Die Medizin und ihr Weltbild

Die Zeiten, wo Ärzte in ihrer Ausbildung mit Philosophie konfrontiert wurden, sind lange vorbei, das Studium generale ist aus der Mode gekommen. Ärzte sind heute Naturwissenschaftler und manche sogar stolz darauf, daß sie nichts mit Philosophie zu tun haben, sondern sogenannte wertfreie an objektiven Kriterien orientierte Medizin „machen“. So überzeugend und sogar beruhigend das für die Mehrheit der modernen Menschen unserer Gesellschaft klingen mag, so durchschaubar problematisch ist es auf den zweiten Blick. Die Mehrheit der kritischen Menschen, die sich auf die Wissenschaft als einzige Quelle wertfreier Erkenntnis beziehen, übersehen dabei, daß sie als Wissenschaftsgläubige Anhänger der größten bei uns verbreiteten Religion sind. Die Tatsache, daß sie nicht an den Religionscharakter ihres Glaubens glauben, macht letzeren so besonders gefährlich.

In einer Analogie aus der Psychotherapie mag das deutlicher werden. Es gibt Therapeuten, die erklären ihre Therapie für non-direktiv und glauben dann allen Ernstes, daß sie die einzigen seien, die ihre Patienten nicht beeinflussen. In den Praxis sind sie die einzigen, die überhaupt nicht merken, daß sie ihre Patienten beeinflussen. Das aber macht sie zu den diesbezüglich gefährlichsten Therapeuten, denn alle Beeinflussung liegt für sie im Schatten, wird nicht bewußt wahrgenommen und kann auch – per Definition – gar nicht gesehen werden. Wer aber die Wirklichkeit per Definition ausschließt, lebt natürlich ohne sie.

Entsprechend werden Mediziner und andere Therapeuten, die keine Philosophie hinter ihren Behandlungsmethoden zu haben glauben, blind für die Auswirkungen des Weltbildes, das sie unbewußt doch vertreten und durch ihre Arbeit hindurchscheinen lassen. Wie die Wissenschaftsgläubigen im allgemeinen sind sie außerstande ihre Glaubenssysteme zu durchschauen, weil sie ja meinen, gar keine zu haben.

Dabei verlangt die exakte Naturwissenschaft, daß man nur akzeptiert, was man wissenschaftlich bewiesen hat, d.h. aber im Versuch nachexperimentiert und theoretisch belegt hat. Das aber trifft nur für einen winzigen Teil der Wissenschaftsgemeinde zu und für die auch nur bezogen auf einen winzigen Bereich ihres eigenen Forschungsgebietes. Die große Mehrheit der Wissenschaftsgäubigen hat aber kaum eine Ahnung von der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise, experimentiert und beweist nichts, sondern glaubt, was andere ihnen sagen. Das aber ist das typische Charakteristikum religiöser Systeme, gegen das hier gar nichts gesagt sein soll. Solange man weiß, daß man glaubt und damit ein Gläubiger ist, beinhaltet das sogar wundervolle Möglichkeiten. Problematisch wird es nur, wenn man gar nicht weiß, daß man einer Religion anhängt, denn dann wird man gegenüber den Glaubenssätzen des eigenen Systems unkritisch, was der Naturwissenschaft durchaus unangemessen ist.

So übersieht zum Beispiel die moderne Medizin, die sich für naturwissenschaftlich hält, daß sie völlig einseitig geworden ist und nur noch den archetypisch männlich aktiven Teil der Wirklichkeit in ihr (Glaubens-)System einbezieht. Hinzu kommt noch, daß die Schulmedizin nicht einmal wirklich und durchgängig naturwissenschaftlich ist, obwohl sie das ständig fast beschwörend behauptet. In der Praxis auch der Universitäten ist sie von Lehrmeinungen geprägt, die mit großer Vehemenz gegen die Wirklichkeit verteidigt werden. Das allermeiste in der Schulmedizin beruht auf Hypothesen, die aber leider nicht mehr als solche erkannt werden.

