Angstfrei leben

Angst ist ein Grundthema unseres Menschseins, man braucht sie Kindern gar nicht erst beizubringen, sie können Angst bereits. Angst rahmt gleichsam unser Leben ein. Mit Angst von der Enge des Geburtskanals beginnt alles und mit der Angst vor dem Tod endet es. Wer sich andererseits mit der Enge bei der Geburt und mit der Unausweichlichkeit des Todes ausgesöhnt hat, kann relativ angstfrei und damit wirklich erlöst leben.

Todesangst bleibt für die meisten eine lebenslange Herausforderung. Wer allerdings dem Tod noch einmal entkommen ist, wie reanimierte Menschen, die gleichsam dem Totengräber im letzten Moment von der Schaufel gesprungen sind und folglich das Sterben kennen gelernt haben, kommt angstfrei und weitgehend befreit zurück. Sind die beiden Hauptherausforderungen in Sachen Angst am Anfang und Ende des Lebens bewältigt, ist mit den Ängsten, die die Zwischenzeit betreffen, ungleich leichter fertig zu werden.

Angst und Panik

Im Sinne der Krankheitsbilder-Deutung von „Krankheit als Symbol“ ist Angst eine Chance, durch die eigene Enge hindurchzugehen und sich in neue, bisher verschlossene Bereiche der Weite und Offenheit zu entwickeln. Panik bietet neben dem maßlosen Schrecken die Chance der eigenen unbewussten Natur in Gestalt des alten mythischen Naturgottes Pan zu begegnen. Aus diesem großen Schatten lässt sich der ebenso große Schatz befreien, der in jedem Schatten verborgen liegt. Wird so eine große Angst aber nicht konfrontiert, sondern ängstlich gemieden, wächst nicht der Betroffene daran, sondern die Angst in ihm. Angst ist mittlerer Weile der beherrschende Faktor des Unbehagens in postmodernen Leistungsgesellschaften. In Österreich sollen inzwischen fast 10 % wegen Angst in Behandlung sein und 50 % darunter leiden. Wie muss es dann erst in Ländern aussehen, wo die Menschen vergleichsweise weniger abgesichert auch noch von berechtigter Existenzangst geplagt werden?

Die Zahl der Panikattacken und der darunter Leidenden steigt seit Jahren kontinuierlich. Wo moderne Gesellschaften immer mehr bedrückende Enge hervorbringen, muss die Angst (ihrer) Natur gemäß ebenfalls wachsen. Angst ist Enge, medizinisch-körperlich gesehen, im Brust- und Atemwegsbereich, aber auch generell im Fel der Lebenszusammenhänge. Angustus heißt lateinisch eng.

Zu dieser seelischen und sozialen Angstsituation kommt hinzu, dass wir heute gleichsam Angst auch noch essen in Gestalt all des Tierfleisches, das sogenannte Mischköstler zu sich nehmen. Durch Massentierhaltung und die dazu gehörige Massenschlachtung sind die Tiere gezwungen, mit anzusehen wie einige Artgenossen vor ihnen dran glauben müssen und sterben so in maximaler Todesangst und –panik, weil sie in ihren letzten Momenten noch alle Angst- und Stresshormone ausschütten, die ihre geschundenen Leiber mobilisieren können. Diese sind dann natürlich auch im Fleisch und werden anschließend mitgegessen, und da alles Säugetiere identische Neurotransmitter haben, wirken sie natürlich auch bei den Essern. So ist es zu erklären, dass wir Panikattacken erst haben, seit die EU Hofschlachtung und die Schlachtung in kleinen Metzgereien praktisch verboten hat. Seit man praktisch ein Labor braucht zum Schlachten, haben wir nur noch Großschlachthöfe, die die materielle Basis für moderne Angst- und Horrorszenarien liefern.

