung so weitergeht. Meine Hoffnung aber ist, dass Bücher wie „The Secret“ und jetzt weiterführend und korrigierend „Die Schicksalsgesetze“ daran etwas Wesentliches ändern. Sobald viele Menschen die Lebensregeln verstehen, können sie zu einem wirklichen Gegengewicht werden. Die Angstmache bezüglich Pandemien lebt zum Beispiel nur vom Unverständnis der Umstände.

Moment aber geht die Tendenz in die Gegenrichtung. Richtige Klagewellen überziehen nach dem Projektionsmuster die modernen Industriestaaten im doppelten Sinn. Einerseits beklagen immer mehr Menschen ihre Lebensumstände, andererseits klagen sie vor Gericht gegeneinander. Die USA, seit Jahrzehnten Vorbild der westlichen Welt und inzwischen schon der ganzen Welt, verzeichnen enorme Zuwachsraten bei Juristen. Kein anderer Beruf hat dort so viel Nachwuchs wie die Anwälte. Aber auch bei uns geht es schon in diese Richtung. Kaum rutscht jemand im Winter aus, fragt er, wer da streupflichtig war und fasst sich längst nicht mehr an die eigene Nase mit der Frage, wieso er bei solchem Wetter solche Schuhe anzieht. Immer mehr Menschen versuchen immer mehr Probleme ihren Nächsten und der Umgebung in die Schuhe zu schieben. Von der christlichen Forderung, den nächsten zu lieben wie sich selbst, entfernen wir uns immer rascher.

Die Methode der Schuldprojektion und der Verweigerung von Eigenverantwortung bringt Einzelne und Familien, Firmen und Staaten, ja ganze Staatengemeinschaften in jene Probleme, die wir heute erleben.

Dabei wäre die Lösung nicht schwer, wenn wir das Polaritätsgesetz verstünden. Alles, was uns draußen stört, muss mit uns zu tun haben, sonst könnte es uns gar nicht stören. Insofern ergibt sich aus dieser Erkenntnis eine ungeheure Vielfalt an Eigentherapie-Möglichkeiten. Alles was mir widersteht, was mich ärgert oder in Wut bringt, mich nervt oder zornig macht, muss zu mir Resonanz haben, sonst könnte es all das nicht tun. Was uns zum zweitwichtigsten Gesetz auf dieser Welt bringt, dem der Entsprechung oder Resonanz.

Dieses hat es in den letzten Jahren zu einer wundervollen Popularität gebracht. Unter dem Titel „The Secret“ hat es einen Siegeszug um die Welt angetreten. Ein Geheimnis war es eigentlich nie, aber tatsächlich war es der Mehrheit über Jahrhunderte fremd geblieben und wirkte so auf die meisten Menschen wirklich wie ein Geheimnis. Kurz gesagt bedeutet es, wer reich werden will, muss in sich Resonanz zu Reichtum schaffen, wer glücklich werden will, muss in sich Entsprechung zu Glück herstellen. Tatsächlich können so – vor allem wenn noch Urprinzipien beziehungsweise Archetypen-Kenntnis mit im Spiel ist – aus Unglücksraben und Pechvögeln richtiggehende Glückspilze werden. Damit könnte man echte Vorbeugung betreiben und sogar seine Vorsätze zum Neuen Jahr zum Funktionieren bringen.

Ein weiteres heute wichtiges Beispiel mag das noch etwas tiefer illustrieren. Wer Opfer von Mobbingattacken wird, will er in der Regel Hilfe gegen die bösen unverschämten Mobber. Er könnte aber auch – nach dem Resonanzgesetz – einfach aufhören, selbst schlecht über andere zu reden und auch nur zu denken. Dem Resonanzgesetz folgend, wird dann mit der Zeit auch das Mobbing aufhören.

Nun ist dieses „Geheimnis“ also mit US-amerikanischem Know-how der bewährten Hollywood-Art gelüftet, und viele haben es soweit begriffen, als sie darüber versuchen, Ihre Geld- und Glücksprobleme zu lösen. Soweit so gut, wird das mittelfristig auch einigen gelingen. Aber ein Riesenproblem bleibt: wer das Resonanzgesetz an erste Stelle stellt, läuft trotzdem Gefahr, sein Lebensschiff an die Wand zu fahren, weil das Polaritätsgesetz ungleich wichtiger und mächtiger und langfristig immer entscheidend ist.

Da es dafür sorgt, dass der Gegenpol ständig im Spiel des Lebens bleibt, wird es heiße Liebe in kalten Hass wandeln, Ergebnisse heraufbeschwören, die man gerade vermeiden wollte und so kann es auch all die Früchte, die man sich mehr oder weniger aufwendig mit dem Resonanzgesetz verschafft hat, ins Gegenteil verwandeln, was ja auch überall zu beobachten ist. In den USA soll es schon Selbsthilfegruppen für Milliardäre geben, weil diese so oft so unglücklich sind. In der Esoterik-Szene häufen sich die Lichtarbeiter, um die herum es immer dunkler wird.

Kurz gesagt, nichts lohnt sich mehr als das Erlernen der Gesetze des Lebens und ihre Anwendung in der richtigen Reihenfolge. Viele sind sich ihrer Existenz gar nicht bewusst, andere kennen sie zwar, aber selbst unter denen ignorieren viele die Hierarchie, der die Gesetze unterstehen. Das Gesetz der Unantastbarkeit des Eigentums mag sehr wichtig in einer Materie orientierten Welt wie der kapitalistischen sein, aber die Erhaltung des Lebens rangiert noch höher. Wer sein Schlauchboot also einem fremden Retter verweigert, ist schuld am Tod des Ertrinkenden. Er kann sich zwar, wie auch schon geschehen, vor Gericht auf das Eigentumsrecht berufen, wird aber trotzdem mit Recht verurteilt. Wer eine Schwangere mit Presswehen im Auto hat, darf die Verkehrsregeln missachten, weil das Lebensrecht von Mutter und Kind höher einzustufen ist als diese.

In diesem Sinn wäre das Polaritätsgesetz nicht nur ungleich wichtiger als das der Resonanz, sondern es rangiert eben auch über diesem und relativiert die Resonanzthematik langfristig. Würden wir mehrheitlich diese Situation durchschauen wie es mein jüngstes Buch „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“ lehrt, hätten wir es ungleich leichter mit unserer Gesundheit, unseren Partnerschaften, dem Berufsleben und selbst den internationalen Beziehungen. Sogar die Politik könnte wieder spannend werden, denn es ginge wieder um die echten Probleme in der Tiefe und wirkliche Lösungen.