Ein einfaches Beispiel mag das deutlicher machen. Wenn Physiker die Hypothese aufstellen, daß Schweine rosa sind, werden sie diese Hypothese so lange als solche erkennen, solange sie weder bewiesen noch widerlegt ist. Wenn nach Aufstellung der Hypothese laufend und zu Tausenden rosa Schweine gesichtet werden, untermauern diese Beobachtungen lediglich die Hypothese, sie wird dadurch aber keineswegs bewiesen, sondern nur immer wahrscheinlicher. Allerdings wird schon die erste überprüfbare Sichtung eines schwarzen Schweines die Hypothese ruinieren und die Physik wird sie aufgeben. Das ist einer Naturwissenschaftlich angemessen.

Bei den Medizinern werden dagegen solche immer wieder bestätigten Hypothesen schnell zu ehernen Gesetzen befördert und durch Lehrmeinungen „abgesichert“, was schon an sich unwissenschaftlich ist. Wenn dann wieder Erwarten eine Ausnahme gefunden wird, hält man sich eher an den Volksmund, der ja meint, Ausnahmen bestätigten die Regel, als an den eigenen Wissenschaftsanspruch. Diejenigen, die die Ausnahme entdeckt haben, werden oft sogar diskriminiert, weil sie das so schön funktionierende (Denk-)System in Frage stellen. Nur so ist es zu erklären, daß die längste Zeit über jene Patienten, die ihren Krebs wieder Erwarten (der Schulmediziner) überlebt haben, geradezu als Störenfriede aufgefaßt und ignoriert wurden. Bis heute kümmert man sich kaum um jene Menschen, die trotz Aidsinfektion über viele Jahre bei guter Gesundheit bleiben. Wenn es ernst wäre mit dem Wissenschaftsanspruch, müßte man gerade hier forschend aktiv werden.

Die Grundhaltung, die alles neue ablehnt, um die alten Lehrmeinungen, Ansichten und wohl auch Pfründen zu retten, hat zum Beispiel dazu geführt, daß nahezu alle bahnbrechenden medizinischen Entdeckungen zuerst von den wissenschaftlichen Organen zur Veröffentlichung und oft sogar zur Prüfung abgelehnt wurden. Die Asepsis von Semmelweis ist hier sicher das berühmteste, aber leider längst nicht das einzige Beispiel. Daß solche Phänomene auch in anderen Bereichen der Wissenschaft auftreten, mag trösten, ändert aber nichts. Als während des Weltkrieges ein Forscher auf Seiten der Alliierten das Radar entdeckte, bekam er auch von den Wissenschaftlern der Armee zu hören, daß man sich um wichtigere Dinge zu kümmern habe.

Zurückkehrend zur Medizin müßte ein wirkliches naturwissenschaftliches Interesse sich besonders all der zahlreichen Ungereimtheiten annehmen. Die Welt der Psychosomatik müßte dann überhaupt ein Hauptinteresse der naturwissenschaftlichen Forschung sein, denn hier gibt es eine Fülle bisher unerklärlicher Phänomene, die auf ihre Untersuchung warten. Stattdessen scheuen sich viele Schulmediziner noch immer nicht, sich über diesen Bereich, von dem sie meist wenig verstehen, lustig und dabei eigentlich selbst nur lächerlich zu machen – oft obendrein mit Argumenten, die nicht nur den Wissenschaftsanspruch verraten, sondern auch eine Beleidigung der Intelligenz darstellen. Daß Chirurgen und Pathologen beim Öffnen der Körper keine Seele finden, wird dann allen Ernstes als Beweis gegen deren Existenz angeführt. Da der Pathologe nur mit Verstorbenen zu tun hat, von denen auch niemand behauptet, daß sie noch eine Seele hätten, ist seine Erwähnung in diesem Zusammenhang an sich schon ziemlich dumm. Aber auch der Chirurg kann gar keine Seele finden, da die Seele offenbar nicht körperlich ist und Chirurgen sich bei ihrer Arbeit nur mit dem Körper beschäftigen. Genauso intelligent wäre die Feststellung eines Radiotechnikers, daß es keine Programme gäbe, da er beim Öffnen von Tausenden von Radios noch nie eines gefunden habe.