Große Städte in Industrieländern, in denen sich das Leben auf allen Ebenen immer mehr konzentriert, weil Menschen weltweit in sie drängen, werden so zu regelrechten Ballungsräumen der Angst. Mit den Menschen ballen sich hier auch die Probleme gleichsam zusammen. Die Grundstücke werden immer teurer und schon deshalb enger und höher bebaut. Die Städte wachsen im selben Ausmaß gen Himmel, wie ihre Bewohner den Kontakt zu ihm verlieren. Der Turmbau von Babel wird so zum (un)menschlichen Alltag. Die Strafe für diese Hybris ist subtiler, aber in den Arztpraxen doch sehr deutlich.

Kinder sind besonders betroffen und verkommen zu Opfern und Stiefkindern städtebaulicher Entwicklung. Statt Platz zum Herumtoben und Spielen zu finden, konkurrieren sie mit ebenso bedauerlichen Hunden um die letzten Flecken Erde rings um bedauernswerte Bäume. Auch für Erwachsene wird die Enge der Städte längst zur Qual. Automobilisten sind nicht länger mobil, sondern stauen sich überall und werden ihre Gefährte in den Innenstädten kaum noch los. Längst sind Radfahrer schneller. U- und S-Bahnnutzer erleben sich zu Stoßzeiten als sprichwörtliche Heringe in der Dose. Es wird immer rascher immer enger und längst zu eng für Menschen, und sie reagieren ganz natürlich mit Angst. Bluthochdruck, seelischer Druck und Phobien sind medizinische Diagnosen dieser Angst. Aber nicht nur der Verkehrsfluss stockt, auch den Blutfluss hält die Schulmedizin nur ebenso mühsam und künstlich mit Blutverdünnungsmitteln aufrecht, denn medizinischer Stau in Form von Thrombosen und Embolien ist lebensgefährlich. Stehendes Wasser wird brakig, stagnierendes Blut lebensbedrohlich. Die Enge der Angst fördert den Stau und dieser wiederum die Angst. Stoß- und Stauzeiten setzen uns konkret und im übertragenen Sinn unter Druck. Und wachsender Druck fördert wiederum die Angst. Wo Enge und Druck zunehmen, ist Angst die natürliche Folge.

Angst vor dem Tod

Angst ist aber auf dem Gegenpol durchaus auch sinnvoll und lebensverlängernd, denn Leben ist lebensgefährlich und endet immer tödlich. Erst wo die Angst vor dem Tod weicht, kann Leben frei und unbeschwert gelingen. Menschen, die ihren Tod bereits durchlebt haben und mittels Medizintechnik zurückgeholt wurden, kann meist nichts mehr erschüttern, weil sie erlebt haben, wie unbegründet diese letzte und tiefste Angst ist.

Die Art von sinnvoller Angst, die man durchaus behalten und akzeptieren sollte, könnte man besser mit dem Wort Respekt umschreiben. Kinder erhöhen im Straßenverkehr der Städte ihre Lebenserwartung erheblich durch eine gewisse Angst vor Autos. Generell gehört Angst zum Leben auf der Erde und hat eine lebenserhaltende Funktion. Sie lehrt uns, Gefährlichem mit Respekt und Vorsicht zu begegnen.

Völlige Angstfreiheit ist oft nur auf einem Mangel an Fantasie aufgebaut. Bei guter Gesundheit und in der Blüte seiner Lebenskraft mag man sich grundsätzlich gegen gegen Intensivstationen oder Organtransplantationen entscheiden, schwer verletzt im Straßengraben mag das ganz anders ausschauen. Auch wer Transplantationen ablehnt, mag bei der Alternative Blindheit oder Hornhauttransplantation durchaus nachdenklich werden.

Tatsächlich kann aber Angstfreiheit auch jemanden auszeichnen, der Herausforderungen bereitwillig annimmt und deshalb nichts zu befürchten hat. Für solche eher seltenen Zeitgenossen ist das Leben eine Kette von Lernaufgaben und willkommenen Herausforderungen, die Entwicklung anstoßen und so weiterbringen können.