Auf ähnlichem Niveau sind die pseudowissenschaftlichen Versuche der Widerlegung der Homöopathie und der Bachblüten-Therapie. Man analysiert ein solches Mittel chemisch und stellt dann fest, daß außer geringen Verunreinigungen nichts zu finden sei. Was bei den Dümmsten unter den Anhängern der Wissenschaftsreligion als „wissenschaftliche Widerlegung der Homöopathie und als Beweis für ihre Unwirksamkeit herhalten muß, ist doch nur ein ausgesprochen leicht zu durchschauendes Mißverständnis. Daß so etwas überhaupt passieren kann, liegt aber daran, daß sich die „naturwissenschaftlichen“ Mediziner ihrer eingeschränkten materialistischen Philosophie meist nicht bewußt sind. Da Homöopathen davon ausgehen, daß ihre Mittel auf der Informationsebene wirken, müßte man wenigstens auf dieser Ebene suchen. Wer das neue Testament mit einem gleich dicken Roman von Simmel vergleicht und das nicht inhaltlich, sondern rein materiell tut, wird wahrscheinlich feststellen, daß sie kaum zu unterscheiden sind, weil beide die gleiche Papiermenge enthalten und auch fast genau den gleichen Anteil an Druckerschwärze. In diesem Beispiel ist noch jedem bewußt, daß solches Vorgehen weder dem Neuen Testament noch Simmel gerecht werden kann. Bei den ähnlichen Auseinandersetzungen mit der Informationsmedizin, merken aber eine ganze Menge Wissenschaftsgläubige nicht mehr, welchem Unsinn sie dabei aufsitzen.

In der echten Naturwissenschaft sind solche Probleme längst bekannt und durchschaut. Bei der Untersuchung des Lichtes kann man dessen Wellennatur beweisen, wenn man wie Young danach sucht. Man kann aber genauso gut den Teilchencharakter des Lichtes belegen, wie es Einstein mit dem photoelektrischen Effekt gelang. Das Licht hat diesen logisch schwer zu verkraftenden Doppelcharakter und man findet immer, was man sucht. Solche Erfahrungen haben die wirklichen Naturwissenschaftler inzwischen sehr vorsichtig werden lassen und so kommt es, daß man sich mit einem Physiker wie Herbert Pietschmann viel besser über die Medizin und ihr Weltbild unterhalten kann als mit sogenannten naturwissenschaftlichen Ärzten. Diese müßten erst einmal dem naturwissenschaftlich Anspruch gerecht werden und ihn in ihrem Fach umsetzen.

Ein wesentlicher, fast unbemerkter Hemmschuh für die Schulmedizin ist die schon angedeutete Einseitigkeit und das Negieren der archetypisch weiblichen Seiten der Wirklichkeit. Die moderne Machermedizin hat sich das Produzieren von Gesundheit auf die Fahnen geschrieben, dabei in der Pharmaindustrie mächtige Verbündete gefunden und ist mit der Zeit immer betriebsblinder geworden. Nur noch in makabren Sprüchen wird deutlich, daß es da noch etwas anderes geben muß, um das man sich aber nicht kümmert, das aber immer wieder hineinspukt und einem das wissenschaftliche Süppchen verderben kann. „Operation gelungen, Patient tot“ wäre solch ein Spruch, der davon Zeugnis ablegt, daß auch wenn der Chirurg technisch alles richtig gemacht hat, es doch sein kann, daß das alles nichts nützt, weil es da noch etwas anderes unbeachtet geblieben ist.

Der ganze archetypisch weibliche Pol unserer Wirklichkeit findet heute keinen oder kaum Eingang in die etablierte Medizin, weil er der Machermentalität wesenhaft fremd ist und sich den gängigen naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden entzieht. Echte Naturwissenschaftler aber versuchten nicht die Wirklichkeit ihren Apparaten anzupassen, sondern letztere solange zu verbessern, bis sie der Wirklichkeit gerecht werden könnten.

Würde die Medizin ihre diesbezüglich Einseitigkeit erkennen, hätte sie die Chance, all die Möglichkeiten, die sich längst auf der Ebene der inneren Bilder eröffnen und die im Ansatz auch schon von der sogenannten Psychoneuroimmunologie entdeckt wurden, in ihre Arbeit zu integrieren und die Patienten könnten eine umfassendere und erfolgreichere Behandlung bekommen. Wo immer mehr Patienten und alternative Behandler erkennen, daß Körper und Seele nicht voneinander zu trennen sind, sondern andauernd zusammenspielen, wäre es an der Zeit, allein schon aufgrund der unübersehbaren Erfolge, auf die Möglichkeiten der Seelenbilderebene aufmerksam zu werden. Es müßte auch einem Schulmediziner einleuchten, daß es besser ist, wenn ein Krebspatient mit geschlossenen Augen auf eine Trancereise geht, während der er an der Seite der Ärzte, sozusagen zusammen mit dem Zytostatikum, das gerade in seine Venen tropft, gegen die Krebszellen in seinem Organismus zu Felde zieht. Im Vergleich dazu ist jene noch immer vorherrschende Situation ausgesprochen elend, bei der er mit angstgeweiteten Augen zur Infusion hoch starrt, während Tropfen für Tropfen des Zellgiftes in den Spiegel der Infusionsflasche fällt und ihm Angst macht, berechtigte Angst um seine Haare, Schleimhäute und sein Wohlbefinden. Allein schon aus Nächstenliebe müßten sich christliche Ärzte hier bekehren lassen. Aber da man an die Kräfte der Seele nicht glauben will, weil man ja schon einen Glauben hat, eben an die eigenen Methoden, die sich als objektiv ausgeben, dabei aber die Hälfte vergessen und ziemlich herzlos Statistiken wichtiger nehmen als die Ängste und Bedürfnisse der Patienten, ist dieser Weg zur anderen Hälfte der Wirklichkeit erschwert. Auch wenn solche Vorwürfe schwer wiegen, sind sie doch leider jederzeit und auch sozusagen empirisch zu belegen. Ich habe selbst auf einer Kinderintensivstation erlebt, wie das Schreien eines Kindes kaum und jedenfalls nicht schnell in der Lage ist, Hilfe herbeizuholen, die Auslösung eines Alarmes an einem Überwachungsgerät aber augenblicklich. Mehrfach hintereinander kam die Schwester angestürmt, und wenn dann nichts zu finden war bezüglich des technischen Alarmes, kümmerte sie sich auch gleich um das schreiende Baby. Mal ganz abgesehen davon, daß nicht alle Eltern schnell durchschauen, wie man heutzutage auf solch einer Station Hilfe herbeiholen kann, ist es eine scheußliche Symbolik für die Medizin. Man hört und vertraut mehr auf den technischen Apparat als auf die leidende Seele.

Die Chancen der Medizin wären schon generell besser, wenn die Ärzte sich auf die philosophischen Anfänge der Naturwissenschaft besinnen würden. Aristoteles, der sich nur ganz allmählich vom analogen Weltbild seines Lehrers Plato absetzte, kannte noch vier Ursachen, darunter auch die Causa finalis, die Ziel- oder Sinnursache, die bis heute die Geisteswissenschaften beherrscht und auch den Schlüssel zur deutenden Medizin beinhaltet. Die Frage, warum ein Vogel Flügel hat, ist für den Naturwissenschaftler der heutigen Prägung ein ernstes Problem, denn er darf sich nur auf die aus der Vergangenheit auf die Gegenwart wirkende Causa effizienz berufen. Wo der gesunde Menschenverstand einfach antworten würde: „damit er fliegen kann“, muß sich der Naturwissenschaftler mit komplizierten Ableitungen der Auswirkungen der Evolution herumschlagen, die wenig erklären. Hier liegt auch der tiefere Grund, warum sich die Schulmedizin so verblüffend schwer tut, in Krankheitsbildern einen Sinn zu erkennen. Wo jeder weniger naturwissenschaftlich verbildete Heilpraktiker nicht das geringste Problem sieht, verstellt die „naturwissenschaftliche“ Angst vor Sinnursachen den Blick für einfachste Zusammenhänge. Daß der Patient mit Schnupfen die Nase voll (von seiner Lebenssituation) hat, liegt eigentlich auf der Hand beziehungsweise in der Nase. Dabei wäre bei Aristoteles noch alles so nah beieinander und bei ihm ist auch noch leicht zu verstehen, daß alle vier Arten von Ursachen ihre Berechtigung haben. Über eine weitere, die Causa formalis könnte man sich überdies einen einfachen Zugang zur Hypothese der Morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake erschließen und auch hier eine Brücke schlagen, um die die Medizin auf die Dauer sowieso nicht herumkommt.