Der Umgang mit Angst

Am häufigsten ist die Verweigerung der Angst machenden Situationen und damit eine klassische Vermeidungsstrategie, die letztlich zu einer lebenslangen Flucht führen kann. Auf dem Gegenpol können wir uns auch bewusst Angst machenden Situationen stellen, ja sie sogar absichtlich suchen, um der eigenen Angst zu begegnen. Und als drittes kommt noch die Überkompensation in Frage: Man beweist sich und der Welt in vorsätzlich aufgesuchten Gefahrenmomenten seine Angstfreiheit, während man tatsächlich die Hosen gestrichen voll hat. Solche besonders bei Männern beliebten Kompensationsmanöver häufen sich bei gefährlichen Sportarten wie auch waghalsigen Autofahrten.

Schlecht für diejenigen, die ihr Heil in der Flucht suchen, ist die Tatsache, dass Angst geradezu von der Flucht ihrer Opfer lebt. Wer vor ihr flieht, dem setzt sich die Angst im wahrsten Sinne des Wortes in den Nacken und macht ihn zu ihrem hilflosen Opfer.

Die Lösung liegt viel eher in der gegenteiligen Haltung der Konfrontation der Angst, denn das macht diese klein und hilflos. Das kann man sich zunutze machen wie die CD-Programme zum gleichnamigen Buch zeigen. Diese geführten Meditationen leiten geradezu zur Suche der Angst an und animieren dazu, sich ihr zu stellen, ja sie einzuladen. Die Angst verschwindet oder reduziert sich so schlagartig. Mit solch offen(siv)er, mutiger Einstellung lässt sie sich kaum mehr finden oder höchstens in den letzten Ecken der Seele. Gibt man der Angst dann noch eine bestimmte Zeit am Tag, etwa von 19 bis 19 30, wo sie täglich ihren Raum bekommt, kann man sie während des übrigen Tages leicht des Feldes verweisen mit Hinweis auf den Abend und dem speziellen Angst-Rendezvous. Vor dieser halben Angststunde braucht man aber auch keine Angst zu haben, denn da wird sie sich eben kaum aus ihren Verstecken wagen. Diese Methode verschafft einem 23,5 angstfreie Stunden pro Tag und eine halbe Stunde mit großer Offenheit für die Angst, aber letztlich auch ohne diese.

Bei fast jeder Angst kann die zugrunde liegende Enge langfristig in den Gegenpol und damit in Offenheit und Weite verwandelt werden. Dadurch wird Betroffenen viel Energie zufließen, die bisher zur Angstbewältigung im Sinne von Abwehr und Unterdrückung oder auch Überkompensation verbraucht wurde.

Ein Angst-Lösungs-Ritual

Rituale werden bei uns sträflich unterschätzt, dabei haben sie eine verblüffende Wirkung. Das Leben archaischer Menschen ist völlig von ihnen beherrscht und auch bei uns spielen sie immer noch eine viel größere Rolle als wir uns klar machen. Patienten werden, wie heute moderne Placebo-Forschung zeigt, häufig durch Rituale gesund. Diese sind mindestens genauso wirksam wie echte Interventionen im Sinne von Operationen. Zur wissenschaftlichen Erforschung einer neuen Knieoperations-Methode bildete ein Orthopäde aus Betroffenen Kniepatienten drei Gruppen: eine wurde nach der alten Methode, eine nach der neuen und die dritte nur zum Schein operiert. Das Materialisten erschütternde Ergebnis war, dass alle drei Methoden gleich gute Ergebnisse ergaben. Das Ritual der Operation hatte genauso gut gewirkt wie diese selbst. Aber offensichtlich war es sogar noch besser und eleganter und möglicherweise war es überhaupt entscheidend, denn auch die wirklich Operierten hatten es ja bekommen.