Noch größer wären die Chancen, wenn die Mediziner das Wirken aller Gesetze nicht nur der aus der materialistischen Perspektive der Naturwissenschaft und aus dem aristotelischen Denken, sondern zum Beispiel auch die aus dem Blickwinkel der Psychologie und sogar der spirituellen Philosophie (an-)erkennen würden. In unseren Ausbildungen zur archetypischen Medizin1 erleben wir, wie erleichternd es ist, wenn man sich auf diese viel breitere Basis stützen kann und alle Ebenen – natürlich auch die körperliche mit ihren physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten einbeziehen kann – aber eben auch das Polaritätsgesetz durchschaut und die Resonanzgesetze in ihrem Wirken erkennen kann.

Den allermeisten Menschen ist schon aufgefallen, daß so ziemlich alle engagierten Friedenspolitiker ein Ende durch Gewalt finden, während die rabiatesten Diktatoren in hohem Alter friedlich sterben. Nach Gandhi, Martin Luther King, John F. und Robert Kennedy, Olof Palme, Anwar el Sadat und Itzhak Rabin wäre es langsam an der Zeit System dahinter zu sehen. Bei letzteren beiden ist besonders auffallend, daß sie als Generäle keine Schramme davontrugen, als Friedensstifter aber dem ersten Schuß erlagen. Hier zeigt sich, daß der Gegenpol zur Gefahr wird, wenn man ihn nicht ständig bedenkt und im Auge hat.

In der Medizin läge im Durchschauen der Polarität auch die Chance, mit Krankheitsbildern kompetenter umzugehen und zum Beispiel in Durchfall und Verstopfung auf den ersten Blick dasselbe grundsätzliche Problem der Angst zu erkennen. Daß der Durchfallpatient „Schiß“ hat, weiß sogar die Umgangssprache, aber daß auch Verstopfte an Angst leiden, kann am ehesten das Verständnis der Polarität lehren. Daß Hochdruck- und Niederdruckpatient am selben Thema kranken, nämlich ihren Platz zu finden, könnte hier klar werden und vieles mehr, was bis jetzt ignoriert oder höchstens als eigenartiges Randphänomen gesehen wird.

Das Resonanzgesetz, das der Volksmund längst durchschaut, wenn er weiß, daß „der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt“ könnte die äußerst wichtige Tatsache erhellen, daß jeder Patient immer das Krankheitsbild entwickelt, das zu ihm paßt und ihm ein Thema näher bringen will. So wie jeder Reiche erlebt hat, daß die erste Million anstrengend zu verdienen war, die nächsten aber wie von selbst kamen, ließe sich auch in der Medizin durchschauen, daß manche Patienten immer wieder dasselbe Problem, Unglück oder Krankheitsbild auf sich ziehen, ja daß man schon von Unfalltypen spricht, weil 80 Prozent der Unfälle auf das Konto von 20 Prozent der Menschen gehen.

In der Erkenntnis der wirkenden Gesetzmäßigkeiten läge auch die Chance, zu einer Synthese der ganzen Medizin zu finden, wo die Seele wieder neben dem Körper Platz hat, wo die Naturheilkunde als integraler Teil der ganzen Medizin erkannt wird, wo die Schwingungsmedizin als höhere Ebene der grobstofflichen Bereiche gesehen werden kann und wo der ganze Mensch wieder in den Mittelpunkt rückt.