Wir können Rituale also aus gutem Grund nutzen, denn wenn sie selbst bei körperlichen Problemen so überzeugend helfen, werden sie bei seelischen Herausforderungen mindestens ähnlich wirksam sein. Das bestätigen auch alle Erfahrungen mit Ritualen in der psychosomatischen beziehungsweise Integralen Medizin.

Letztlich bedient sich auch die Angst selbst einfacher Rituale, etwa wenn sie sich mit Vorliebe von hinten nähert, Betroffenen gleichsam im Nacken sitzt und immer stärker wird, wenn diese die Flucht vor ihr ergreifen. Auch hängt sich die Angst an bestimmte Situationen, die zu ihren Auslösern werden. Immer wenn ein bestimmtes Thema oder eine Herausforderung heraufzieht, läuft das Angst-Programm fast automatisch ab.

Unser Ziel ist, dieses Programm mit einem in der Praxis vielfach bewährten Ritual zu ändern. Statt der Angst den ganzen Tag mit seinen 24 Stunden zu überlassen, wie es die meisten Angst-Patienten tun, begrenzen wir diesen Zeitraum, wie für Rituale üblich, auf eine besondere Zeit, diese halbe Stunde, die wir ausschließlich der Angst reservieren. Den Zeitpunkt können Betroffene ganz nach Gutdünken auswählen, sollten ihn dann aber beibehalten, sozusagen als eigene Angstzeit. Dadurch bekommen die Patienten das Szepter in ihrem Leben wieder in die Hand. Sie müssen nun nicht mehr ständig vor der Angst auf der Hut sein und sie fliehen, sondern weisen ihr den Platz zu und stellen sich ihr, aber eben nicht, wenn die Angst das will, sondern sie entscheiden ganz entschieden, wann es so weit ist.

Nehmen wir also an, nach Arbeit und Abendessen um 19 Uhr ist diese Ritualzeit. Wir räumen der Angst also freiwillig, eine halbe Stunde ein, in der wir ganz für sie da sind. Dafür aber – das ist Bestandteil unseres „Deals“ mit der Angst – bleibt die übrige Zeit von der Angst verschont. Falls die Angst sich anfangs nicht daran halten will, wird sie ganz entschieden in ihre Schranken gewiesen und auf 19 Uhr verlegt. Wer mit diesem Setting konsequent umgeht, wird feststellen, wie die allermeisten Ängste sich diesem Ritual fügen und so ihre Macht verlieren. Sollte sich die Angst etwa entgegen der Abmachung schon vormittags melden wollen, bekommt sie dezidiert gesagt, wie grundsätzlich willkommen sie sei, aber eben nur zum vereinbartexdsn Zeitpunkt. So kann die Angst uns etwas lehren über unsere Enge und die Schwachpunkte, an denen wir wachsen müssen. Wie immer geht es denen, die freiwillig lernen, deutlich besser als den Zwangsbelehrten. Es mag also anfangs öfter vorkommen, dass die Angst zurechtzuweisen ist. Mit der Zeit aber wird sie ihre(n) Zeit(raum) akzeptieren. Und sie hat eine Recht darauf, erhört zu werden, aber eben zu ihrer Zeit.

Hilfreich ist obendrein, immer denselben Ritualort zu wählen, einen bequemen Platz zum Ausstrecken, wo man geschützt vor Störungen ganz für sich und seine Angst da sein kann. Mit etwas sanfter Hintergrundmusik und einem Räucherstäbchen mag noch der Ritual-Charakter unterstützt werden. Solch ein Ritual muss – wenn es seine volle heilende Wirkung erzielen soll – zum festen Bestandteil des Tages werden. Wird es einmal mutwillig ausgelassen, verliert es an Kraft, und vor allem wird sich auch die Angst dann auch nicht mehr an getroffene Abmachungen halten. Wir werden gleichsam Schüler unserer Angst und haben dafür eine feste (halbe) Stunde, die von beiden Seiten einzuhalten ist. Der Ritualablauf ist durch die dem Buch beiliegende CD vorgegeben und einfach. Wir sinken in eine sich mit der Zeit immer tiefere Entspannung, die allmählich Trance-Tiefe erreichen wird und haben alle Chancen mit unserer Angst in einem tiefen Sinne fertig zu werden.

So ergibt sich eine Win-Win-Situation. Denn nicht nur sind wir spielend 23 ½ Stunden des Tages angstfrei, auch die halbe Stunde der Angst ist nicht annähernd so schrecklich wie sich Ängstliche anfangs vorstellen. Da Angst von Enge lebt und davon, dass wir vor ihr fliehen, sind die neuen Bedingungen, die sich durch das Ritual ergeben, für die Betroffenen förderlich, für die Angst aber extrem schwierig. Statt sie durch Fluchtversuche zu stärken, wird die Bereitschaft, sie mutig zu konfrontieren und ihr offen zu begegnen, die Angst enorm schwächen. D.h. sie wird sich in ihrer zugewiesenen Zeit nicht oder kaum zeigen, sondern eher versuchen, sich wieder in den restlichen Tag einzuschmuggeln. Wenn sie damit an unserer Konsequenz scheitert, die ihr nur noch im festgelegten Ritual Zeit und Raum gibt, sind ihre Tage gezählt. Obendrein ist die tiefe Entspannung, die sich mit der Zeit ergibt, überhaupt nicht die Atmosphäre, die Angst braucht, um sich auszubreiten und zu Hochform aufzulaufen. Sie lebt von Enge und Verschlossenheit und solch tiefe Entspannung das deren genaues Gegenteil. Insofern wird die Angst in diesem Ritual niemals zu ihrer alten Form und Stärke finden. Tatsächlich wird sie nun eher fliehen und sich in den letzten Ecken der Seele verkriechen.

Mit der Zeit werden so Angstpatienten geradezu zu deren Jägern, die sie in ihren Schlupflöchern aufspüren, um ihre Botschaft zu erfahren. Die Angst gerät in die Defensive und versucht sich ihrerseits durch Flucht zu retten, was aber die täglichen Rituale verhindern. So kommt es zu einer kompletten Umpolung der Situation, was die eigene Position radikal verändert. Offensive statt Flucht macht Betroffene wieder zum Herrn im eigenen Haus der Seele und der Körper wird willig folgen. Die Angst bekommt nun Respekt, und die Betroffenen wandeln sich vom armen fliehenden Opfer zum selbstbestimmten Dompteur der Angst. Mit der Zeit können sie geradezu lernen, die Angst herbeizuzitieren und diese wird Folge leisten müssen und dabei all ihre alte Macht verlieren.

So entsteht eine Art Eigen-Psychotherapie. Wer es aus eigener Kraft schafft, seiner Angst Herr zu werden, hat den zusätzlichen Vorteil enorm Selbstvertrauen und –sicherheit zu gewinnen, so dass in Zukunft auch andere Probleme anzupacken sind. „Das Buch der Widerstände“ bildet eine Grundlage dafür. Ähnlich wie man sich Krankheitsbildern stellen kann, wie am Beispiel der Angst dargestellt, gelingt das eben auch mit allen anderen Widerständen, die ja die gemeinsame Basis von Symptomen, Problemen und eben auch Angst darstellen.

Wer dieses tägliche Ritual der Entspannung und Entwicklung, der Regeneration und Heilung nach Überwindung seiner Ängste nicht mehr missen will, kann mit speziellen auf bestimmte Krankheitsbilder zugeschnittenen oder der allgemeinen CD „Selbstheilung“ anschließend auch andere Symptome und Krankheitsbilder auf diese entspannte Art angehen, um mit ihnen auf diese nachhaltige Art fertig zu werden. Letztlich lassen sich so (fast) alle Themen angehen und deutlich bessern, wenn nicht gar bewältigen.

Peace-Food“ – die leichte Angst-Lösung mittels Ernährung

Wer mit Ängsten kämpft, kann sich zusätzlich mittels „Peace-Food“ das Leben leichter machen. „Peace-Food“ meint nicht streng vegan, sondern konsequent vollwertige, auf wissenschaftlichen Studien basierende Ernährung. Deren Nebenwirkungen sind positiv beeindruckend. Denn vollwertig pflanzliche Ernährung reduziert obendrein die Wahrscheinlichkeit für die schlimmsten Krankheitsbilder wie Herzerkrankungen und Krebs, Rheuma und Allergien, beiderlei Diabetes und Demenzerkrankungen bis zu Alzheimer und nimmt schon von daher viel Angst. Vor allem aber vermittelt sie ein leichtes weites Lebensgefühl, was der Angst das Terrain zusätzlich erschwert. Sie reduziert Körpergerüche und fördert damit die Nähe zu Menschen und in ganz erstaunlicher Weise auch zu Tieren. Ein liebevoller Umgang mit Mensch und Tier wirkt als wesentlicher Faktor der Angstminderung. Wer den Wesen in seiner Umgebung vertrauen kann, wird keine Angst mehr vor ihnen haben und eine ungewohnte Weite und Offenheit spüren. Weite und Offenheit aber haben wir als klassische Gegenpole zur Angst kennen gelernt.

Obendrein erleichtert „Peace-Food“ das schlechte Gewissen bezüglich der für unsere Ernährung geschundenen Kreatur. Ein schlechtes Gewissen aber führt automatisch zu Angst vor Konsequenzen. Mit keiner anderen Veränderung lässt sich obendrein so viel für die Millionen Hungernden dieser Erde tun, für die Ökologie und die Tiere. Viele Tier- und Menschenfreunde, aber auch ökologisch Bewusste ahnen ja durchaus, was für einen Schaden sei mit dem Essen von Tierprotein für diese ganze Erde anrichten. Umso größer ist die Erleichterung für Gewissen und Seele, wenn sie sich von der Tier-Ernährung befreien. Für die meisten wird das auch die Angst erheblich erleichtern wegen den bereits beschriebenen Verzicht auf die Hormone der Angst. Aber natürlich ist deren seelische Komponente noch wichtiger wie das Wort Psycho-somatik schon in seiner Abfolge deutlich macht. Ernährung kann aber von somatischer Seite erheblich zur Lösung des Problems beitragen. Die Bücher „Peace-Food“, „Peace-Food – das vegane Kochbuch“ und „Vegan für Einsteiger“ erleichtern die praktische Verwirklichung und Verwandlung.

Ausblick auf Angstfreie Zeiten

Viele Ängste sind mit dem besprochenen Angstlösungs-Ritual aufzulösen – man kann buchstäblich allein damit fertig werden. Die Bearbeitung sehr schwerer und lange bestehender Ängste mag aber ein in eigener Regie durchführbares Programm wie das beschriebene überfordern und therapeutische Hilfe verlangen. Aber auch dabei kann dieses Programm noch helfen, den Weg zu bahnen. Die Chance liegt in der Konfrontation und Integration jener Lebensaspekte, vor denen die Angst besteht. In Situationen, in denen therapeutische Hilfe vonnöten ist, empfehlen sich bei den verschiedenen Angst- und Panikformen besonders solche Methoden, die den Anfangs- und Endpunkt des Lebens in dieser Welt berücksichtigen und über das Er- und Durchleben von Geburt und Tod diese beiden größten Quellen der Angst klären wie die Krankheitsbilder-Psychotherapie. Die große Chance liegt darin, die Angst vor dem Leben und vor dem Tod in Respekt vor beidem zu wandeln und die bisher in der Angst gebundene Energie wieder ins Leben einfließen zu lassen, um es ungleich lebendiger zu leben.